Donnerstag, 26. Februar 2015

13. Familientreffen der 13er

Im Juni 2015 findest das 13. Familientreffen der Gemeinschaft der 13er statt, an einem Freitag ... nein, nicht den 13., sondern den 26. ... Einzelheiten siehe bitte hier:


Den neuen "Kanonier" Nr. 68 gibt es natürlich auch:
http://home.snafu.de/veith/Texte/Kanonier68.pdf

Samstag, 31. Januar 2015

Tag der offenen Tür TRADI SANITZ am 28.02.2015



 







































 Vorbemerkung:


Wir hoffen, dass Ihr alle den „Sprung“ ins neue Jahr 2015 gut geschafft habt! Die Zeit vergeht, Ostern ist auch bald, vorher aber noch der 01. März… Wir sind z.Zt. bei  der Vorbereitung Tag der offenen Tür TRADI SANITZ. Auch diesmal wieder an einem Sonnabend, den 28.02.2015!


Zum Ablauf: von 10.00 -16.00 Uhr ist das TRADI geöffnet! Und - wer vor 10.00 Uhr erscheint, bitte Sportbekleidung nicht vergessen. Zum Frühsport!

Das TRADI kann mit einigen Neuigkeiten aufwarten, u.a. mit einer zusätzlichen Ausstellung vom Luftfahrtmuseum Finowfurt zur Geschichte Abschuss der U-2. Ein Verkaufsstand mit Buch/DVD‘s/Fotobuch zur 43.FRBR bzw. zur Ausstellung „50 Jahre Garnisonsort Sanitz“ im Jahre 2012 ist ebenfalls „entfaltet“. Evtl. Befürchtungen zum Auftauchen von Medien können wir zerstreuen, es gab keine Anfragen und wir haben auch keine Zusage gemacht. Stattdessen  haben wir – wie schon im Herbst bekanntgegeben - das Ereignis vom 01. März 2014 auf DVD gebannt und teilweise im Vor-und Nachspann mit unseren eigenen Worten kommentiert.  

Es liegt eine Übersicht zum Eintrag für einen vorgesehenen Besuch der PATRIOT der Bw in Gubkow/Prangendorf im Frühjahr 2015 aus. Diesen Besuch am 28.02.15 mit unserem Treffen zu verbinden, ist auf Grund der angespannten personellen Lage infolge der Auslands-Dauereinsätze an einem WE nicht möglich gewesen. Es wird also einen späteren Termin im Frühjahr geben, innerhalb der Woche. Wir gehen davon aus, dass der Termin bis zum 28.02.15 mit der Bw abgesprochen sein wird. Wer also Interesse an diesem Besuch hat, kann sich in der Übersicht eintragen…

Der obligatorische Erbseneintopf ruft dann und gegen ca. 11.00 Uhr geht es in das ehemalige TA-Objekt Wendfeld, dort  wird Burghard Keuthe  einen Kurzvortrag von ca. 30 min zum aktuellen Stand der russischen Fla-Raketentechnik halten. Auch ein Vortrag zur  PATRIOT incl. Vergleich S-300 Waffensystem von ca. 30 min von Peter Kraus war ursprünglich vorgesehen, der wird aber verschoben, da sonst der Zeitumfang der Veranstaltung zu groß wäre. Kaffee & Kuchen gibt es ebenfalls. 

Wer noch nicht in Wendfeld dabei war, kann nach dem Vortrag einen Rundgang durch das „Objekt“ machen. Sehenswert vor allem die ehemalige FRID-Werkstatt mit einer Ausstellung  mit Modellen von Vögeln, Wildtieren usw., liebevoll von Wolfgang Vandrey zusammengestellt. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und Ihr viele alte und evtl. neue Gesichter wiedererkennt. Wäre prima, wenn Ihr ein „Rauchzeichen“  zum vorgesehenen Besuch bis zum 15.02.15 geben könnt, wegen der Organisation der Veranstaltung. Falls Ihr "Archivalien" für das TRADI habt und mitbringt, würden wir uns freuen!
Noch ein Hinweis zu weiteren Parkmöglichkeiten: Parkplatz NORMA, ca. 50 m entfernt. Von der A 20 kommend, Ortsteingang SANITZ auf der rechten Seite. Bis dann…Viele Grüße aus Sanitz!

 

Samstag, 24. Januar 2015

Jahresliteraturbericht 2015 zur Luftwaffengeschichtsschreibung der DDR-LSK/LV

Der Jahresliteraturbericht Nr. 5 zur Luftwaffengeschichtsschreibung der DDR-LSK/LV von Prof. Dr. Walter Hundt wurde veröffentlicht:

http://www.walter-hundt.de/seite58.html bzw.
http://www.walter-hundt.de/Jahresliteraturbericht%202015.pdf (0,2 MB)

Rezensierte Literatur:
  1. Wenzke, Rüdiger, Nationale Volksarmee. Die Geschichte. GeraMond Verlag, München 2014,  220 S.
  2. Skeries, Manfred, MiG-29-Pilot in NVA und Bundeswehr. So war das eben“. Ein ehemaliger Jagdflieger berichtet. Verlag Dr. Köster, Berlin 2014, 304 S.
  3. Kanetzki, Manfred, MiGs über Peenemünde. Die Geschichte der  NVA-Fliegertruppenteile auf Usedom. Verlag MediaScript GbR, Berlin 2014, 212 S. (wesentlich überarbeitet Ausgabe der 1. Auflage von 2001)
  4. Biedermann, Bernd/Kerner, Wolfgang, Krieg am Himmel. Luftprovokationen, Spionageflüge, Flugzeugentführungen. Steffen Verlag, Berlin 2014, 176 S.
  5. Flugplatzmuseum Cottbus, Kalender 2015. Verlag MediaScript GbR, Berlin 2014
  6. Autorenkollektiv der GBSL (Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte), Historische Luftfahrtstätten in und um Berlin. Verlag MediaScript GbR, Berlin 2014, 204 S.  
Siehe dazu auch folgende Links:
http://home.snafu.de/veith/buecherR.htm
http://www.flugzeugforum.de/threads/79506-MiG-29-Pilot-in-NVA-und-Bundeswehr
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2014/04/kalender-des-flugplatzmuseums-cottbus.html

NSU-Morde und Medienkritik

Unter dem Titel "Das Unwort erklärt die Untat" untersuchten Fabian Virchow, Tanja Thomas, Elke Grittmann für die "Otto Brenner Stiftung" der Gewerkschaft IG Metall die Inhalte, Hintergründe und Bedingungen der Berichterstattung über die sog. "Döner - Morde".

Die Studie steht im PDF-Format kostenlos zum download (rd. 5 MB) bereit:
https://www.otto-brenner-shop.de/fileadmin/user_data/shop/dokumente/obs_arbeitshefte/AH79_web.pdf

Weitere Links:
https://www.otto-brenner-stiftung.de/
https://propagandaschau.wordpress.com/2015/01/23/die-angeblich-so-freie-presse-und-ihr-versagen-angesichts-der-nsu-morde/

Sonntag, 18. Januar 2015

Fahnenflucht - Wehrmacht

Es stellte sich mir die Frage, ob die Überlebenschancen eines Deserteurs statistisch höher waren, als einer der in der Masse der Soldaten mitgemacht hat.

Durch Zufall stieß ich auf einen älteren Welt-Artikel und natürlich die Wikipedia-Einträge, die sich wohl auf einen Artikel des Wiener Politologen Thomas Geldmacher: "Auf Nimmerwiedersehen! Fahnenflucht, unerlaubte Entfernung und das Problem, die Tatbestände auseinander zu halten" stützen.
 
Demnach kämpften (allein) in der Wehrmacht 18,2 Millionen Soldaten. Davon fielen mindestens 3,5 Millionen und 1,5 Millionen blieben vermißt. Die Anzahl der Deserteure wurde auf 400.000 geschätzt. Das wären rd. 2,2% des Personalbestandes über die Zeit.

Bis Ende 1944 wurden ca. 23.000 Todesurteile gegen Deserteure vollstreckt.

Jetzt sind diese Angaben natürlich sehr vage, aber selbst wenn ich unrealistisch unterstelle, daß alle Vermißten überlebt hätten, lag die Überlebenschance eines Wehrmachtssoldaten bei lediglich 80%.

Wenn ich demgegenüber aufgrund der Wirren des "Endkampfes" sogar von insg. 25.000 getöteten Deserteuren ausgehe und nur obige 400.000 als Basis zugrunde lege, wären Deserteure auf eine Überlebenschance von deutlich über 90% gekommen.

Damit hätte sich rein rechnerisch eine Fahnenflucht die Überlebenschancen verbessert. Dem Einzelnen nützt eine Statistik natürlich nichts.

Samstag, 17. Januar 2015

Nachkriegspläne der UdSSR in Bezug auf Deutschland

Es wurde die Tage eine m.E. gute Frage gestellt, die etwa so lautete: "Gab es seitens der Sowjetunion Pläne dahingehend, die sowjetische Besatzungszone in die UdSSR einzugliedern oder alle Deutschen nach Sibirien umzusiedeln oder Deutschland - wie im Morgenthau-Plan der USA vorgeschlagen - zu deindustrialisieren?"

Ich mein(t)e dazu: Nein.

Solche Gedanken - soweit es sie bereits 1941 gegeben haben sollte - waren bereits mit dem BEFEHL DES VOLKSKOMMISSARS FÜR VERTEIDIGUNG Nr. 55 vom 23. Februar 1942 obsolet ("... die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt").
 
Damit war die "Marschrichtung" vorgegeben. Natürlich war dieser Befehl Ausfluß reiner Nützlichkeitsabwägungen, um ein breites Bündnis mit Deutschen zu ermöglichen. So spielte das anschließend ab 3. April 1942 in Gründung befindliche Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) eine wichtige - leider aber keine entscheidende - Rolle.

Gegenläufig war das auf der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 durch die USA und GB (ohne UdSSR) formulierte Kriegsziel der "bedingungslosen Kapitulation". In diesem kumulierten deren Interessen mit dem Begehr der UdSSR, einen jeweiligen Separatfrieden mit Deutschland zu verhindern. Diese Entscheidung förderte allerdings den deutschen "Wehrwillen".

Übrigens, ernsthafte französische Pläne nicht nur das Saargebiet sondern auch das Rheinland Frankreich einzugliedern, gab es sehr wohl.
 
Büchertipp: Volker Koop mit
Vorsorglich: Herr Koop schrieb zwar über jede Besatzungszone ein Buch, wobei jedoch - naheliegend - nur das der sowjetische Besatzungszone bei der "Bundeszentrale für politische Bildung" schon mal kostenlos verteilt wurde. Bei den Briten und US-Amerikanern ist Koop auffallend zurückhaltend, da schreibt er regelmäßig "drumherum", aber bei Franzosen und Russen "haut er richtig drauf" ...

... "zu dieser Bilanz [gehört] auch die Einschätzung, dass die meisten Bücher wichtige Themen behandeln, aber leider oftmals mit schneller Hand geschrieben und methodisch unbedarft ausfallen. Eine fehlende Berücksichtigung der wichtigsten Forschungsliteratur gehört dazu ebenso wie ein selektiver und nicht vorurteilsfreier Zugriff auf Archivalien. Zudem fehlen leitende Fragen, die den Darstellungen als roter Faden dienen würden. Fehler, Ungenauigkeiten und verkürzte Zusammenhänge sorgen dafür, dass diesen Sachbüchern zuweilen ihre Sachlichkeit abhanden kommt" (Ilko-Sascha Kowalczuk, BStU, auf hsozkult.de über den Autor).

Dennoch: Empfehlung!
 

So schmeckte es den Genossen in der NVA

So schmeckte es den Genossen in der NVA. Ich hatte mich über das Essen bereits in diesem Beitrag Gedanken gemacht:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/08/essen-in-der-nva.html

Nunmehr konnte ich lesen, daß ich offensichtlich in der "falschen" Teilstreitkraft war. Es gab tatsächlich 1981 in der NVA unter Grundwehrdienstleistenden (GWDler) und Unteroffiziere auf Zeit (UaZ) eine Befragung[*] zur Qualität der Verpflegung.

Danach meinten in der gesamten NVA (einschließlich der Grenztruppen) die Verpflegungsqualität sei "sehr hoch" oder "hoch":
18,3% der GWDler und
18,6% der UaZ

Wobei die "Mucker" (LaSK) das Gesamtergebnis herunterzogen, lediglich:
8,7% der wehrpflichtigen "Sandlandscher" und
11,4% deren UaZ
hielten die Verpflegungsqualität "sehr hoch" oder wenigstens "hoch".

In den Grenztruppen jedoch, mit der etwas höheren "Grundnorm 130", meinten die Verpflegungsqualität sei "sehr hoch" oder "hoch" erstaunliche:
31,9% der GWDler und
39,7% der UaZ

Bei den LSK/LV meinten dies immerhin:
21,0 der GWDler und
19,3% der UaZ

Bei den LSK/LV ist spannend, daß die UaZ schlechteres Essen als die Soldaten zu haben meinten ... was nicht verwundert, da die UaZ mit an den "MiGs schraubten", während die Soldaten "sicherstellten" und die aus der Küche zumindest gut kannten.

Quelle:
[*] "Armee des Volkes?", Tabelle auf S. 300; eig. Berechnungen
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2010/01/armee-des-volkes.html

Link:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/08/essen-in-der-nva.html