Freitag, 30. April 2010

Definitionen von "Sieg"

Ich las die Tage: »Persönlich halte ich die "Unbesiegbarkeit" der Afghanen für einen Mythos. Wenn man es richtig anstellt kann man jeden Feind besiegen.«

Dem möchte ich Zustimmen und ergänzen: Kommt schlicht darauf an, wie man "Sieg" definiert. Zu unterscheiden sind meiner Meinung nach zwei grundlegende Möglichkeiten:

a) Unterwerfung des Feindes und aufzwingen des eigenen Willens
Das daraus folgende "temporäre Problem" kannte bereits Alexander der Große: Die übriggebliebenen Feinde werden sich irgendwann rächen. Folge sind permanente Kriege, wobei immer der Aktuelle der Letzte sein soll. Alexander der Große - der angeblich auch in Afghanistan gewesen sein soll - wollte das Problem durch Assimilation lösen ... die Sieger Assimilieren sich mit den Besiegten. Die Römer wollten das später nur eingeschränkt, und trotz beeindruckender Zeitdauer ging auch ihr Reich unter. Die Sieger des WK II woll(t)en das Problem mit "Umerziehung" und im Westen zusätzlich mit "Bestechung", wie "Rosienenbombern" lösen. In Afghanistan zuerst im Bunde mit den lokalen Warlords und Drogenbarone praktiziert.

b) Vollständige Vernichtung / Ausrottung des Feindes
Von den Römern erfolgreich gegen Karthago angewendet, von den Deutschen partiell im WK II. Bereits im Jahr 1904 von Generaloberst Graf von Schlieffen formuliert: "Der entbrannte Rassenkampf ist nur durch die Vernichtung einer Partei abzuschließen." Erst die Atombombe schuf die praktische Möglichkeit (sowie mit Vorbehalten B- und C-Waffen) für eine erfolgreiche Umsetzung.

Es ist zu beobachten, welche Variante die USA / NATO nach Scheitern der Variante a) "wählt".

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