Freitag, 29. Februar 2008

Kanonier 36

Die 36. Ausgabe bzw. Heft 2/08 vom "Kanonier" erschienen!

Aus dem Inhalt:
  • Glückwünsche zum Ehrentag!
  • Erinnerungen von Klaus Drummer (FRA-131 / Na-Kompanie FRR-13 Dargelütz
  • Anekdoten (Wildschweinjagd; Politunterricht)

Mittwoch, 27. Februar 2008

Guten Tag, Passkontrolle der DDR

Oberstleutnant Hans - Dieter Behrendt hat es getan: Ein zweites Buch geschrieben!

Nein, eine Website unter dem Label "Passkontrolle - DDR" und ein Buch über die Glienicker Brücke mit dem Titel "Agentenbrücke" genügten ihm nicht, es muß auch noch ein weiters Buch sein :-)) Seit Februar 2008 ist es nun beim GNN - Verlag käuflich erhältlich:

Leider liegt mir noch keine Rezension, auch keine Einlassung oder "Probekapitel" des Autors vor, so daß ich hier mal einfach den Verlag zitiere: »In dieser Publikation soll differenziert dargelegt werden, wie sich der Arbeitsbereich Passkontrolle der DDR von 1962 bis 1990 historisch entwickelte, warum er dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Hauptabteilung VI, zugeordnet bzw. untersterstellt war und warum die Mitarbeiter in der Uniform der Grenztruppen den Dienst versahen.

Fest steht, dass alle Kontrollprozesse stets zentral und unmittelbar durch Berlin gesteuert und kontrolliert wurden. Die Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit stellten im Grunde genommen lediglich das Personal, waren für alle Versorgungsfragen, die Kader- und Parteiarbeit sowie die Durchsetzung von Vorgaben der Zentrale verantwortlich. Ob dies eine zweckmäßige Variante war, wird in der Publikation kritisch hinterfragt. Diese Diskussion spielte bis 1990 im Personalbestand immer wieder eine Rolle.

Hier sollen nun, stellvertretend für die anderen Grenzübergänge der DDR, überwiegend anhand der Grenzübergangsstelle Drewitz wichtige Abfertigungspraktiken, Ereignisse, Vorkommnisse, Hintergründe, vorrangig des Transitverkehrs, der Öffentlichkeit vermittelt werden. Dabei ist die Tätigkeit der Organe der BRD und von Berlin (West) an ihren Grenzabschnitten bewusst nicht ausgeklammert, kann und soll aber nicht umfassend sein. Es sind in der Regel Darstellungen ohne Bewertung, ein Festhalten von Fakten, sie veranschaulichen überwiegend die Tätigkeit der Kontrollkräfte der DDR, haben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Alle Darlegungen sind aus der Sicht und dem Erkenntnisstand des Autors geschildert; enthalten sind auch autobiographische Hintergründe.«

Sonntag, 24. Februar 2008

Parallel History Project

In der grundsätzlich neutralen Schweiz existiert bereits seit 1999 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ein "Parallel History Project", daß das Bemühen suggiert, möglichst viele Originaldokumente aus dem Kalten Krieg von beiden Seiten gegenüber zulegen.

Vorab: Die dort erhältlichen Infos sind sehr interessant, wichtig und gut gemacht!

Naürlich hat so ein Projekt seine "Ecken und Kanten". Das Hauptproblem ist, daß aufgrund der in den NATO - Staaten geltenden Sperrfristen, weitgehend doch nur Dokumente des Warschauer Vertrages und nicht zuletzt der DDR offenliegen. Das führt zwingend zu einigen Folgeproblemen:

Jede Armee schmiedet nun Pläne für den Ernstfall und dazu gehört auch die Planung des Gegenschlages, wenn der Angriff gestoppt ist. Natürlich sagt jede Armee, daß das nur der Verteidigung diene. Und da das zurecht keiner glaubt, werden diese regelmäßig geheim gehalten. Während des Kalten Krieges wurden von östlicher Seite hin und wieder aufgekärte Nato- / Bundeswehr - Pläne veröffentlicht, das unterbleibt seit 1990 ... So wäre es für den Warschauer Vertrag überlebensnotwendig gewesen, bei einer militärischen Konfrontation sofort Westberlin, "den Pfahl im Fleische der DDR", einzunehmen. Daraus nun Aggressionsabsichten zu machen, ist mehr für einfach Strukturierte. Das solche Planungen auf beiden Seiten politische und militärische Realität waren und sind(!) ist schwierig zu vermitteln und doch die Wahrheit.

Und so entsteht ein schiefes Bild!

Ein weiteres Problem ist, daß nicht jeder diese Dokumente richtig "lesen", interpretieren kann. Das klassische "Historikerproblem": Wenn Du heute schreibst, wie die Leute damals wirklich gedacht / gehandelt haben, hält die heute jeder für bekloppt. Also mußt Du umfassend erklären oder - weil das im Film / Roman / Web nicht so gut geht - "übersetzen" (ihnen also heutige Denk- und Handlungsmuster unterschieben) oder nur dokumentieren und das "bekloppt" bewußt in Kauf nehmen ... und letzteres passiert hier.

Im Grunde beobachten wir das laufend, wenn ich einfach mal die bewußte Geschichtsfälschung hier außen vor lasse. Da haben wir beispielhaft Geschichte mit:

Wer tut so etwas? Wer finanziert solche aufwendigen Projekte? Nun, lt. dieser Darstellung ist Träger des PHP - Projektes die "Forschungsstelle für Sicherheitspolitik", die wohl maßgeblich von Schweizer Verteidigungsministerium finanziert wird. So verwundert es auch nicht, das die Schweizer Militärakademie an o.g. Bildungseinrichtung etabliert ist. Ebenso naheliegend ist, daß die beiden wesentlichen Partner des PHP - Projektes in Washinton D.C. sitzen. Es handelt sich um das "Cold War International History Project" vom Woodrow-Wilson-Institute und das "National Security Archive", die wohl einen nicht unbedeutenden Teil ihrer Gelder von der US - Regierung erhalten. Nun, ich bekomme da "leichte Bauchschmerzen", was die Neutralität der Projekte angeht.

Eine interessante Rezession des PHP - Projektes findes sich »hier«.

Samstag, 23. Februar 2008

Flimmerkiste

* Die seltsamen Abenteuer des Mister West im Lande der Bolschewiki
UdSSR, 1924, Komödie: Mit vielen Vorurteilen reist ein amerikanische Geschäftsmann in die Sowjetunion ... Mit Klassenkampf und Revolutionspathos hat dieser Film allerdings wenig zu tun.
-> 25. Feb 2008, 00:05 - 1.20 Uhr, arte

* Schmutziges Gold - Die CIA und die japanische Kriegsbeute
BRD, 2007, Doku: »Zwischen 1937 und 1945 plünderte die japanische Armee in China Hunderte Tonnen Gold, Silber und Platin ... Die Unterlagen belegen, dass der Schatz kurz vor Kriegsende von zwei Gangstern im Auftrag der japanischen Kriegsmarine aus China geschmuggelt und nach Japan gebracht worden war. Die amerikanische Besatzungsmacht in Japan schloss später mit den beiden "Unterweltgrößen" eine Art Deal: Sie durften das Gold behalten, wenn sie damit schwarze Kassen der CIA und den Kalten Krieg in Asien finanzieren würden. "Wir hatten offenbar kein Interesse, das Raubgold an China zurückzugeben und das Regime dadurch ökonomisch zu stärken, nachdem China ja 1949 kommunistisch geworden war", sagt Prof. Michael Schaller, Japan - Historiker an der Universität von Arizona. Das sei nach den neu entdeckten Dokumenten unzweifelhaft.«
-> 27. Februar 2008, 21 - 21.50 Uhr, arte

Das DDR-Bild in heutigen Schulbüchern

Beim surfen zufällig gefunden, eine Analyse aus dem Jahr 1999:
http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/108_Neuner.pdf

Interessant, denn »Schulbücher, stets staatlich beglaubigt, in der freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik nicht minder, auch wenn sie von unterschiedlichen Autoren und Verlagen stammen, ... reflektieren die offiziell gewünschte politische Tendenz deutlicher als die relativ allgemein formulierten Rahmenrichtlinien und Lehrpläne, von anderen Schriften nicht zu reden.«

Mittwoch, 20. Februar 2008

MENSCHEN, MATROSEN, MACHER



EINLADUNG
Zur Präsentation des Buches

„Menschen, Matrosen, Macher. Die Volksmarine im Bild“
von Dieter Flohr und Peter Seemann


am 03. März 2008 um 18.00 Uhr
in der Societät Rostock maritim e.V., August-Bebel-Straße 1,
18055 Rostock (früheres Schiffahrtsmuseum)

oder am

07. März 2008 um 18.00 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus,
Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin

Mit dem Band 21 „MENSCHEN, MATROSEN, MACHER. Zur Geschichte der Volksmarine im Bild“ erfährt die Reihe „Schriften zur Geschichte Mecklenburgs“ eine interessante Bereicherung. Mit beinahe 1000, sorgfältig ausgewählten, größtenteils unbekannten Fotos wird die Geschichte der Seestreitkräfte der DDR in allen ihren Bereichen – Aufstellung, Bewaffnung, Ausrüstung, Uniformierung, Ausbildung, Übungen, Einsätzen, Große Fahrten, Auslandsbeziehungen, Kultur, Sport und der Soldatenalltag – auf über 200 Seiten behandelt. Es ist damit nicht das „soundsovielte“ Buch mit einer nahezu ausschließlichen Wiedergabe von Schiffstypen (sie kommen natürlich auch vor), sondern vor dem Hintergrund der geschichtlichen Entwicklung der Volksmarine der NVA und ihrer Vorgänger werden die Menschen vom Matrosen bis zum Admiral, die das Bild dieser deutschen Marine auch prägten, gezeigt.

Der Band (Preis: 25,00 Euro) kann an diesem Tag erhalten werden; auf Wunsch signieren die Autoren auch gern ihr Buch für Sie.

Eine Info von Dr. Klaus-Ulrich Keubke - Historiker - Hausseite: http://www.aph-schwerin.de

Dienstag, 19. Februar 2008

Erfolgreiches Scheitern — eine Götterdämmerung des Urheberrechts

"Was ich schon immer über das Urheberrecht wissen wollte, aber nie zu fragen wagte", so könnte das mehr als 600 Seiten fassende Werk von Prof. Dr. Rainer Kuhlen wohl auch heißen, wenn, ja wenn dem wo möglich nicht das Urhebrecht entgegenstehen würde ... ;-)

Das Ungewöhnliche und Konsequente an den Informationen über das Urheberrecht ist nicht das Plädoyer: »Das jetzige Gefängnis des Urheberrechts muss aufgebrochen werden. Wissen und Information in elektronischen Umgebungen wollen und müssen frei sein.«, sondern die tatsächlich legale freie Verfügbarkeit des Buches für Jedermann:
http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/RK2008_ONLINE/node/18

Natürlich kann das Buch auch herkömmlich gegen Geld erworben werden: =>>Klick zu amazon.de<==