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Donnerstag, 22. Mai 2014

"Flieger" & "Offiziere" auf DVD

Die Firma Icestorm bringt im Herbst 2014 die Filme "Flieger" und "Offiziere" auf DVD heraus.
 
update (29.06.2014)
Die Filme sind bereits erschienen!
 
Und ich habe sie mir angesehen:
Der Inhalt ist immer noch Klasse! Ich hatte ehrlich gesagt einige "ideologische" Peinlichkeiten erwartet, da die Filme natürlich Werbe-Filme für den militärischen Beruf in der NVA waren.  Auch heute noch: Sehr empfehlenswert und man kann den Kindern und Enkeln zeigen: So haben wir damals gelebt (und nicht nur nach Bananen und "Westen" gestrebt).
 
Nachteilig ist die geringe Bild-Qualität. Leider hat Icestorm die Filme nicht remastert sondern offenbar direkt von der TV-Vorlage auf DVD gepreßt. Lediglich bei "Offiziere" wurde wohl ein Filter (Blur) darüber gelegt, so daß zwar nicht die Pixel zu sehen sind, aber der Film verwaschen wirkt. Tipp: auf kleinem Bildschirm ansehen!
 
Vielleicht bewirken die Verkaufszahlen ja, das Icestorm sich erbarmt und noch einmal Geld für eine digitale Aufbereitung in die Hand nimmt. Den Filmen wäre es zu wünschen, muß ja nicht gleich 3D sein ;-)

 


Donnerstag, 14. Februar 2013

Die Syrien-Falle

Gestern, den 13. Februar 2013, lief abends offenbar ein sehr guter Film zum Thema Krieg gegen Syrien:

Die Syrien-Falle - Deutschland und der Krieg gegen Assad

Der Film wird hier von der ARD angekündigt und ist noch temporär in deren Mediathek zu sehen:

=> Sehen, downloaden!

Warum? Ich habe mir die 45-Minuten von Hubert Seipel zwar noch nicht angesehen, aber SPON schreibt u.a.: "Die Dokumentation wartet mit fragwürdigen Ansichten auf" und läßt auch sonst kein wirklich gutes Haar am Dokumentarfilm. Wenn das kein Qualitätssiegel / Ritterschlag ist, dann weiß ich auch nicht. Vielleicht kommt er an die WDR-Produktion "Es begann mit einer Lüge - Deutschlands Weg in den Kosovo-Krieg" heran. Mal sehen ....

Mittwoch, 26. September 2012

Westfernsehen in der DDR

Dieser Tage fiel mir eine alte Episode wieder ein:

Im Geschichtsunterricht 11. Klasse besprachen wir die Kubanische Revolution und ich vertrat spontan die These, daß den Revolutionären letztlich gar nicht anderes übrig blieb, als sich der UdSSR anzunähern, da sie von den USA boykottiert wurden.

Ringsherum eisiges Schweigen, auch der Lehrer ging über meine Einlassungen hartnäckig hinweg. In der Schulpause wurde ich aufgeklärt: Ein paar Tage vorher war im Westfernsehen eine Sendung gelaufen, die eben jene These vertrat. Jetzt gab es wohl drei Möglichkeiten:

1. Ich hatte mit höchster Wahrscheinlichkeit die Sendung gesehen und streute nun westliche Ideologie oder
2. ich war selber der westlichen Ideologie verfallen, was meine Gedankengänge beeinflußte.
3. Ich war gar nicht so blöd, wie ich tat, sondern provozierte im Auftrag der Organe.

Zum Glück kannten mich meine Klassenkameraden schon. Es gab nur für den Lehrer ein Problem ... aber, natürlich für niemanden Folgen.

Vorsorglich:
Mir fiel die Episode bereits vor ein paar Jahren wieder ein, als gute Westkollegen bei bestimmten politischen Themen hartnäckig schwiegen, um sich nicht in Schwierigkeiten zu bringen und erst beim vertraulichen Bier ...

Links:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2010/02/westfernsehen-in-der-nva.html
http://sitespider.de/artikel.php?title=US-Luftwaffe_sperrt_Wikileaks-Medienpartner
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2011/08/libyen-und-keine-ende.html
 

Donnerstag, 28. Juni 2012

Krieg gegen Köpfe

1999

»In den frühen Morgenstunden des 23. April 1999 bombardierten Flugzeuge der Nato den Hauptsitz und die Studios der serbischen Radio- und Fernsehgesellschaft (Radio Televisija Sribje, RTS) im Zentrum Belgrads. Rund 120 Zivilisten arbeiteten zum Zeitpunkt des Angriffs im Gebäude. Mindestens 16 von ihnen wurden getötet und 16 weitere verletzt, die Nachrichtensendung wurde durch den Beschuss unterbrochen.« (AG Friedensforschung)

Der jugoslawische Informationsminister Aleksandar Vucic hatte per Fax von CNN eine Einladung zur Live-Schaltung für die Larry-King-Show für die Nacht des Bombenangriffs erhalten. »Laut Fisk wurde Vucic informiert, daß das Interview um 2.30 Uhr stattfinde und er um zwei Uhr in der Maske erscheinen solle. Vucic sei, so Fisk, dem Angriff um 2.06 Uhr nur entgangen, weil er sich verspätet hatte.« (Schattenblick)

»"Seit gestern abend ist die Berichterstattung über die NATO-Angriffe eingeschränkt. Bilder von getöteten Zivilisten und verwüsteten Wohnhäusern", so meldete die ARD-Tagesschau am 27. Mai, "werden künftig nicht mehr zu sehen sein. Auf Druck der NATO-Länder wurden die Sendungen des serbischen Fernsehens über Satellit vom europäischen Satellitenkonsortium eingestellt."« (NATO-Tribunal)

2011

»Am 30. Juli 2011 bombardierte die NATO unter anderem den libyschen Fernsehsender Al-Jamahiriyar und tötete die anwesenden Journalisten. Die NATO erklärte damals ungeniert, sie hätte den Fernsehsender bombardieren müssen, denn er hätte „Terrorsendungen“ ausgestrahlt.« (HdF; Tagesschau)

2012

Am 2. Juni 2012 wurden die Satelliten Nilesat und Arabsat für das syrische Staatsfernsehen gesperrt. Unweit der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde am 27. Juni 2012 der Fernsehsender Al-Ikhbaryia von Freiheitskämpfern / Terroristen / Banditen / Bewaffneter Opposition (zutreffendes bitte unterstreichen) überfallen. Die Sicherheitskräfte, Techniker und drei Journalisten des Fernsehsenders wurden getötet. Die Anlage wurde durch Sprengsätze völlig zerstört. (Hinter der Fichte; Reuters)

2021

Am 15. Mai 2021 zerstört die israelische Luftwaffe das Al-Jalaa-Hochhaus im Gaza-Streifen. Das Gebäude beherbergte Büros von Al Jazeera und der Nachrichtenagentur AP (IDF; Wikipedia).

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Heisser Draht ins Jenseits

Endlich erscheint die auch in der DDR beliebte Trickfilm-Serie "Heisser Draht ins Jenseits" (Originaltitel: "Üzenet a jövőből - A Mézga család különös kalandjai") auf DVD.

Aus dem Wikipedia-Artikel der Serie: »Durch Zufall kann Familie Mezga aus Budapest mit einem alten Radioempfänger einen Kontakt zu ihrem entfernten Urenkel „Krümel“, der im 30. Jahrhundert lebt, herstellen. Fortan nimmt Familie Mezga Kontakt mit Krümel auf, wenn Missstände im Haushalt zu beklagen sind. Beispielsweise springt das Auto nicht an oder eine Familienfeier steht an und es ist unter Zeitdruck kein festtaugliches Essen zu bekommen. Die Entwicklung der Handlung beruht im Wesentlichen auf Missverständnissen zwischen Mezga und Krümel: ...«, s.a.:
http://www.zeichentrickserien.de/jenseits.htm

Amazon bewirbt die 13 Folgen ausdrücklich mit "Original DEFA-Synchronisation" ...., wenn das nichts ist! Auch die Wiederauflage der Fortsetzung "Adolars phantastische Abenteuer" (Originaltitel: "A Mézga család különös kalandjai") wird so beworben (nix mit "Archibald").

Bestellmöglichkeit: Amazon.de

Samstag, 2. Oktober 2010

Putsch gegen die deutsche Einheit II

Der Dokumentarfilm "Putsch gegen die deutsche Einheit" aus dem Hause Guido Knoop lief letzten Sonntag im ZDF. Die m.E. inhaltlich schlecht umgesetzte Doku über die Tage vor der Unterzeichnung des 2+4-Vertrages hat einen Ahha-Effekt ausgelöst ... sorry, bei mir dauert es gern etwas länger:

Die mutmaßlichen und tatsächlichen Putschisten von 1990 und 1991 waren allesamt Gorbatschow-Leute, die lediglich erkannten, auf das falsche "Pferd" gesetzt zu haben, nämlich auf die Union.

Während ihre konkurrierenden "Reformer" sich in den Teilrepubliken, vor allem Rußland selbst, die Pfründe sicherten und zu Lasten der Union massiv ausbauten, zerfiel "ihre" Union und sie sahen sich ins politische "Nichts" fallen. Das löste ihre inkonsequenten Aktionen aus. Gorbatschow selbst spielte - wie im Film auch deutlich gesagt wird - mit den Putschgerüchten, um seine Leute (wieder) um sich zu scharren und ggf. die eine oder andere Milliarde mehr vom Westen zu bekommen, um die Folgen seiner desaströsen Politik zu überdecken und z.B. Lohnzahlungen sicherzustellen.

Wenn ich noch dazu bedenke, daß die Putschgerüchte 1990 von lediglich zwei Majoren der Luftlandetruppen und einer ihrer Vertrauensleute im Obersten Sowjet geschürt wurden, dann weiß ich auch nicht, was ich von diesem Gerücht zu halten habe.

Mein Fazit: Es gab 1990 bereits keinen Akteur der Willens und Fähig war, die alten, sozialistischen Verhältnisse wieder herzustellen, alles was sich abspielte, waren Verteilungkämpfe innerhalb der Gorbatschow-Leute. Der Anschluß der DDR an die BRD war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr in Gefahr, es ging höchstens noch um den Preis - und hier auch nur noch um Peanuts.

In der DDR würde ich diesen "Point of no Return" auf den Sonderparteitag der SED am 9. Dezember 1989 legen, als die "Reformer" endgültig an die "Macht" kamen und Anfang des Jahres 1990 versuchten ihren am 4. November 1989 auf dem Alex artikulierten "Führungsanspruch" unter den gegebenen Bedingungen über eine Konföderation mit der BRD zu sichern.

Es ist zuzugeben, daß nicht allen Akteuren das damals wohl selbst so klar war.
Link: http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2010/09/putsch-gegen-die-deutsche-einheit.html

Samstag, 25. September 2010

Glauben lernen

Alles ist so einfach!

Wie schreiben die "Politischen" von der Bundeszentrale für politische Bildung so schön kindgerecht.: »Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wieder ein vereinigtes Land. In diesem Spezial haben wir verschiedene Angebote für euch zusammengestellt. Viel Freude beim Entdecken, Reisen, Raten und Spielen!« Sie verweisen auf:
http://www.hanisauland.de/spezial/deutsche-einheit

Klasse! Die 2-Staaten-Theorie, bei Nichterwähnung von 1/3 des Reichsgebietes und den Grenzen von 1937, ist endlich auch im Kinderzimmer angekommen! Dank meiner Steuergelder:
http://www.hanisauland.de/info/impressum.html

Übrigens, Ostberlin gehörte nie zur DDR ... wir wollen die Kinder schließlich nicht überfordern:
http://www.hanisauland.de/lexipopup/ddr.html (der obige Screenshot ist vom 22.09.2010)

Hier gehört Ostberlin plötzlich dazu ... schließlich muß die "Mauer" erklärt werden:
http://www.hanisauland.de/lexipopup/berlinermauer.html

Wunderbar, wenn sich Propaganda selbst genügt. Ein TV-Tipp von mir: "Operation Wunderland":
http://video.google.com/videoplay?docid=-7148407814022956011

Sonntag, 19. September 2010

Putsch gegen die Deutsche Einheit

Pünktlich zum 20. Jahrestag der "Deutschen Einheit" prasselt eine Flut von Propaganda - Sendungen auf uns nieder, in "meiner" Fernsehzeitung liebevoll als "Jubiläums-TV" bezeichnet. Da ich den 20. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik bereits aktiv erlebt habe, drängen sich Vergleiche gerade zu auf ;-)

In dieser Flut ragt ein Beitrag heraus, der es vielleicht - aufgrund des Inhalts, seiner ungünstigen Sendezeit und minimalistischen Erwähnung in "meiner" Fernsehzeitung - wert ist, hervorgehoben zu werden:

"Putsch gegen die deutsche Einheit" aus der öffentlich - rechtlichen Reihe "History" am Sonntag, den 26. September 2010, um 0.05 Uhr (also am Montagmorgen) im ZDF.

Der Film geht - lt. Ankündigung - der Frage nach: "Wollten sowjetische Militärs die Wiedervereinigung verhindern?" und "Was planten die Sowjets für den Fall X?". Klingt nach etwas für den Verstand und den DVD-Recorder. Mal sehen, was das Team von Guido Knopp in 25 Minuten wissenswertes zusammengetragen hat. Wie jetzt, Guido Knoop und wissenswert?! Mal sehen, was das ZDF dazu schreiben:

»Am 9. September 1990 erhalten sechs Regimenter russischer Fallschirmjäger den Befehl zur Eilverlegung nach Moskau - in voller Kampfausrüstung und mit scharfer Munition ... Die Fallschirmjäger beziehen strategische Stellungen rund um die Hauptstadt ... Nur drei Tage nach der Truppenverlegung steht die Unterzeichnung des Zweiplusvier-Vertrags an, mit dem Moskau der deutschen Einheit zustimmt ... ZDF-History untersucht, wie real die Umsturzgefahr schon im September 1990 war - und welche Konsequenzen ein früherer Putsch gegen Gorbatschow für den Prozess der Wiedervereinigung gehabt hätte.«

Schade, klingt auch nur nach Desinformation. Spannend wären die Ereignisse ein Jahr zuvor um den 9. November 1989 gewesen, vgl.:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2009/05/mauerfall-9-november-1989.html
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2009/04/vor-dem-mauerfall-wie-der-kremel-die.html
Vielleicht läßt sich ja etwas zwischen den Zeilen lesen. Hierzu empfehle ich bspw. "Botschafter der Angst" (MGM, 08.10.2010, 20.15 Uhr). In diesem Spielfilm aus 1962 wird von armen US-Korea-Heimkehrern berichtet, die von den bitterbösen Kommunisten einer Gehirmwäsche unterzogen wurden ... tragischerweise - und das wird nicht in diesem Film gezeigt - war es genau umgekehrt: u.a. heimgekehrte Kriegsgefangene wurden brutalem Menschenversuchen unterworfen ... von der CIA, Stichworte: Operation Artischocke, MKULTRA, BLUEBIRD.
Weiterführender interner Link:http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2010/10/putsch-gegen-die-deutsche-einheit-ii.html

Sonntag, 14. Februar 2010

Westfernsehen in der NVA

Für aktive Armeeangehörige sowie Bewerber für einen militärischen Beruf galten besondere Anforderungen an Wachsamkeit und Geheimhaltung, dazu gehörte auch, daß kein Westfernsehen oder -rundfunk - vorangig der Bundesrepublik und der Sender in Westberlin - empfangen wurde. Für jemanden, der den Kalten Krieg nicht mit erlebt hat, kann sich die Frage stellen: "Wie kann man durch das Sehen und Hören von Westfernsehen oder -rundfunk die Wachsamkeit und Geheimhaltung gefährden?" Hier soll der kurze Hinweis genügen: Desinformation (sog. "ideologische Diversion") und Agentenanweisungen.

Die Regularien für Empfang von "Westsendern" wurden ursprünglich in der Innendienstvorschrift - DV 010/0/003 - getroffen, s.a.:
http://home.snafu.de/veith/images/westtv.jpg

In dieser Dienstvorschrift in der Fassung von 1978 gab es eine "4. Änderung", die am 01.06.1988 in Kraft trat. Die darin enthaltenen Änderungen bezogen überwiegend auf den Abschnitt VII "Wachsamkeit und Geheimhaltung". Unter Ziffer 339 (5) wurde u.a. festgelegt:

"Dem Armeeangehörigen ist es grundsätzlich nicht gestattet; ...
h) aus nichtsozialistischen Staaten und Berlin (West) Rundfunk- und Fernsehsendungen in militärischen Objekten und Unterkünften, einschließlich Wohnheimen, Ferienheimen, Kureinrichtungen und Lazaretten der NVA zu empfangen sowie Daten-, Ton- und Bildträger und Druck- und Presserzeugnise in diese mitzubringen."


Damit war der Empfang von Westfernsehen (und -Radio) in den eigenen 4-Wänden nunmehr gestattet. In den Wohnsiedlungen der NVA wurden nach meiner eigenen Beobachtung daraufhin "hektisch" Kabelgräben geschaufelt, um den Fernsehempfang zu verbessern. Im übrigen wurde in den Jahren 1987 / 1988 das gesamte Thema "Wachsamkeit und Geheimhaltung" überarbeitet und offener gestaltet.

Hierfür gab es auch Veränderungen in der Dienstvorschrift zur "Wachsamkeit und Geheimhaltung": »Hinzu kamen politische Auswirkungen, die bereits mit den Änderungen der DV 010/0/009 im Jahr 1988 hinsichtlich der Erlaubnis, zu Hause "westliche Medien" empfangen zu dürfen, eingeleitet worden waren.« aus: "Die verdeckte Division" - Gedanken zur Formierung und Entwicklung der FO FAFK / FMTFK von Oberst Siegfried Zdebel, S. 79.

Mit den "Wendeereignissen" wurde die o.g. Ziffer 339 (5) der Innendienstvorschrift - wohl bereits am 10. November 1989 - als Sofortmaßnahme außer Kraft gesetzt bzw. verändert. Die Neueinberufungen dieses Monats dürften damit die Ersten gewesen sein, welche das volle Paket (West-) Fernsehen in Empfang nahmen.

Mittwoch, 4. November 2009

Freifliegen: Mit Interflug durch Ost und West

Es folgt eine Ankündigung von DDR-Luftfahrtforum@luftfahrt-eisenach.de:

»Freifliegen: Mit Interflug durch Ost und West

Der Dokumentarfilm "Freifliegen" erzählt die Geschichte von vier Stewardessen der Interflug, die bis zuletzt die einzige zivile Fluggesellschaft der DDR war.

Freifliegen ist eine turbulente Flugreise durch die romantische Vergangenheit und dynamische Gegenwart einer ehemals privilegierten Berufsgruppe. Vier standfeste Stewardessen und ein wagemutiger Pilot von Interflug, der einzigen zivilen Fluggesellschaft der DDR, heben noch einmal ab und erinnern sich an eine Zeit, in der Fliegen noch ein Ereignis war und Reisen über Ländergrenzen hinweg die Ausnahme für ein paar wenige.

Mit funkelnden Augen erzählen sie ihre Träume und Geschichten vom Fliegen, von der Liebe und von Grenzüberschreitungen zwischen Ost und West und damit ein kleines Stück deutscher Geschichte. Einige gehen noch regelmäßig in ihrem Traumberuf in die Luft, andere sind am Boden angekommen und hüten treu ihr Fliegerherz.

Sender: N3;
Sendung: Freifliegen;
Datum: Sonntag 08.11.2009;
Zeit: 01:45 Uhr bis 03:00 Uhr;
Showview: 1-593-359
VPS-Zeit: 01:45 Uhr;
Tonformat: Stereo«

Mittwoch, 5. August 2009

Klarnamen zum "Unsichtbaren Visier"

Bei der "ersten Staffel" der DDR-Fernsehsehrie "Das unsichtbare Visier" haben mir insbesondere die "argentinischen" Episoden gefallen: Dort trafen sich - über die "Rattenlinie" kommend - deutsche Weltkriegsflieger und trainierten die dortige Luftwaffe, konspirierten in Paraguay und bereiteten die westdeutsche Wiederbewaffnung vor.

Wer waren die dortigen "Hauptdarsteller" in Wirklichkeit? An wen könnten sich die Autoren und Fernsehmacher orientiert haben?

Ranghöchter deutscher Militär in Argentinien war m.W. der General der Jagdflieger, Generalleutnant Adolf Galland. Er war in der Zeit des Präsidenten Juan Peron als "Berater für Luftverteidigung" für die argentinischen Luftwaffe tätig. Dort arbeitete er mit dem im Film ausdrücklich erwähnten Stuka-Kommodore, Oberst Hans-Ulrich Rudel, aber auch mit dem Kampfflieger, Major Werner Baumbach (nicht Bredebusch! ;-)), und dem Chefkonstrukteur der Focke-Wulf-Werke, Professor Kurt Tank, zusammen.

Nach seiner Rückkehr nach Westdeutschland war Galland als möglicher Inspekteur der neuen Luftwaffe im Gespräch.

Link mit Auflistung einiger DDR-Kundschafter:
Vorbestellung der Teile I bis VIII der Fernsehserie bei amazon.de: Klick!

Der Trailer zum Film:

Donnerstag, 28. Mai 2009

Geheimnis Area 51 - MiGs im Sperrgebiet

Gestern Abend sendete arte den Dokumentarfilm "Geheimnis Area 51 - MiGs im Sperrgebiet", eine Gemeinschaftsproduktion des ZDF mit Russland, USA aus dem Jahr 2008, Dauer: 52 Minuten, unter der Regie von Dirk Pohlmann in Erstausstrahlung.

Über den militärischen Sperrbezirk "Nellis Test Range", in dem gemeinhin die "Area 51" verortet wird, erfährt man im Film herzlich wenig: Ein paar Wüsten - und Stacheldraht - Bilder, einen kurzen Hinweis auf die Test der U-2, A-12 Oxcart und Stealth - Technologie, das war es. Keine UFOs, kein Roswell, Gott-sei-Dank!

Dafür widmet sich der Film ausführlich den Beute - MiGs, die in dem geheimen Sperrbezirk getestet und als Teil der im Rahmen des Neusprech sog. "Aggressor - Staffel" der Ausbildung von US- aber auch israelischen Piloten dien(t)en. Die Existenz dieser Staffel wurde erst im Jahr 2006 offiziell zugegeben. Als Beweis für das Training israelischer Piloten liefert der Film ein Foto. Fazit des Films: Fast alle Luftsiege von US-Piloten gegen MiG-Piloten seien diesem Training zu verdanken. Insgesamt sollen rd. 5.000 Piloten diese spezielle Ausbildung durchlaufen haben.

Die Anfangs oft abenteuerlichen Wege, über die die Maschinen, meist mit Unterstützung des MOSSAD und via Israel, in US-Besitz gelangten, werden im Film spannend dargestellt. Später sollen Ägypten und -für mich überraschend - Indonesien massenhaft sowjetische Flugzeuge zur Verfügung gestellt haben. Die dargestellte Bandbreite reichte von MiG-15, -17, -21 bis zur -23. Was im Film fehlte, war die Erwähnung die ägyptischen Su-20, wovon zwei Stück später sogar im Luftwaffen-Museum, Berlin-Gatow, öffentlich zu sehen waren. Ebenfalls wurde die MiG-29 nicht erwähnt, die die USA sich vom 11. Januar 1991 bis 11. November 1992 von der BRD ausgeborgt hatte. Auch die israelischen Soldaten in Preschen nicht .... aber man kann nicht alles haben und es hätte den Rahmen des Films sicher gesprengt.

Im Film wurde von drei Abstürzen mit MiGs berichtet, wobei nur ein Pilot, der spätere Generals Herbert J. "Hawk" Carlisle, den Absturz überlebte. Hinzu kamen Ersatzteilprobleme, jedes Teil hätte "mit der Hand" einzeln angefertigt werden müssen. Damit dürfte die Zahl der ständig einsatzbereiten MiGs in den USA bei 5 bis 7 von max. 25 Maschinen gelegen haben. Gleichwohl dürfte ihre Bedeutung für das militärische Trainig nicht zu überschätzen sein. Gab es eigentlich eine vergleichbare "Staffel" in der UdSSR?

»Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann gelang es, unbekannte Hintergründe und geheime Operationen aufzudecken. Er befragte Zeitzeugen, die bisher nicht vor die Kamera getreten waren. Sein Film zeigt zum Teil einzigartiges Filmmaterial. Sogar die Erprobung sowjetischer Flugzeuge ist im Original zu sehen. Dirk Pohlmann hat für ARTE viele beim Publikum sehr erfolgreiche Filme mit militärischen Themen produziert, unter anderem "UFOs", "Lügen und der Kalte Krieg", "Hinter den feindlichen Linien - Geheimoperationen im Kalten Krieg", "Kriegsbeute Mensch - Wie Regierungen ihre Soldaten verraten"« (arte).


Wiederholungen:
30. Mai 2009 um 14.55 Uhr und 16.06.2009 um 10:50 Uhr

update (30.05.2009)
Der Filmemacher Dirk Pohlmann hatte sich bereits 2005 mit dem Thema "Area 51" im Film "Ufos, Lügen und der Kalte Krieg" beschäftigt. Auch dort beschäftigte er sich dankenswerterweise "nicht mit der leidigen Frage, ob es Ufos gibt, oder was sie sind. Er geht vielmehr der spannenden Frage nach, wie und zu welchen Zwecken die Ufo-Paranoia als Mittel der psychologischen Kriegsführung im Kalten Krieg bewusst gesteuert und eingesetzt wurde."
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20236/1.html

Freitag, 24. April 2009

Eine Zensur findet statt: Rottenknechte

Der Zensur ist es wesenseigen, daß dem Opfer der Zensur nicht mitgeteilt wird, was und inwieweit zensiert wird. Aus diesem Grund fiel es mir erst vor rd. 3 Jahren auf, daß der Fernsehfilm "Rottenknechte" von Frank Beyer bei seiner Ausstrahlung in der BRD von 5 auf 3 Folgen "eingedampft" wurde. Ich schrieb damals u.a.:

»Die letzten zwei Teile von "Rottenknechte" thematisierten die Einsätze der sog. "Schnellbootgruppe Klose" ... Unter Leitung des Kriegsmarine-Kapitänleutnants Klose wurden durch deutsche Besatzungen auf drei Schnellbooten von 1949 - 1955 auf insgesamt 15 Einsätzen Agenten in den baltischen Sowjetrepubliken und Polen angelandet, sowie Personen aufgenommen. Die ganze Sache stand unter Leitung des britischen Geheimdienstes. Wegen zu großer Gefährdung wurde diese Unternehmen 1955 beendet.

Bemerkenswerterweise schrieb die "Junge Welt" dazu schon über 5 Jahre vor der Erstausstrahlung im DFF am 29.10.1966: "In den letzten Monaten des Krieges wurde ein Schnellbootflottillenchef und Kapitänleutnant zum getreuen Abbild seines Kommodores, dessen "Rottenknecht" er vorher war. Wie (Kommodore) Petersen war er gerissen und hinterhältig, rücksichtslos und besessen. Für ihn und seine Rottenknechte war nach 1945 der Krieg gegen die Sowjetunion nicht zu Ende. Im Auftrage von Geheimdiensten führten sie in der Ostsee mit Schnellbooten die verschiedensten friedensgefährdenden Unternehmen durch." und dieselbe Zeitung am 19.11.1966 : "Nach Kriegsende blieb dieser Hans-Helmut Klose Kapitänleutnant. Er wechselte nur die Flagge und fuhr als Pirat, startete auf hoher See Provokationen, schlich sich heimtückisch von See her an die Küsten anderer Länder, setzte Agenten ab, nahm Banditen auf und testete im Auftrag seiner imperialistischen Auftraggeber, ob und wo im Küstenschutz der sozialistischen Länder schwache Stellen waren."

Klose nahm zu dieser Zeit bereits hohe Positionen in der Bundesmarine ein, ab 1968 war er Kommandeur der Schnellbootflottille, und in den siebziger Jahren bis 1978 dann sogar Befehlshaber der Flotte.«

Wie "teuflisch" der Fersehfilm wiederum war, erfahren wir im Artikel: "Der DEFA-Fernsehfilm »Die Rottenknechte«" (pdf) von Dr. Konteradmiral a.D. der Bundeswehr, Sigurd Hess, im "MARINEFORUM 3-2008". Dem Autor genügt die Reduktion von ca. 354 auf 191 Minuten nicht, er schreibt dazu: "Der Film wurde nach der Wende von den Fernsehredaktionen als so erfolgreich und gut bewertet, dass die Teile 1 bis 3 vom ORB und MDR 1992, 1999 und zuletzt am 05. Juni 2006 ohne jeden erläuternden Kommentar über den Propagandahintergrund und die massiven Tatsachenverfälschungen und ehrabschneidenden Lügen erneut gesendet wurden."

Aus Zensur spricht der Zensur gewöhnlich aus guten Grund nicht, Wissen kann Interesse wecken. Gute Anlaufpunkte, um zu erfahren, ob und ggf. inwieweit ein Film der Schere zum Ofer gefallen ist:
OFDB.de
Schnittberichte.de (selbst Opfer der Zensur, Ausweichlink setzte ich aus juristischen Gründen nicht).

update
Am 7. Juni 2013 sollen tatsächlich alle 5 Teile auf zwei DVD in der Reihen "DDR-TV-Archiv" erscheinen. Bestellmöglichkeit: Amazon. Allerdings werden "330 Minuten" angekündigt, die Originalspielzeit soll jedoch "340 Minuten" (60 + 63 + 74 + 83 + 60 min) sein ... ich hoffe, da ist nicht doch noch etwas der Schere zum Opfer gefallen!? Vielleicht ist es nur eine Angabe ohne Abspann ...


Interne Links:
Anfrage zum "Deutschen Minenräumdienst"
Eine Zensur findet statt
Killerspiele

Montag, 9. März 2009

Flimmerkiste: Krieg in den Wolken

Der TV-Sender "Phoenix" wiederholt offenbar jährlich sein Program, was aber hier zum Vorteil ist. So läuft wieder "Krieg in den Wolken - Luftspione über der DDR", ein Dokumentarfilm von John Goetz, Jan N. Lorenzen und Claudia Schön aus dem Jahr 2007.

* T * I * P *
Do, 12.03.09, 20.15 Uhr
Fr, 13.03.09, 07.15 Uhr
Fr, 13.03.09, 18.30 Uhr


Näheres zur Doku siehe:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2007/11/krieg-in-den-wolken-luftspionage-ber.html

Samstag, 17. Januar 2009

Das unsichtbare Visier

rbb FERNSEHABEND "Das unsichtbare Visier"

Der RBB sendet am Samstag den 21.02.2009 die ersten drei Folgen der Reihe:

20.15 Uhr Teil 1 "Der römische Weg"
22.05 Uhr Teil 2 "Das Nest im Urwald"
23.30 Uhr Teil 3 "Das Wasserschloß"

Weitere Infos zum Fernsehabend gibt es unter RBB-Online (PDF). Also, wer die ersten Folgen noch nicht haben sollte, den DVD - Recorder programmieren und generell viel Spaß beim anschauen!

update (22.02.2009)
Was für eine grauenvolle technische Qualität! :-((

Meine alten VHS-Aufzeichnungen, die fast 10 Jahre auf Magnetband "auf dem Buckel" hatten, bevor ich sie für mich auf DVD digitalisierte, hatten eine erkennbar höhere Qualität. Was hat den rbb wohl geritten? So kann man den Menschen Klasse - Filme, mit wichtiger Geschichts- Nachhilfe, natürlich auch verleiten ...

Dienstag, 23. Dezember 2008

Geistige Republikflucht

Immer wieder springen mich - als gelernten DDR-Bürger - solche Aussagen an, wie: »Die Mehrheit der DDR-Bürger nutzte die westdeutschen Programme vor allem als Kontrast zu ostdeutschen Informationen«, vgl. Hausarbeit.

Das ist die gleiche Mär, wie die nach "freien Wahlen" lechzende Volksseele. Natürlich gibt es zu allen Zeiten den Hardcore-Typ, der sich durch alle Nachrichtensendungen und Politikmagazine zappt. Er stellt aber immer eine verschwindene Minderheit.

Das Volk will SPIELE! Hier: Unterhaltungshows und Filme.

Folgerichtig heißt es in o.g. Hausarbeit auch »Die Mehrheit nahm die Nachrichten lediglich mit, da sie im Programm wegen ihrer Häufigkeit kaum übergangen werden konnten, weil das Radio sowieso nur als "Nebenbeimedium" lief oder man nicht den Beginn des Abendfilmes verpassen wollte.«

Womit wir beim "Verpackungsproblem" wären: Die Wühlarbeit und Einmischung, damaliger Originalton: "Ideologische Diversion", wohlfeil verpackt oder "Opium für's Volk".

Weiter heißt es »Als bedeutender erwies sich die Eskapismusfunktion [to escape = entfliehen; Veith] der Westmedien. Sie konnten am ehesten dem Wunsch der DDR - Bürger genüge leisten, ihnen zur medialen Flucht aus dem grauen und tristen Alltag der DDR zu verhelfen; mittels der Unterhaltungssendungen.«

Dann schauen wir auf die BRD-Realität, mit "Bastei" und 30 bzw. 60 TV-Kanäle, will sagen: Genügend "grauen und tristen Alltag" hat der Bundesbürger auch, jedoch tatsächlich mehr Möglichkeiten innerhalb des Systems zu flüchten.

Hier: "Opium des Volkes".

Links:
http://www.hausarbeiten.de/rd/faecher/hausarbeit/kog/21376.html
http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm

Dienstag, 2. September 2008

Die ARD, Putin und der Kaukasus

Die ARD hatte am 30. August 2008 ein Interview mit Putin ausgestrahlt und dabei entscheidende Wörter und ganze Passagen unterschlagen. Aus 27 Minuten wurden 10 Minuten. Dank Internet und russischsprachiger Interessenten wurde das publik. Die vollständige Fassung ist zwischenzeitlich auch auf dem ARD-Server und wird zu "Hauptsendezeit", nämlich morgen, den 03. September 2008 um 6.20 Uhr (sic!) ausgestrahlt.

Zum Nachlesen eignet sich m.E. am Besten die Seite: http://putin-ard.blogspot.com/, wo die ausgelassenen Wörter und Passagen kursiv dargestellt sind. Mach Dir selber ein Bild!

Am 21. August 2008 brachte RIA Novosti bereits eine Darstellung der militärischen Operationen aus russischer Sicht:"... russische Reaktion auf den Beschuss und die in der Nacht zum 8. August 2008 nachfolgende Invasion der georgischen Truppen ... Kampfgruppen der 58. Armee des Nordkaukasischen Militärbezirks rückten vor, um den Friedenstruppen zu helfen.

Schon in der Nacht des 8. August erschienen die ersten Nachrichten über Schläge der Luftwaffe gegen die georgischen Truppen. Viele Militärfachleute sind der Meinung, dass die südossetische Bürgerwehr nur deswegen den ersten Sturmangriff auf Zchinwali abwehren konnte. Nachmittags entfalteten sich die russischen Landstreitkräfte in der Umgegend der Stadt: Die ersten Manövergruppen rückten bis Zchinwali vor und nahmen das Gefecht auf. Sofort kam es zur "Rollenverteilung":

In den Ortschaften kämpften die örtlichen Bürgerwehr- und Freiwilligenverbände, während die russischen Truppen nur dann ins Gefecht eingriffen, wenn mehr oder weniger bedeutende georgische Kräfte hinzukamen, denen die Milizen nicht gewachsen waren. Außerdem übernahm Russland die Bekämpfung der georgischen Artillerie, und seine Fliegerkräfte begannen mit Angriffen gegen die Infrastruktur der Rückwärtigen Dienste Georgiens. Unterdessen übernahmen russische Spezialeinheiten die Aufgabe, georgische Spezialeinheiten zu neutralisieren. Laut vorliegenden Informationen konnte gerade dank der russischen Spezialeinheiten die Sprengung des Roki-Tunnels durch georgische Saboteure verhindert werden. Durch den Tunnel verläuft die größte Autostraße zwischen Russland und Südossetien. Seine Sprengung hätte die Operation aufs Äußerste erschwert, denn die übrigen Straßen genügen den Ansprüchen nicht.

Die Kämpfe im Raum Zchinwali dauerten drei Tage und Nächte. Am Ausgang des dritten Tages war die georgische Artillerie entweder vernichtet oder zum Räumen ihrer Positionen gezwungen, das georgische Heer verließ die Stadt. Es sei darauf hingewiesen, dass die russische Armee im Zuge der ganzen Operation an mehrere politische Beschränkungen gebunden war, die den Einsatz schwerer Waffen gegen Ortschaften untersagen. Dies erschwerte die Bekämpfung des Gegners beträchtlich. Im Verlauf der ganzen Operation - inklusive bis zum 12. August - führten die russischen Fliegerkräfte Angriffe gegen die Militärinfrastruktur Georgiens durch und nahmen so den georgischen Streitkräften die Möglichkeit, den Krieg fortzuführen. Bei der Operation wurde auch die Flotte eingesetzt: Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte begannen, längs der Küste Abchasiens und Georgiens zu patrouillieren.

Am 11. August hörte die georgische Armee auf, als organisierte Kraft zu bestehen. Die ganze Welt sah die TV-Bilder der Flucht der georgischen Soldaten aus Südossetien, Gori und anderen Gebieten. Die Einheiten flohen südwärts, hauptsächlich in den Raum Tiflis, und ließen die Kampftechnik zurück. Inzwischen weiteten die russischen Streitkräfte gemeinsam mit abchasischen und südossetischen Formationen die Kampfhandlungen auf das Kernterritorium Georgiens aus, bemächtigten sich der liegen gelassenen Kriegstechnik und zerstörten die letzten Überreste der Militärinfrastruktur. Am 12. August gab Dmitri Medwedew den Abschluss der Operation bekannt.

Der Fünftagekrieg hat sowohl die Stärken als auch die Schwächen der russischen Armee vor Augen geführt. Positiv einzuschätzen sind einerseits das hohe Tempo des Vorrückens sowie die Methode und Planmäßigkeit der Niederhaltung des georgischen Artilleriebeschusses und der Bekämpfung der Infrastruktur der Rückwärtigen Dienste sowie die Handlungen der russischen Kommando- und Stabsstrukturen auf allen Ebenen. Andererseits wurde eine Reihe von Mängeln offenbar: die ungenügende Niederhaltung der georgischen Luftverteidigung und Luftwaffe, das Fehlen neuester Waffensysteme und moderner Kampftechnik sowie das schwerfällige System der Nachrichtenübermittlung. Teilweise gab die russische Militärführung diese Mängel sogar zu. So gestand Generaloberst Nogowizyn, der während der ganzen Operation der Presse zur Verfügung stand, offen, dass der Verlust einer Tu-22MR-Maschine die Mängel in der Gefechtsausbildung der Luftstreikräfte veranschaulichte."

update (04.09.2008)
Das Nachrichtenmaganzin Russia Today veröffentlichte heute ein Video, das von einem georgischen Soldaten am 08. August 2008 beim Einmarsch in Цхинвал selbst gedreht wurde: Die Zerstörung von zivilien Wohnhäusern, wie beim Video-Spiel ... :-((

Sonntag, 29. Juni 2008

Flimmerkiste

Nicht vergessen: Die Fortsetzung von "Die Lebenden und die Toten",

"Man wird nicht als Soldat geboren",
kommt im MDR FERNSEHEN am Montag, den 30.06.2008, 22:50 Uhr!

Beide Filme sind auch käuflich zu erwerben, vgl.:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/04/neu-auf-dvd-sowjetische-militrfilme.html

Samstag, 21. Juni 2008

Flimmerkiste

* Die Lebenden und die Toten

Der Film (Живые и мёртвыe) ist ein zweiteiliger Spielfilm nach dem gleichnamigen Roman von Konstantin Michailowitsch Simonow. Der Korrespondent einer Soldatenzeitung Iwan Sinzow befindet sich zu Kriegsbeginn in Urlaub. Er schließt er sich einem Regiment an, das den Kampf fortsetzt und schließlich eingekreist wird. Mit Serpilin als Regiments- und schließlich Divisionskommandeur brechen die Überlebenden aus dem Kessel aus .... (Wikipedia)

Länge: 148 /in der DDR 195 Minuten!
FSK: ab 12
Erstaufführung: 6.11.1964 DDR/20.11.1964 Kino BRD/5.5.1972 DFF1
Darsteller: Ljudmila Krylowa als Tanja Owsjannikowa, Juri Dubrowin als Solotarjow, Ljudmila Ljubimowa als Mascha Sinzowa, Oleg Jefremow als Panzersoldat Iwanow, Kirill Lawrow als Sinzow, Anatoli Papanow als Serpilin (Filme von A-Z)

Nächster TV-Termin:
Montag, den 23. Jun 2008, 22:50 - 02.00 (offenbar die "uncut" DDR-Fassung!), mdr

* Die Fortsetzung von "Die Lebenden und die Toten": "Man wird nicht als Soldat geboren" kommt im MDR FERNSEHEN am 30.06.2008, 22:50 Uhr! Es ist dem mdr hoch anzurechnen, daß er wohl als einziger deutscher Sender, dem Überfall auf die UdSSR hiermit gedenkt!

Der Film ist mit seiner Fortsetzung auch käuflich zu erwerben, vgl.:

Samstag, 12. April 2008

Flimmerkiste

Bevor der Blitz einschlägt (DDR, 1959)
Ein Reporter wird in die Produktion geschickt, um einen falschen Artikel richtig zustellen, u.a. mit Horst Drinda, Manfred Krug und Rolf Herricht sowie Herwart Grosse.
-> Montag, den 14.04.2008, 22.50 - 0.20 Uhr, mdr