Sonntag, 9. März 2008

Zur Volksmarine ...

Folgende DVDs gibt es schon länger zum Thema:
Neu und daher noch nicht erschienen ist das BUCH: Die Kampfschwimmer der Volksmarine von Horst Kerzig, Jürgen Knittel und Kurt Schulze.

Und da Streitkräfte - so auch die Volksmarine - nie im luftleeren Raum handeln, sei noch folgendes Buch zum Überblick empfohlen: Der Kalte Krieg 1947-1991. Geschichte eines radikalen Zeitalters von Bernd Stöver.

NVA-Filmsammlung "Damals bei der NVA"

Unter dem Begriff "Mediabörse" publiziert der Verlag Breucom-Medien Filme mit militärischem Hintergrund. Die Filmsammlung "Damals bei der NVA" - Volume 1 - 4 beinhalten insgesamt 157 Filme im avi-Format.

Die Filme wurden zwischen 1960 und 1989 durch die Nationale Volksarmee der DDR hergestellt. Alle Filme werden in einer Galerie aufgelistet. Das sind "Großer Zapfenstreich", "Ich fliege - und das macht mich stolz", "Handlungen einer gemischten Jagdfliegergruppe", "Die Rakete - Streng geheim" und 153 weitere Filme.

Natürlich hat alles seinen Preis ... alle 157 Filme mit 48 Stunden Spieldauer auf 4 DVDs kosten z.Z. 79,- EUR plus Versand und sind, ggf. einzeln, im Shop bestellbar.

Selbst habe ich die DVDs (noch) nicht in besitz, so daß ich über Qualität nichts aussagen kann. Zu beachten ist, daß die Filme ausschließlich am PC abspielbar sind!!! Inwieweit moderne Mediaplayer (Moviestationen) am TV mit dem Format klarkommen, bliebe zu testen.

Atlantik-Brücke und Piratenlizenz

Bei der Suche nach Informationen über die "Atlantik-Brücke" stieß ich auf ein "parteiisches Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache", das nicht nur Informationen lieferte, sondern über eine Piratenlizenz zum klauen aufforderte. Na, dann mache ich das mal auszugsweise:

Atlantik-Brücke
Die Lobby-Organsation Atlantik-Brücke wurde 1952 mit Sitz in Berlin als Verein eingetragen und zählt zu den mächtigsten konservativen Pressure Groups in Deutschland. Vereinszweck Offizieller Vereinszweck ist die Förderung des deutsch-amerikanischen Verständnisses. Ein anonymer Verfasser mit Pseudonym Richard Schapke erklärt die Bedeutung der Atlantik-Bücke wie folgt:

"Mit dem beginnenden Kalten Krieg sorgten die Vereinigten Staaten sich angesichts erstarkender national-neutralistischer Tendenzen in der BRD um ihren politischen Einfluß in Mitteleuropa. Da man die Bundesrepublik nicht mehr wie zu Zeiten alter Besatzungsherrlichkeit per Dekret beherrschen konnte, verlegte der Rat für auswärtige Beziehungen (CFR), gewissermaßen die imperiale Denkfabrik der USA, sich auf eine mehr informelle Einflußnahme. Ergebnis war die Gründung des American Council on Germany. In diesem Ableger formulieren Vertreter der CIA-nahen Gewerkschaft AFL-CIO, die nicht ohne Einfluß auf die Gründung der antisozialistischen Einheitsgewerkschaft DGB war, gemeinsam mit Exponenten solch illustrer Bankhäuser wie Chase Manhattan (Rockefeller), Morgan Stanley, Brown Brothers Harriman (Bush), Goldman Sachs, Warburg oder der Bundesbank Federal Reserve die Grundzüge der amerikanischen Deutschlandpolitik. Mit am Tisch sitzen ferner die CIA und die US-Großkonzerne wie Exxon oder Pfizer."

CDU-Spendenaffäre
Maßgebliche Beteiligte an der CDU-Spendenaffäre waren wie der Ehrenvorsitzende der Atlantik-Brücke, Walther Leisler Kiep, Mitglieder der Atlantik-Brücke e.V.

Völkerfreundschaft
Die Atlantik-Brücke e. V. ist laut Satzung ein Verein zur Förderung der Freundschaft und des Verständnisses für Deutschland in anderen Staaten, insbesondere in Kanada und den USA sowie den europäischen Staaten, und des Verständnisses für die vorgenannten Staaten in Deutschland.

Propaganda
Der Verein will diese Ziele informatorisch-publizistisch erreichen und arbeitet mit ähnlich orientierten Personen und Institutionen zusammen. So arbeitet die Atlantik-Brücke dazu zum Beispiel mit dem Project for the New American Century zusammen.

Lobbyismus
Der Zweck des Vereins ist außerdem Kontaktpflege zu führenden Persönlichkeiten der USA. Arend Oetker beschrieb die Lobbytätigkeit im Jahr 2002 folgendermaßen: „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“

Vereinsarbeit
Der Verein veranstaltet Konferenzen, Seminare und Kolloquien. Durch verschiedene Programme (Schüler-, „Young Leaders“-, Lehrer-, Offiziers-, Journalistenprogramme) wurde ein Netzwerk interessierter Personen aufgebaut. Weiterhin werden der Vernon A. Walters-Award und der Eric-M.-Warburg-Preis verliehen.

Geschichte
Der Verein wurde 1952 vom Hamburger Bankier Eric M. Warburg, der späteren Chefredakteurin und Herausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit, Marion Gräfin Dönhoff, sowie Helmut Schmidt und anderen Hamburgern mit Sitz in Bonn gegründet. Anfangs konzentrierte sich der Verein auf die Bildung von Netzwerken im politischen und wirtschaftlichen Bereich. Später kamen Austauschprogramme für Studenten, Lehrer, Professoren, junge Führungskräfte, Journalisten und Militärs hinzu. Die „Atlantik-Brücke“ zog im Juli 1999 ins Magnus-Haus (Haus des Physikers Heinrich Gustav Magnus am Kupfergraben) in Berlin-Mitte um.

Als Ausgangspunkt für die Gründung des Vereins galt der Beginn des sogenannten Kalten Krieges. Die USA suchten nach Möglichkeiten verdeckter Einflussnahme auf Deutschland. Der Export von US-Ideen wurde durch das New Yorker Council on Foreign Relations betrieben. Es dürfte Ideengeber für die Gründung der Atlantik-Brücke gewesen sein. Der Gründer der Atlantik-Brücke, Eric M. Warburg, war während und nach dem 2. Weltkrieg Freund und Berater des Hohen Kommissars in Deutschland und CFR-Mitglieds John J. McCloy. In den USA gründeten sie zusammen 1952 das American Council on Germany, wo 2004 unter anderem Richard Holbrooke und Henry Kissinger Mitglieder waren. Als Pendant auf deutscher Seite wurde im gleichen Jahr die Atlantik-Brücke gegründet. Zwischen den drei Organisationen herrscht ein reger personeller Austausch durch Konferenzen, Seminare, Vorträge.

Mitgliedschaft und Mitglieder
Die Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke kann nur durch Kooptation begründet werden. Aufgenommen werden „führende Vertreter des wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens Deutschlands sowie einige Redakteure führender Zeitungen [Details].

Literatur
Ludger Kühnhardt (2002): Atlantik-Brücke. Fünfzig Jahre deutsch-amerikanische Partnerschaft 1952-2002, Berlin, München: Propyläen Verlag. ISBN 3-549-07160-4

Weblinks
Richard Schapke (Pseudonym): Ein sauberer Verein - Die Atlantik-Brücke; Wikipedia: Atlantik-Brücke

Mittwoch, 5. März 2008

Terrorliste des Tages

Eigentlich ist es nicht zu fassen, da kennt das bundesdeutsche StGB eine ganze Reihe von Strafandrohungen im Zusammenhang mit "Terrorismus", insbesondere die §§ 127 bzw. 129a ff. Aber, wer zum Teufel ist ein "Terrorist", was eine "terroristische Vereinigung"?! Man weiß ja nie, vielleicht sitzt man zufällig neben einem in der S-Bahn und hat dann gleich die gesamten Möglichkeiten der Strafprozeßordnung am Hals, von den geheimen Möglichkeiten der demokratisch kontrollierten Geheimdienste ganz zu schweigen ....

Da wir in einem Rechtsstaat leben, ist das natürlich alles ganz rechtsstaatlich geregelt. So ist jemand "Terrorist" oder terroristische "Gruppe oder Organisation", wenn der Rat der Europäischen Union das beschlossen und veröffentlicht hat.

Nun schaut man als braver Staatsbürger naheliegend beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle / Bereich Ausfuhr / Embargos / Terrorismus vorbei und schwubs liest man von "Osama und den 40 Terroristen" sowie "sonstigen Terrorverdächtigen". Noch einen Unterbereich tiefer können Listen eingesehen werden. "Sonstige Terrorverdächtige" stehen demnach hier:
Beschluss des Rates 868/2007/EG vom 20. Dezember 2007 (Terrorismus, sonstige) (pdf 55 KByte)

Natürlich dürfen wir die "Berichtigung" der Terroristenliste vom gleichen Tag nicht übersehen:
Berichtigung des Ratsbeschlusses 2007/868/EG vom 20. Dezember 2007 (Terrorismus, sonstige) (pdf 49 KByte)

Nun, da werde ich mir mal die 35 Einzelpersonen und 30 Gruppen oder Organisationen merken, nicht daß ich plötzlich Sympathien für die kurdische "PKK" oder gar "kommunistischen Partei der Philipinen" zeige, könnte mir teuer zu stehen kommen.

Aber ooops, da gibbet noch den Gemeinsamen Standpunkt des Rates 2007/871/GASP vom 20. Dezember 2007 (Terrorismus, sonstige) (pdf 61 KByte) - auch vom gleichen Tag!!!

Nun sind es plötzlich und unvermutet 54 Einzelterroristen und 48 Terrorgruppen bzw. -organisationen! Was denn nun?! Schwer verunsichert .....

»Diese Verordnungen gelten in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union unmittelbar und sind, ohne dass nationale Umsetzungsmaßnahmen erforderlich wären, von allen zu beachten, unabhängig davon, ob sich die in den Namenslisten aufgeführten Personen, Vereinigungen, Organisationen oder Unternehmen in Deutschland oder in einem sonstigen Land befinden« a.o.a.O.

update (12.08.2012)
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2012/08/terrorliste-iii.html

Sonntag, 2. März 2008

Ruanda 1994

In Ruanda hat 1994 bekanntlich ein Völkermord stattgefunden. Über die Hintergründe ist wenig bekannt, der Artikel in Wikipedia dürfte noch zu den besseren gehören ... das "Volk" wird dagegen mit (gut gemachter) Unterhaltung alá "Hotel Ruanda" beglückt.

Ein ganzes Buch zum Thema, das bezeichnenderweise noch keinen bundesdeutschen Verlag gefunden hat, schrieb Robin Philpot. Der englische Titel lautet: "Rwanda 1994: Colonialism dies hard" und der französische "Ça ne s’est pas passé comme ça à Kigali" (frei übersetzt: So hat sich das nicht zugetragen in Kigali!). Dank Internet, ist es auch der deutschsprachigen Weltbevölkerung zugänglich:

P.S. noch kann in D an der einseitigen Darstellung von Völkermord herumgemäkelt werden, vgl.: Beitrag vom 01.02.2008

Samstag, 1. März 2008

Ein Ehemaliger der 1. LVD (Divisionsstab und StK-31) schreibt ....

»Ihre Seite http://home.snafu.de/veith/ hat in mir so viele Erinnerungen geweckt, dass ich Ihnen dafür einfach danken möchte.

Ich bin 1976 als Feldwebel aus der 1. LVD nach 3-jährigem Dienst entlassen worden (das ist nun schon über 31 Jahre her!), und trotzdem würde ich gern zu dem einen oder anderen Damaligen noch einmal Kontakt aufnehmen wollen. Meine konkrete Dienstzeit im Stab der 1. LVD bzw. in der StK-31 war von November 1973 bis Oktober 1976. Haben Sie Adressen von damals Aktiven, z.B. "Atze" Dieter Kreutzer (Kartenstelle), Hfw. Siegfried Weyer, Ufw. Boide, Ufw. Scheim (VS-Stelle), OSL Haselbach, OSL Peter Oelke, OSL Fritz Todte, Maj. Günter Schultze?

In meine Dienstzeit in Cottbus fiel auch die Flugzeugkatastrophe vom 14. Januar 1975 im JG-1, bei der Major Peter Makowicka ums Leben kam. Auf Ihrer web-Seite habe ich jetzt noch einmal nachlesen können, was uns vor 33 Jahren nicht zugänglich war. Ich möchte Sie aber um eine Berichtigung bitten: Das Flugzeug schlug nicht in der Karlstraße 1 ein sondern in der Schmellwitzer Str. 2.«

Lieber Hans-Heiner, leider habe ich keine der gesuchten Adressen, aber vielleicht meldet sich nun einer von ihnen. Vielen Dank für den Hinweis zur Katastrophe!

Der Cowboy im Sozialismus

Feature über den Schauspieler und Sänger Dean Reed, der 1972 aus Colorado, USA, in die DDR übersiedelte:

Montag, den 03. März 2008, 00.05 - 1.00 Uhr, Deutschlandradio Kultur

Regie: Thomas Leutzbach
Darsteller: Till Firit, Hans Holzbrecher
Produktion: Westdeutscher Rundfunk 2004
Länge: 53'38

»Über das Leben anderer US-Amerikaner in der DDR jedoch ist wenig bekannt. Einige flohen als Deserteure der US-Armee, andere kamen der Liebe wegen. Blees und Vogel haben Zeitzeugen und ehemalige Dissidenten getroffen und spannende Geschichten entdeckt.« (dradio.de)

Das interessante Sendungen immer zu Unzeit kommen, hat was ....