Sonntag, 28. Juni 2009

Paris-Air-Show 2009, Le Bourget - Nachlese II

Nach ruhiger Heimfahrt und den ersten Tage am gewöhnlichen Arbeitsplatz, noch eine paar Fotos von der "Paris Air Show 2009" in Le Bourget:

Als erstes eine Air Tractor AT-802, die N4247U mit reichlich Bewaffnung .... zu mehr als Partisanen- / Banden- / Terroristenbekämpfung wird sie jedoch nicht gut sein:

Air Shows sind immer schwer mit Rüstungsfirmen und dem Militär verbandelt, da ist es nicht unbedingt leicht, etwas unmilitaristisches zu finden ;-)Nun gut, schwer ist es nicht wirklich. Jeder setzt bei einer solchen Show nur andere Schwerpunkt:

Das häufige schleppen und bugsieren der Maschinen von und zu den Flugvorführungen war aus verschiedenen Gründen nicht ohne Reiz ... wenn man auf Uniform steht :-D

Die Breitling Super Constellation kennen wir auch von der ILA ... Übrigens, mir hat die Paris-Air-Show (gibt es seit 100 Jahren!) sehr gut gefallen, ich kann aber auch die ILA nun besser ein- und überhaupt schätzen. Vor allem, daß ich in Le Bourget als "Normalo" Start und Landung weitgehend nur auf der Leinwand verfolgen kann, ist in meinen Augen ein großes Manko!

Ein Blick in die Schubdüse des Triebwerkes M88-2 für die Rafale. Erster Probelauf war im September 2009, es soll bei den französischen Streitkräften in 2011 eingesetzt werden .... dieses "Carbon" scheint Affenge*l zu sein, bildete zu meiner Zeit noch nicht die Schubdüsen.

Freund "Google" gab mir Hinweise auf Carbon / Carbon (C/C) sowie kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) oft in Verbindung miteinander (C/CFK). Das soll Temperaturen zwischen 1.700 und 2.000 °C aushalten. Inwieweit das in der (Militär-) Luftfahrt bereits im (Truppen-) Einsatz ist, weiß ich nicht. "Richtige" SD gab es natürlich auch, wenn auch unnatürlich geputzt:

Offenbar hat die französische Luftwaffe eigene Kadettenschulen!? Die Jungs und Mädchen hatten auf der linken Brust so etwas wie ein Schulabzeichen und scheinen mir fürs richtige Militär noch zu jung (Shot aus Video-Clip):

Ich fand die zivile Sukhoi Superjet 100 am besten, wußte bisher noch nicht von dieser russisch - italienischen Coproduktion:

Aber so eine kleine Militärmaschine (M-346 "Master") hat auch was:

Putzig, oben an folgender Maschine stand "PROTOTYPE" und aufgrund der darin liegenden Puppe mit Wärmehaltefolie, gehe ich von einen "Rettungshubi" der Zukunft aus:

Es gab natürlich auch noch andere innovative Fortbewegungsmittel zu sehen:

Donnerstag, 18. Juni 2009

Paris-Air-Show 2009, Le Bourget - Nachlese

Die Zeit vergeht. Anbei ein paar Fotos von der Airshow. Als erstes natürlich der Airbus "A 380":

Das Foto wurde unschwer am Dienstag bei Sonnenschein gemacht und ist noch unbearbeitet, da ich zur Zeit noch in der Lobby unseres Pariser Hotels sitze.

Es folgen Fotos von israelischen "Simba", der auf der Show immer als erster fliegen durfte:

Woher der Name kommt, ist nicht schwer zu erraten. Ob die Geld an Disney dafür zahlen? Fair wäre es schon.

Dienstag, 16. Juni 2009

Paris-Air-Show 2009, Le Bourget - 2. Tag

Heute morgen sind wir wieder zeitig auf, haben das französische Frühstück "genossen" und sind mit der Bahn los ... nicht ohne 10 Minuten nach Fahrkarten anzustehen. Ja, ich weiß, die hätte ich auch gestern schon kaufen können, aber wer weiß ...

Jedenfalls waren wir 9.15 Uhr am Bahnhof Le Bourget, 2 km Fußmarsch - was nichts gegen die Gesamt-Kilometer-Leistung war und rein ins Geschehen. Das Wetter war gut und wurde immer besser. Am Schluß hatte ich einen Sonnenbrand an den Unterarmen. Wie habe ich die "Plattenbräune" vermisst!?! ;-)

An ca. 13.30 Uhr begannen die Flugvorführungen, die grundsätzlich denen von gestern entsprachen, nur bei deutlich besserem Wetter. Wir haben sie uns von Anfang bis Ende angesehen und ich weitesgehend gefilmt. Der Akku hat super durchgehalten. Engpaß waren meine zittrigen Hände ... zur ILA 2010 nehme ich das Stativ mit!

Nach einem reichhaltigen Abendbrot und Rochford mit einer Flasche Rotwein, bin ich rechtschaffend müde ;-)

Montag, 15. Juni 2009

Le Bourget- 1. Tag

Heute war ich im Rahmen meines Paris Aufenthaltes mit Freunden den ersten Tag auf der Paris-Air-Show in Le Bourget. Abfahrt von Paris - Gare de Nord: Am gegenüber liegenden RER - Bahnsteig standen wir ca.15 Minuten nach Fahrkarten, obwohl ich mich frage, ob die normalen Metro-Karten nicht reichen. Beide kosten wohl 2,20 EUR und Le Bourget ist die nächste Station ....mit dem Schnell-Zug, denn er hält trotz andersartiger Anzeige erst dort. Am Bahnhof Le Bourget gab es eine _riesige_ Schlange von schwarz-gewandeteten Buissnesman. Ein Polizist meinte aufgrund meiner Nachfrage: 2 km .... da sind wir im strömenden aber zum Glück nicht heftigen Regen zum Flugfeld gelaufen. Was auch gut war, denn die Bus-Shuttles standen wie die PKW im Stau. Die sind hier so doof wie auf der ILA.

Wegens des Regens sind wir voranging die Ausstellerhallen abgelaufen: Zu unserer Freude und Überraschung fanden wir gleich die Stände von Suchoi und MiG ... am Ende sogar eine Firma, die heute ihren Platz auf dem Gelände der Flugzeugwerft Dresden ihr Zuhause hat. Da kommen Heimatgefühle auf.

Ab ca. 13.30 Uhr gab es Flugshows und trotz des Regens habe ich gut 40 Minuten gefilmt, mal sehen, wie das zu Hause aussieht. Die neue Video - Kamera macht sich prächtig! Den "alten" Fotoapperat habe ich vor Ort nicht verwendet.

Auf dem Rückweg habe wir preiswert eingekauft. Das Bier und der Wein ist geg. 18.00 Uhr fast alle ;)

Donnerstag, 28. Mai 2009

Geheimnis Area 51 - MiGs im Sperrgebiet

Gestern Abend sendete arte den Dokumentarfilm "Geheimnis Area 51 - MiGs im Sperrgebiet", eine Gemeinschaftsproduktion des ZDF mit Russland, USA aus dem Jahr 2008, Dauer: 52 Minuten, unter der Regie von Dirk Pohlmann in Erstausstrahlung.

Über den militärischen Sperrbezirk "Nellis Test Range", in dem gemeinhin die "Area 51" verortet wird, erfährt man im Film herzlich wenig: Ein paar Wüsten - und Stacheldraht - Bilder, einen kurzen Hinweis auf die Test der U-2, A-12 Oxcart und Stealth - Technologie, das war es. Keine UFOs, kein Roswell, Gott-sei-Dank!

Dafür widmet sich der Film ausführlich den Beute - MiGs, die in dem geheimen Sperrbezirk getestet und als Teil der im Rahmen des Neusprech sog. "Aggressor - Staffel" der Ausbildung von US- aber auch israelischen Piloten dien(t)en. Die Existenz dieser Staffel wurde erst im Jahr 2006 offiziell zugegeben. Als Beweis für das Training israelischer Piloten liefert der Film ein Foto. Fazit des Films: Fast alle Luftsiege von US-Piloten gegen MiG-Piloten seien diesem Training zu verdanken. Insgesamt sollen rd. 5.000 Piloten diese spezielle Ausbildung durchlaufen haben.

Die Anfangs oft abenteuerlichen Wege, über die die Maschinen, meist mit Unterstützung des MOSSAD und via Israel, in US-Besitz gelangten, werden im Film spannend dargestellt. Später sollen Ägypten und -für mich überraschend - Indonesien massenhaft sowjetische Flugzeuge zur Verfügung gestellt haben. Die dargestellte Bandbreite reichte von MiG-15, -17, -21 bis zur -23. Was im Film fehlte, war die Erwähnung die ägyptischen Su-20, wovon zwei Stück später sogar im Luftwaffen-Museum, Berlin-Gatow, öffentlich zu sehen waren. Ebenfalls wurde die MiG-29 nicht erwähnt, die die USA sich vom 11. Januar 1991 bis 11. November 1992 von der BRD ausgeborgt hatte. Auch die israelischen Soldaten in Preschen nicht .... aber man kann nicht alles haben und es hätte den Rahmen des Films sicher gesprengt.

Im Film wurde von drei Abstürzen mit MiGs berichtet, wobei nur ein Pilot, der spätere Generals Herbert J. "Hawk" Carlisle, den Absturz überlebte. Hinzu kamen Ersatzteilprobleme, jedes Teil hätte "mit der Hand" einzeln angefertigt werden müssen. Damit dürfte die Zahl der ständig einsatzbereiten MiGs in den USA bei 5 bis 7 von max. 25 Maschinen gelegen haben. Gleichwohl dürfte ihre Bedeutung für das militärische Trainig nicht zu überschätzen sein. Gab es eigentlich eine vergleichbare "Staffel" in der UdSSR?

»Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann gelang es, unbekannte Hintergründe und geheime Operationen aufzudecken. Er befragte Zeitzeugen, die bisher nicht vor die Kamera getreten waren. Sein Film zeigt zum Teil einzigartiges Filmmaterial. Sogar die Erprobung sowjetischer Flugzeuge ist im Original zu sehen. Dirk Pohlmann hat für ARTE viele beim Publikum sehr erfolgreiche Filme mit militärischen Themen produziert, unter anderem "UFOs", "Lügen und der Kalte Krieg", "Hinter den feindlichen Linien - Geheimoperationen im Kalten Krieg", "Kriegsbeute Mensch - Wie Regierungen ihre Soldaten verraten"« (arte).


Wiederholungen:
30. Mai 2009 um 14.55 Uhr und 16.06.2009 um 10:50 Uhr

update (30.05.2009)
Der Filmemacher Dirk Pohlmann hatte sich bereits 2005 mit dem Thema "Area 51" im Film "Ufos, Lügen und der Kalte Krieg" beschäftigt. Auch dort beschäftigte er sich dankenswerterweise "nicht mit der leidigen Frage, ob es Ufos gibt, oder was sie sind. Er geht vielmehr der spannenden Frage nach, wie und zu welchen Zwecken die Ufo-Paranoia als Mittel der psychologischen Kriegsführung im Kalten Krieg bewusst gesteuert und eingesetzt wurde."
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20236/1.html

Dienstag, 26. Mai 2009

JusProg Filter

Hurra, ich bin im "JusProg Filter" (Überprüfung am 26.05.2009, 21.15 Uhr):

Jetzt klingt "Privates Pages Soft" noch nicht gefährlich, zudem, ich und "Soft"?!? Egal, Hauptsache im Filter, ich will ja nicht der Letzte sein. Auch wenn ich die Ehre ggf. nur "blogspot.com" zu verdanken habe. Schließlich kann da jeder seine Meinung schreiben, öffentlich .... iiiihhh.

Wer jetzt nicht weiß, wovon die Rede ist, lese sich bitte den Telepolis - Artikel "Jugendschutz und politische Zensur" durch. Dort heißt es u.a.: "In der Schwarzen Liste des Filteranbieters JusProg e.V. finden sich massenhaft alternative Medien wie beispielsweise Telepolis oder die Nachdenkseiten, die offensichtlich nach Einschätzung der Hamburger Jugendschützer nicht für Jugendliche geeignet sind. Auch die Internetseiten der Grünen und der Piratenpartei sind nach Einschätzung von JusProg jugendgefährdend. Dies alles wäre lediglich eine weitere Internetposse unter vielen, wenn nicht ausgerechnet JusProg als einziges Filtersystem zu einem Modellversuch der staatlichen Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zugelassen wäre ..."

Natürlich ist "Zensur" auch ein Mitmachsystem, hier kannst Du mißliebige Internet - Seiten anschwärz^^^vorschlagen: http://jugendschutzprogramm.de/addurl.php

Allerdings, äääähhhm, wenn Du das o.g. Filter-Programm - noch freiwillig und "nur zum Schutz der Kinder" - bereits installiert hast, kannst Du diese Seiten hier leider nicht mehr lesen .... :-D

Interne Links:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2009/04/eine-zensur-findest-stattrottenknechte.html
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2009/04/eine-zensur-findet-statt.html
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/04/kann-ich-noch-google-aktien-kaufen-ja.html
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2007/12/kann-ich-noch-google-aktien-kaufen.html

update: Najade gegen Völkerfreundschaft

Diese maritime "James Bond"-Geschichte aus dem Kalten Krieg ist nun weitgehend rund und schlüssig, siehe:

http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/11/najade-gegen-vlkerfreundschaft.html