Sonntag, 19. Oktober 2014

DDR im Internet

Vom 17.10.2014 bis 18.10.2014 fand in Weimar das "13. Internationale Symposium der Stiftung Ettersberg" in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen mit dem Thema "Das Bild der DDR in der Literatur und den audiovisuellen Medien - 25 Jahre Erinnerung und Deutung" statt. Ein Vortrag vom gestrigen Samstag hatte das Thema:

"Die Präsenz der DDR im Internet zwischen Ostalgie und kritischer Aufarbeitung"
von Dr. Irmgard Zündorf (Potsdam) mit Lena Eggers, Carolin Raabe, Julia Wigger (Studentinnen des Masterstudiengangs Public History der FU Berlin).

Die Thüringer Landeszeitung hat nun Frau Zündorf interviewt und diese fürte u.a. aus, daß die Ostalgie "eher nur in den Foren und sozialen Netzwerken" stattfände und bei "der Darstellung des Geschichtsablaufs auf Internetseiten kann man meist von einer kritischen Aufarbeitung sprechen; da haben wir kaum Ostalgie-Seiten gefunden." Frau Zündorf verrät dankenswerterweise auch warum: "Eine gute Geschichtsdarstellung kostet Geld. Und für eine ostalgische Seite, die gut gemacht ist, kriegt man keine öffentlichen Gelder. So waren alle komplexeren Geschichtsdarstellungen definitiv der kritischen Aufarbeitung zuzurechnen."

Und sie hat intelligente Studenten: "Die DDR wird dort sehr häufig im Spiegel der Bundesrepublik dargestellt. Die Bundesrepublik ist das Positivbeispiel, und die DDR ist das Negativbeispiel. Ihnen war das zu sehr schwarz-weiß."
http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/1416656711

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