Sonntag, 29. Juni 2008

Struktur MHG-18

Das Marinehubschraubergeschwader - 18 (MHG-18) verfügte ab Dezember 1986 auch über eine 3. Staffel, die aus dem Personal der 2. Staffel gebildet und von mir noch nicht "richtig" gewürdigt wurde. Staffelkommandeur war Fregattenkapitän Zeschmann. An Technik standen dieser Staffel sechs Mi-14 BT zur Verfügung.

Die zweite und dritte Staffel des MHG-18 strebt offenbar auch ein reges Traditionsleben an, wie das erste Staffeltreffen 2004 nahelegt. Es nahmen immerhin 93 Ehemalige teil. Die Leihe der Truppenfahne soll vom Militärhistorischen Museum Dresden verweigert worden sein.

Siehe auch:
Danke Torsten!

Flimmerkiste

Nicht vergessen: Die Fortsetzung von "Die Lebenden und die Toten",

"Man wird nicht als Soldat geboren",
kommt im MDR FERNSEHEN am Montag, den 30.06.2008, 22:50 Uhr!

Beide Filme sind auch käuflich zu erwerben, vgl.:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/04/neu-auf-dvd-sowjetische-militrfilme.html

Mandela soll von US-Terrorliste gestrichen werden

Tja, ich gehörte auch zu denen, die mindestens einmal völlig unbedarft dem Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela zugejubelt haben - einem Terroristen! Damit soll nun Schluß sein, wie der österreichische Standard gestern Abend meldete: "Mandela soll von US-Terrorliste gestrichen werden".

Weiter heißt es in der Online-Ausgabe dieser Zeitschrift: "Washington - Unglaublich, aber wahr: Der Friedensnobelpreisträger und ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela muss bei der Einreise in die USA immer noch eine Spezialgenehmigung des Außenministeriums beantragen, um zu beweisen, dass er kein Terrorist ist. Auch die aktiven Politiker der südafrikanischen Regierungspartei ANC sind davon betroffen. Damit soll nun endlich Schluss sein. Beide Häuser des Kongresses haben Präsident George W. Bush am Freitag ein entsprechendes Gesetz zur Unterschrift zugeleitet."

Vermutlich ein Geschenk zu seinem 90. Geburtstag. Wir wußten es in der DDR ja schon immer: Erst als Rentner kann man ungehindert reisen und wenn man sich wie hier erst so spät aufs Altersteil zurückzieht, kann auch einem "Terroristen" erst spät geholfen werden ;-)

Puhhh, Glück gehabt!

EDIT (06.07.2008)
Es ist vollbracht! Kurz vor seinem 90. Geburtstag wurde Nelson Mandela und seine Partei, der ANC, von der Liste terrorverdächtiger Personen bzw. Terrororganisationen gestrichen.

Durch wen? Durch den US-Präsidenten natürlich, denn der bestimmt, wer Terrorist ist oder nicht. Und die für mich maßgeblichen EU-Terrorlisten? Ich gehe mal davon aus, das diese "harmonisiert", sprich: abgeschrieben sind. Wer die Macht hat, setzt das Recht.

Jetzt kann Mandela als Polit-Rentner frei und ungehindert reisen, wie weiland die DDR-Rentner. Sei es ihm gegönnt!

Samstag, 28. Juni 2008

Anti-Pädophilen-Test

Die Welt wird immer absurder und die Regulierungs-, Überwachungs- und Präventionswut kennt keine Grenzen mehr ...

Laut einem Bericht des London Telegraph wird sich ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung in Großbritanien "der Prüfung einer neu gebildeten Regierungsbehörde unterziehen müssen, um jedweden physischen Kontakt mit Kindern unter 16 Jahren, darunter auch der eigene Nachwuchs, zu haben" (infokrieg.tv).

In einem Beispiel wurde einem Vater "giftige Blicke" von einer Gruppe Mütter zugeworfen, als er alleine mit seinem Kind schwimmen gegangen war. Da fiel mir gleich wieder eine etwas ältere Geschichte ein:

Mich wollten man mal in der BRD nicht mit Sohnemann in die Sauna lassen. Begründung: Es wäre "Familiensauna" und da gehöre eine Frau dazu. Und da der liebe Nachwuchs nicht mehr mit im Ausweis steht, könne man ja nie wissen ... nach einer kurzen, aber heftigen Diskussion haben die beiden alten Damen mal eine Ausnahme gemacht ... Zum Glück hatten die beiden begnadeten Blockwarte noch kein Gesetz / Verordnung hervorzaubern können, sondern lediglich nach ihrem "gesunden Menschenverstand" gehandelt, wird aber :(

Montag, 23. Juni 2008

Die Fahnenweihe

Wenn der "Spiegel" nicht einem Fake aufgesessen ist, hat die bundesdeutsche Nachrichtensendung "Tagesthemen" am 21. Juni 2008 abends die deutschen Nationalfarben durcheinander gebracht.

Spiegel-Zitat: "Während Buhrow einen Bericht über das bevorstehende EM-Halbfinale anmoderierte, waren zwei Fahnen eingeblendet - eine rote mit Stern und Halbmond und daneben eine rot-schwarz-gelbe. Rot-schwarz-gelb? Welches Land war das doch gleich?" Während die Sendung angeblich gleich aus der ARD-Mediathek entfernt wurde, sei bei Youtube noch ein Schnipsel des Beitrages online: http://de.youtube.com/watch?v=NIlW25XFtus

Da fiel mir doch - auch angesichts der EM-beflaggten Pkws - ein Gedicht des Publizisten, Landwehroffiziers, Barrikaden-Kämpfers und subversiven Elementes August Braß mit dem Titel "Die Fahnenweihe" ein (aus dem Gedächtnis):

"Auf Schwarz - Rot - Gold, da hofften wir,
das sollt die Freiheit tragen.
Da schlugen wir, da siegten wir,
hoch flatterte das Reichspanier -
in jenes Märzes Tagen.

Oh, Schwarz - Rot - Gold, in Nacht und Graus,
mußt sich dein Schimmer trüben.
Das Gold der Freiheit, stahl man uns daraus,
das Schwarz, werfen wir selbst heraus -
das Rot ist nur geblieben.

Drum laßt uns denn, mit frischem Mut,
das Banner neu uns färben,
wir färben echt, wir färben gut,
wir färbens mit Tyrannenblut -
diesmal, soll`s nicht verderben!"

Das nun ausgerechnet die Tagesthemen den ersten Schritt gehen sollte, will mir aber nicht so recht einleuchten .... ;-)

Sonntag, 22. Juni 2008

Rote Flieger

Aus gegebenem Anlaß erinnerte ich mich wieder an dieses Lied:

Rote Flieger (Roter Luftflotten Marsch)
музыка — Юлий Хайт автор текста не установлен

Wir sind geboren, Taten zu vollbringen,
zu überwinden Raum und Weltenall,
auf Adlers Flügeln uns empor zu schwingen
beim Herzschlag sausen der Motoren Schall.

Ref.: //: Drum höher und höher und höher,
wir steigen trotz Haß und Hohn.
Ein jeder Propeller singt surrend (das Lied):
Wir schützen die Sowjetunion. : //

Wir reißen hoch die Riesenapparate,
mit festem Griff die Hand das Steuer hält,
so kreiset, wachend über Sowjetstaate,
die erste rote Luftarmee der Welt.

Ref.

Ein jeder Atem, jeder unsrer Blicke,
erfüllt ist jede Faser mit Entscheid —
was man uns für ein Ultimatum schicke:
Wir sind zur Antwort jederzeit bereit.

Ref.

nach: http://mai.exler.ru/mailogo/aviamarch/german.html

Während das Lied an der U-Schule recht beliebt gewesen sein soll, sangen an der OHS das komischerweise nur die "Rotkehlchen" (zukünftige Politoffiziere). Eingeprägt hat es sich mir dennoch, besonders, weil die Offiziersschüler im letzten Studienjahr Sonntagmorgens fein auszuschlafen versuchten, aber die "Rotkehlchen" mit Marschgesang zum Frühstück sind ... häßliche Szenen haben sich da abgespielt ;-) :-D

Hier die "Interpreten-Version": http://mai.exler.ru/mailogo/aviamarch/rote-flieger_roter-luftfloten-march_1930.mp3 (2:19; моно; 2,2 Мб; Запись 1930 г.)

Samstag, 21. Juni 2008

Merksprüche

Nachdem ich mir die Sprüche von Deutschland, Struck und der Hindukusch gemerkt habe, fiel mir folgender auf. Wer ihn in Person spruch, ist mir leider nicht überliefert:

"Was die sogenannte DDR und ihre Regierung betrifft, handelt es sich dort nicht einmal um einen eigenständigen Staat. Diese sogenannte DDR ist niemals staatsrechtlich anerkannt worden. Es gab ein einheitliches Deutschland, von dem ein gewisser Teil von einer Verbrecherbande besetzt war. Es war jedoch aus bestimmten Gründen nicht möglich, gegen diese Verbrecher vorzugehen, aber das ändert nichts daran, daß es ein einheitliches Deutschland war, daß selbstverständlich ein einheitliches Recht dort galt und auf die Verbrecher, wartete."

Protokoll des 1. Forums des Bundesministers der Justiz vom 9. Juli 1991 im Sonderheft der Zeitschrift für Gesetzgeber S. 41

M.E. nur getoppt durch: "Sie, meine Damen und Herren, haben als Richter und Staatsanwälte bei dem, was noch auf uns zukommt, eine ganz besondere Aufgabe ... einen wesentlichen Teil müssen Sie leisten, alternativlos. Ich baue auf die deutsche Justiz. Es muß gelingen, das SED-Regime zu delegitimieren."

Aus der Begrüßungsansprache des damaligen Bundesministers der Justiz, Klaus Kinkel, vor dem 15. Deutsche Richtertag am 23.09.1991 in Köln. Veröffentlicht in: Deutsche Richter Zeitung, Heft 1/1992, S.5. Zitiert aus: "Die Sicherheit", S. 56/217