Montag, 5. November 2007

Geschichte(n) meiner Einheit

Da die Aktualisierung von "DDR-Luftwaffe.de" inzwischen deutlich zu lange dauert, biete ich hier die Möglichkeit, die für das Web bestimmten
  • Anregungen,
  • Kommentare,
  • Geschichte(n)
direkt selbst und vorab zu veröffentlichen. Die Einarbeitung in die "DDR-Luftwaffe.de" erfolgt dann wie gewohnt - später.

Kommentare:

  1. Zum Bericht des Technikers / Oberleutnant (ohne Namen) über das "Seeschießen" möchte ich eine Korrektur einbringen:
    Der junge Flugzeugführer hat die Seeziele vor Peenemünde aufgrund schlechter Vorbereitung und Einweisung nicht gefunden und ein anderes Schiff beschossen. Alle 3 Raketen haben getroffen, hatten aber keinen Sprenkopf. Der Flugleiter war lt. DV berechtigt, den Angriff zu erlauben, denn die Ziele waren frei. Auch ist laut Dienstvorschrift allein der Flugzeugführer für die Auswahl des richtigen Zieles verantwortlich. Trotzdem wurde der Flugleiter vom Vorsitzenden des Verteidigungsrates E. Honecker mit einer Verwarnung wegen Vernachlässigung der Dienstpflichten (beinahe Degradierung) und mit der Aberkennung der Flugzeugführer - Leistungsklasse 1 für ein Jahr bestraft worden, weil ein höherer Dienstgrad als Sündenbock für diesen Vorfall dienen musste. Der junge Flugzeugführer erhielt lediglich einen Verweis, wurde nicht degradiert oder enlassen. Anfragen auch zu weiteren Vorgängen im JG-1 beantworte ich gern per Mail an karl.koerschner@t-online.de.

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    1. Wenn ich Ihren Bericht hier lese kommt er mir sehr vertraut vor. Ich kenne diesen Vorfall vom Erzählen meines Vaters und glaube, dass dies mein Vater war, der junge Flugzeugführer.

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  2. Jak-18-Flugzeug-Unterflug durch das Blaue Wunder (Dresden)

    Eine unbekannte Episode der NVA-Militärgeschichte der DDR

    Peter VEITH (Potsdam) führt im episodialen Bereich seiner umfangreichen Internet-Präsenz „DDR-Luftwaffe. Strukturen, Geschichte und Bilder“ u. a. die Artikelrubrik „Das Blaue Wunder“ , in welcher Gerd BONIN vermerkt:

    „...Und dann gab es noch die Geschichte mit (dann OSL) Herrn Becker, Fluglehrer OHS Bautzen, der 195... mit der Jak-18 unter dem Blauen Wunder in Dresden durchgeflogen ist. Vielleicht kennt die einer genauer als ich nur vom Hörensagen.“


    Daraufhin antwortet Maik EBERT in Ergänzung- „Mein Opa hat es mir mal erzählt: Also es war im Jahr 1953 oder 1954, als eine Jak-11 – nicht Jak-11- (EBERT wollte hier vermutlich schreiben „...eine Jak-11 – nicht Jak-18“, Anmerkung Michael Schröpfer), unter das Blaue Wunder hindurchflog...doch keiner konnte so richtig die Kennung ausmachen, weil alles zu schnell ging. Es gab aber auch keine Vermutungen, wer das gewesen sein könnte, weil zu dieser Zeit die Ostdeutschen und die Russen die Jak-11 geflogen sind. Somit kam bei den Untersuchungen nichts raus. Der Pilot, der die Maschine steuerte, hat sich jedoch zum Silvester 1955/56 nach reichlich Alkohol als derjenige geoutet, der unter dem Blauen Wunder durchgeflogen ist. - Ein anderer hat den Piloten dann ‚verpfiffen’ und ihm wurde für einige Zeit die Fluglizenz entzogen.“

    Beiden Beiträgen von BONIN und EBERT widerspricht nun meine Kenntnis der Darstellung dieser Episode durch Horst SCHRÖPFER (Weimar), welcher im Sommer 1956 als Offiziersschüler bzw. Offiziersanwärter des 1. Dienstjahres an der Offiziershochschule (OHS) der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee (NVA) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Kamenz gedient hat.

    Demnach wurde ein gewisser Hauptmann HERWIG in diesem Zeitraum in die infanteristische Grundausbildung der Offiziersschüler des 1. Diensthalbjahres der OHS Kamenz strafversetzt, nachdem er zuvor an einem Wochenende mit einem Flugzeug des Typs „Jak“ von Kamenz aus in Richtung Dresden gestartet war.

    SCHRÖPFER geht aus heutiger Sicht davon aus, dass es sich bei dem Flugzeugtyp nicht – wie EBERT meint – um eine Jak-11 gehandelt haben kann, da diese Maschine, ausgestattet mit einem 800- PS- Motor, zwei MGs und entsprechende Vorrichtungen für Bomben bzw. Geschosse, so am Flugplatz der Militäreinrichtung an Wochenenden nicht frei zugänglich gewesen sein dürfte.

    Vielmehr vermutet SCHRÖPFER den Flug HERWIGs mit einer Jak-18, welche als Schulflugzeug den entsprechenden Fluglehrern und somit auch HERWIG immer zur Verfügung stand.

    Mit dem Erreichen Dresdens unterflog HERWIG das Blaue Wunder, was von der Polizei in Dresden zeitnah registriert wurde und zu einer direkten Information an das Wehrbezirkskommando Dresden führte.

    Der damalige Standortkommandant der Offiziershochschule Kamenz befand sich zu diesem Zeitpunkt in Dresden und erfuhr somit unmittelbar von dem besondern Flugvorkommnis.

    HERWIG wurde im Zusammenhang mit seinem Rückflug von Dresden nach Kamenz auf dem dortigen Flugplatz bereits erwartet und nach seiner Landung inhaftiert.

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  3. Hallo Leser.
    Ich war von 05/78 bis 04/81 an der U-Schule Bad Düben. Nach der Ausbildung in der 310.kompanie blieb ich beim Stammpersonal und ging in die TDZ (VS-Objekt) und beschäftigte mich mit der Raketenbewaffnung der MiG-21. Gerät IS und 310A. Wir waren 4 Uffze, ein Fähnrich (Haag?),ein Hauptmann (Hallig?)under der Major Kopp?. Als Ausbilder des Zuges fungierte ein Major Walter. Da ja Keiner so einfach ins VS-Objekt kommen konnte und wir 4 Uffze meist allein waren, außer bei der Ausbildung der Schüler, musste man sich so manchen Zeitvertreib einfallen lassen. Stundenlange Kontrollen der Technik, Umräumarbeiten,Erstellung von Schautafeln, Zeitungslesen udgl. Der ultimative Kick für mich war ein Arbeitseinsatz im Vogtland von 12/80-03/81. "Die Schneelast schlug dem Walde Wunden. Steh nicht beiseit, hilf Ihm gesunden". Kennt noch jemand aus den LSK/LV den Einsatz in Grünbach/Vogtland???
    Im Alltag in Dad Düben wurden wir Uffze meist sich selbst überlassen. Vom Freitag Abend bis Montag Früh war dann Eigeninitiative gefragt.
    Kennt noch jemand diese Zeit?
    Thomas Henschke
    thomashenschke@gmx.de

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  4. Hallo,
    soweit ich informiert bin, gab es in der DDR niemals eine "Luftwaffe". Es gab die Luftstreitkräfte. Die "Luftwaffe" gab es nur in Nazideutschland und der BRD!
    Bitte korrigieren!
    Frank

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  5. http://home.snafu.de/veith/impressu.htm
    Wer sich über die Domäne www.DDR-Luftwaffe.de, d.h. über den Begriff "Luftwaffe" ärgert, dem sei gesagt: Damit gebe ich auch den Menschen aus den gebrauchten Ländern eine faire Chance meine Seiten zu finden. Das gleiche gilt für die junge Generation, wo selbst den politisch / geschichtlich Interessierten Wörter wie "RIAS" nichts mehr sagen .... Übrigens empfange ich sie auch nicht mit Worten wie "Je stärker der Sozialismus, desto sicher der Frieden" - obwohl es die reine Wahrheit ist - sie dürfen nicht verschreckt werden ;-)) Der Begriff "Luftwaffe" wird bei mir lediglich im Zusammenhang mit der Domäne verwendet, ansonsten heißt es exakt "LSK/LV", zumindest was die Zeite ab 1957 betrifft.

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  6. Ich war bis 4 1990 in der 43. und wurde persönlich von Oberstleutnant Kop.........in Unehren Entlassen und Degradiert also kein buntes Tuch und kein Orden hab mir dadurch weitere 1 1/2 Jahre gespart alles richtig gemacht ich glaube die Geschichte von Sanitz hat nicht all soviel unehrenhafte , es wäre bestimmt auch anders gelaufen wen es nicht 1990 wäre

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  7. In Strausberg hat sich eine kleine Gruppe ehemaliger Angehöriger der Funktechnischen Truppen gebildet, die an einem Buchprojekt zur Geschichte der Funktechnischen Truppen arbeitet. In diesem Buch soll zugleich ein breiter Kreis ehemaliger Angehöriger der FuTT zu Wort kommen und aus persönlichem Erleben vom Soldatenalltag in dieser Waffengattung berichten.
    Vielleicht können auch Sie sich mit einem Beitrag an diesem Buch beteiligen.
    Näheres finden Sie im Internet unter www.futtpage.de

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  8. Sagt mal, seid Ihr eigentlich noch bei Sinnen. Privat koennt Ihr durchaus alles aeussern, aber offiziell geht das doch garnicht. Seid froh, das ihr staatliche Rente bezieht und Euch niemand fuer die aktiven Jahre bis 1990 belangt. Ihr wart doch selbst aktive Mitgestalter.

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  9. Hallo, suche noch ehemalige Kameraden vom Fallschirm und Rettungsdienst aus der Zeit von 1974 - 1993, Bautzen,Kamenz und Brandenburg. Euer Wolfgang Fröhlich
    E-Mail: Baffi3-Jens@web.de

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  10. Hallo, tolle detaillierte Seite bitte macht weiter so.
    Eine kleine Ergänzung zum KHG3 (67), Absturz der Mi 24 Nr.:512. Die Maschine war bei dem Absturz von Meiningen nach Steinheit unterwegs. Zuvor waren beide Maschinen zusammen von Cottbus nach Meiningen zum DHS verlegt worden. Die 512 wartete wegen dem Nebel ein Tag in Meiningen, bis sie nach Steinheit aufbrach. Als AG- Fahrer hatte ich die Maschine angelassen, war somit der letzte mit denen Sie Kontakt hatten. Das ganze hatte uns auch schwer getroffen zumal ich mit dem Leitoffizier einem junger sehr stolzen Vater den Abend zuvor zusammengesessen hatte. Auch die Besatzung war bei uns beliebt, weil Sie sehr kameradschaftlich und nicht distanziert war. I. Gerlach Uffz. FTK 1983-1986
    PS: bei der 424 war ich auch gerade dort.

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  11. Guten Abend,

    tolle Seite. War von 1981 - 1984 in der 2 Jagdfliegerstaffel des JG 9 in Peenemünde.
    Kann die aufgelisteten Verluste bestätigen.

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  12. Ich war am 23.03.1971 für ein Monat dort in der Holzbaracke gedient.

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  13. Ich diente von 1970-1972 in der III.JS im JG7 als OM E-Spez. Vor 3 Jahren verbrachten wir eine Woche Urlaub im Spreewald (unbedingt zu empfehlen). Von dort war's nicht allzu weit zum ehemaligen Flugplatz Jänschwalde. Im dortigen "Tower" (muss wohl in der Nähe der früheren "Vorstartlinie" gewesen sein) hatte ich Kontakt zu einem Mitarbeiter dieser Einrichtung und dieser wiederum führte uns zu dem kleinen "Museum". War alles sehr liebevoll gestaltet, ich muss aber sagen, dass ich mich doert nun überhaupt nicht mehr zurechtfand. Trotzdem auch an dieser Stelle recht herzlichen Dank dafür.

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  14. Hans-Dieter Stange13. Oktober 2016 um 21:18

    Von 1975 bis 1977 war ich Zugführer des Spezialtransportzuges der TA der 43. Fla-Raketenbrigade in Sanitz. Kdr. der TA war Major Pett, mein KC Oltn. Butzlaff, der ZF des ersten Zuges Ltn. Kratzer, dann Ltn. Albert, Hfw. war Fähnrich Walter. War eine tolle Zeit, denke gern daran zurück, vor allem an die vielen Kameraden wie Hptm. Teichmann, Oltn. Schilwe, Major Kreuchauf u.v.m. Voriges Jahr war ich dann nach 28 Jahren in Sanitz. Als mich der diensthabende Offizier sah, kam er ans Tor und nachdem er erfuhr, was mich dorthin trieb, öffnete er es und machte mit mir einen Rundgang. Vorbei am Stabsgebäude, Med.- Punkt, "Bullenkloster" (Ledigenwohnheim)zum Kompaniegebäude. Sogar bis zum Raketenbunker gingen wir, lediglich mein Betankungsarbeitsplätze waren nicht zugänglich. Ich war echt ergriffen! Danke nochmals an den freundlichen jungen Leutnant!

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  15. Ich war auch mal Angehöriger Der 1.LVD im FtB-1. Stamme eigentlich aus Südwestdeutschland - bin jedoch weitestgehend in der ehemalgn. DDR sozialisiert worden. Was hier beschrieben wird, ist Blödsinn.

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    1. Wenn Du den "Blödsinn" etwas mehr konretisieren könntest ... was meinst Du mit "ehemalgn. DDR"? Nach 1990 als BWler zugezogen?

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