Freitag, 25. Juni 2010

EK - Lied

Mir wurde ein kleines Liedchen von Entlassungskanidaten übesandt. Es wurde bereits zu DDR-Zeiten gesungen, zumindest in der 1. Luftverteidigungsdivision, aber jetzt erst aufgenommen von Stfw. der NVA Jörg Schubert. Der 2. Sänger ist Dr. Haenssgen, der allerdings nicht das Glück hatte, "in fremden Streitkräften" zu dienen.

Das Lied liegt im MP-3 Format vor, ist rd. 1,8 MB groß und dauert 1:53 min => EK-Lied <=

Vielleicht kann jemand noch ein paar Strophen zu diesem Lied hinzudichten, sozusagen die Fortsetzung nach der Entlassung oder vielleicht gab es noch mehr Strophen dieses Liedes.

Link

Donnerstag, 24. Juni 2010

ILA - Nachschau

Ein paar Eindrücke von der Internationalen Luftfahrtausstellung 2010 möchte ich nicht vorenthalten. Hier ein Foto von meiner Holden geknipst ... hätte aber auch von mir sein können ;-)
Die hatten es gut ...

Und natürlich unsere Lieblinge: Im Abgasstrahl

Die Mechaniker bereit:
Zu guter Letzt: Antreten an der Vorstartlinie ...

Mittwoch, 23. Juni 2010

Notiz: Mit singenden, klingenden Spiel ...

Die westdeutsche Zeitung "Industriekurier" (heute "Handelsblatt") schrieb am 2. September 1961 in einem Leitartikel folgenden Satz: "Eine Wiedervereinigung, wie sie sich jeder deutsche Patriot erträumte - eine Wiedervereinigung mit Girlanden und wehenden Fahnen und siegreichem Einzug der Bundeswehr durchs Brandenburger Tor - eine solche Wiedervereinigung wird es auf absehbare Zeit nicht geben."

Am 8. September 1994 paradiert die Bundeswehr am Brandenburger Tor mit "Großen Zapfenstreich".

Amazon-Link:
Der große Zapfenstreich am Brandenburger Tor (VHS)

Mittwoch, 2. Juni 2010

Luftwaffe über Heiligendamm - 2007

Vom 6. bis zum 8. Juni 2007 tagte der G8-Gipfel im Seebad Heiligendamm, rd. 15 Kilometer westlich von Rostock. Er stand unter dem Motto "Wachstum und Verantwortung". Das nahm die Bundeswehr zum Anlaß, massiv Präsenz zu zeigen. Um Umfang und Details des Einsatzes im Inneren wurde damals viel gestritten.

Schon 3 Jahre später sind folgende fliegerischen Handlungen gerichtsfest, vgl. BVerfG, 2 BvE 5/07 vom 4.5.2010:

* »... wurden insgesamt sieben Missionen mit Tornado-Flugzeugen geflogen, und zwar eine Demonstrationsmission am 3. Mai 2007 sowie Aufklärungsmissionen am 15. Mai, 22. Mai, 30. Mai, 31. Mai, 4. Juni und 5. Juni 2007. Dabei wurden pro Mission bis zu drei Luftfahrzeuge, insgesamt 14 (teilweise wiederholt dieselben) eingesetzt. Die Flugdauer betrug jeweils zwischen einer und zweieinhalb Stunden. Die Mindestflughöhe betrug bei den meisten Flügen 1.000 Fuß (etwa 300 m), zum Teil auch 500 Fuß (etwa 150 m). Beim letzten Flug wurde über dem bevölkerten Demonstranten-Camp Reddelich die Mindestflughöhe von 500 Fuß für die Dauer von 1 Minute und 22 Sekunden um 119 Fuß unterschritten. Bei den Flügen wurden Bilder angefertigt, auf denen zum Teil Personen zu sehen sind, die aber nicht identifiziert werden können. Bei keinem der Flüge waren die Bordkanonen der Tornado-Flugzeuge aufmunitioniert.«

* »... wurden zur Gewährleistung der Sicherheit im Luftraum drei AWACS-Luftfahrzeuge im Rahmen des NATO-Verbandes eingesetzt, die ein Luftlagebild erstellten. Daran waren auch eine Fregatte 124 der Marine und ein Luftraumüberwachungsradar Heer für den Nahbereich Heiligendamm beteiligt; weiter stand eine Funkanbindung mit der Flugeinsatzzentrale im Einsatzabschnitt Luft bereit.
Darüber hinaus hielt die Luftwaffe vor und während des G8-Gipfels vier Luftfahrzeuge Eurofighter und acht Luftfahrzeuge Phantom bereit, die etwa 23 Flugstunden erbrachten. Zu besonderen Kernzeiten waren jeweils zwei Jagdflugzeuge in der Luft, um die Reaktionszeiten für den Fall des Eingreifens auf ein Minimum zu verkürzen. In den übrigen Zeiträumen befanden sich die Alarmrotten im sogenannten Ground Alert in einem 15-Minuten-Bereitschaftsstatus am Boden auf den Einsatzflugplätzen. Die Jagdflugzeuge waren bewaffnet.«

* »Unabhängig davon überflogen am 31. Mai 2007 zwei Luftfahrzeuge der Bundeswehr vom Typ Eurofighter das Camp Wichmannsdorf in einer Flughöhe von nicht unter 2.650 Fuß (etwa 800 m). Sie befanden sich nach Angaben der Antragsgegnerin auf einem routinemäßigen Ausbildungsflugs.«

Ergebnis des Verfahrens vor dem BVerfG:
Der Antrag der Bündnisgrünen wurde formal abgeschmettert, mit durchaus interessanter Begründung. Meine kurze Zusammenfassung:

- Der Einsatz der BW darf im Inneren nur nach Ausrufung des Verteidigungs- bzw. Spannungsfall durch den Bundestag / Bundesrat erfolgen. In diesem Fall ist dadurch der Parlamentsbeteiligung genüge getan. Bei der Aufstandsbekämpfung hat Bundestag / Bundestag darüber hinaus ein Rückruferecht.
- Wenn die BW verfassungswidrig in Heiligendamm eingesetzt gewesen sein sollte, hätte ein Parlamentsbeschluß an der Verfassungwidrigkeit auch nichts geändert.
- Der Antrag ist nicht geeignet, die Verfassungwidrigkeit feststellen zu lassen. Zitat: »Die Rüge von Grundrechtsverletzungen im Verfassungprozess muss auch in dieser Konstellation den Betroffenen vorbehalten bleiben.«

"An der Sache war nur ein Haken und das war der IKS-Haken" (Josef Heller, Catch 22)

Sonntag, 30. Mai 2010

Aus der Geschichte der 43. FRBr ( Folge 10 )




















Vorbemerkung :

Pinnow als Ausgangsort für viele Ehemalige. Ein geschichtsträchtiger Ort, " Wurzelkloben " im slawischen, 1354 die erste urkundliche Erwähnung, Klostergut, 1938 Aufbau der MUNA ( Munitionslager ), nach 1945 bis 1947 ein Ort mit einem Durchgangs - Flüchtlingslager mit ca. 22. 000 Flüchtlingen und heimkehrenden Soldaten in diesem Zeitraum. 1956 Übernahme des ehemaligen MUNA - Geländes durch die NVA, Formierung des Lehr - und Ausbildungsregiments 12, unter strengsten Geheimhaltungsbestimmungen erstmalige Durchführung der Ausbildung an sowjetischen Fla - Raketenkomplexen in derDDR, 1964 dann das Reparaturwerk für Spezialbewaffnung ( RWS ), das spätere Instandsetzungswerk Pinnow ( IWP ).

Ein Wort zu eingegangenen Kommentaren unserer Folgen : mit Interesse haben wir sie gelesen und möchten die Absender bitten, ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen des Dienstes in der 43. FRBr als Beitrag aufzuschreiben und uns zuzusenden. So wie Detlef Merten alias Resi Otto, der 1981 / 82 in der FRA 4322 in Barth und dann 4 Jahre später auf dem GS in Rövershagen gedient hat. Seine Erlebnisse, seine Sicht als Soldat wird in einer Folge zum Zeitraum der 80 - er in der Chronologie erscheinen. Wir wollen ja mit den Folgen " Aus der Geschichte der 43. FRBr " unser Projekt Ausstellung in der Heimatstube Sanitz im Jahre 2012 begleiten. Also, wenn es Eure Zeit ermöglicht, schreibt uns bitte an die folgende e - mail - Adresse : bernd@kirchhainer.de . Vielen Dank !

Erinnerungen von Hannes Urbaniak, zuletzt Dienstgrad OSL und im FRID der 43. FRBr bis November 1983 in Sanitz. Von 1961 bis 1966 in Pinnow und Abtshagen, im LAR-12 und im FRR-18. Angefangen als Obertechniker HF- Kabine, dann Zugführer Apparate - und HF-Kabine ( AW und PW ). Ab 1966 folgte eine Ing. - Ausbildung. 1971 kehrte er zurück in sein " altes " Regiment, in das Fla - Raketenregiment 18 bzw. der 43. FRBr nach Sanitz . Hier der Teil I seiner Einnerungen, den Zeitraum in Pinnow betreffend :


" ... Zu Beginn des Ausbildungsjahres 1961 ( damals begann die Ausbildung am 1. Januar ) in der Flak- Artillerieschule Potsdam- Geltow führte man ein neues Fach für uns 3-jährige ein. Regeltechnik- mechanisch, wie sie schon in den 40-er Jahren angewendet wurden. Aber... bei uns geheim. Bald darauf wurden Aussprachen geführt . Es ging um eine neue Verwendung.Was, wann, wie, wo hatuns keiner gesagt, Fragen diesbezüglich wurden nicht beantwortet. Aber man mußte eine Schweigeerklärung unterschreiben. Lustig im nachhinein, Schweigen über Unbekanntes. Bald darauf plötzlich Abschlußprüfung als braver Flakoffizier 57-mm, obwohl die Ernennung zum Offizier erst im Herbst anstand. Ja, ja hieß es - jetzt Prüfung, Ernennung dann im Herbst. Die Lehroffiziere ließen nichts aus. Von" Marx - Lenin " über Flaktechnik bis zum Richtkreis, alles war drin. Wir waren die letzten Flakartilleristen in Geltow, dann wurde die Kaserne zumKommando Landstreitkräfte. Geltow war eine moderne Garnison mit guter Unterbringung, Sportplatz, Schwimmbad, Club mit vielen Möglichkeiten , Casino. Erbaut von der Wehrmachtsluftwaffe, dann Sowjetarmee, Flak, Kdo Lask und wieder einen neuen Nutzer. Reißt nicht ab ...

Dann urplötzlich im zeitigen Frühjar von einen Tag auf den anderen, Sachen packen, aufsitzen Plane zu und ab. Durch die Plane gekiebitzt, Berliner Ring nach Norden. Wir landeten in Pinnow , einem kleinen Dorf zwischen Angermünde und Schwedt. Eine Kaserne mit massiven Baracken im lichten Mischwald, im Lehr -und Ausbildungsregiment 12. Kommandeur war Major Trautsch, ein kleiner agiler Mann mit wenig Haaren und einer " tiefen " Stimme.Später wurde er Generalmajor und Stellv. Fla – Raketen im Kommando Luftstreitkräfte/Luftverteidigung. Allseits geachtet und beliebt. Ein Fachmann.

Die Ausbildung begann mit der Aufteilung in Gruppen.Wer, wie, was - keine Ahnung. Dann das wichtigste, ein kleiner grüner Sonderausweis, der noch geheimer war als die neue Fla-Technik. Wer den verlor … Übrigens war alles so geheim. Sogar der letzte Widerstand in einem Stromversorgungsblock ( Übernahme von " Wasserfall " der Luftwaffe aus den 40-Jahren !). Aber es war wohl der Zeit und den Umständen der 60-Jahre geschuldet. Wir 20 - jährigen machten uns keinen großen Kopf. Wieso auch, da keiner wußte, um was es geht. Zur Ausbildung standen das gesamte FRR-18 und Teile des FRR-17. In den Unterrichtsräumen saß der gesamte spätere Personalbestand. Vom Regimentskommandeur bis zum letzten Kanonier. Natürlich nach Verwendung in Gruppen unterteilt. Ab Batteriechef kamen alle Offiziere vonder Flak oder Erdartillerie. Für die Technik sind längerdienende Unteroffiziere und Wachtmeister dazu gekommen. So nannte man damals die Feldwebel bei der Rohrartillerie. Wurde später abgeschafft wie so einiges, was die Waffengattung ausmacht. Wieso eigentlich ?

Vervollständigt wurde das Personal durch junge Offiziere von den Funktechnischen Truppen. Die waren uns natürlich meilenweit voraus, hatten sie doch die auf uns zukommenden meterlangen Schaltbilder schon intus. In der sowjetischen Technik wurde Vereinheitlichung angewendet, z.B. ein Empfänger war für fast alle Stationen grundgleich. So waren für sie die Grundlagen der Fla - Elektronik leichter. Sie haben uns aber gut unterstützt, besonders nachher, als wir die Technik übernommen hatten und selbst zurechtkommen mußten. Das halbe Jahr in Pinnow war aber für einige der Lenz. Hätte ich aber auch so gemacht. Pinnow und Geltow ,wie Tag und Nacht. Baracken mit Schlafsälen, das Unterrichtsgebäude mit Draht um den Fenstern, die U - Räume wie Stuben. Ein düsterer Speisesaal mit kleiner Klappe.Wo warst du dahin, Geltow, mit einer drallen Blondine als Bedienung in der Kantine ? Aber ein gemütliches Casino hatten sie. Manches Bierchen ist geflossen. Pinnow war eben nicht Potsdam.

Die technische Ausbildungsbasis befand sich in den Wällen des ehemaligen Schießstandes, abgeschirmt durch Draht und den grünen Ausweis. Ausgebildet wurde Funktechnische ( damals noch ) Batterie, Startbatterie ( haben sie so gelassen) und Sicherstellung mit Fla-Raketen, also TA. Wir wurden als Obertechniker ausgebildet, vom russischen übersetzt " Starschij Technik ". Wurde nachher in Offz. für ... ersetzt, hatte sich aber noch bis in die 80-Jahre gehalten. Zur Ausbildung wurden wir in Unterrichtsgruppen nach der späteren Verwendung aufgeteilt. Nach Systemen der FuTK, der Startbatterie und Technische Abteilung. Alle angehenden Obertechniker saßen mit ihren Soldaten und Unteroffizieren in einen U-Raum. Sold. / Uffz. vor den Blockschaltbildern, die Techniker vor den Prinzipschaltbildern. Warum, wer in welches System kam ? Unbekannt. Er kam eben und fertig. Ich bin zur HF ( Hochfrequenz ) gekommen, zur Kabine PA. Der Ausbildungskomplex war ein DWINA-SA75, damals noch als Kofferversion auf einem LKW Typ SIL. Jeder war nur auf sein System ausgerichtet – das war die Methode. Wolltest du einen Blick in einen anderen Koffer werfen, denkste, sofort Tür zu. Das gleiche im U – Gebäude. Die " Stuben " lagen nebeneinander auf gleicher Etage. Tür zu und Pumpe. Alles so geheim !? Dieses " Jeder darf nur sein System kennen " erwies sich nach Übernahme und Nutzung der Technik natürlich als Problem und Nachteil. Ein Fla - Raketenkomplex ist nun mal ein Komplex mit Zusammenwirken vieler Komponenten. Das zu erfassen, hat uns später viel Lehrgeld gekostet. Der Ausbilder auf der Kabine PA war Oltn. Altenkirch. Wie alle Ausbilder, neu imGeschäft “. Alle im Unterrichtsraum haben sich redlich bemüht und dann eine Erklärung für die technischen Vorgänge gefunden. Der eine so, der andere so ...

Noch eine andere Sache : es gab ja keine deutsche Literatur über und zur Technik. Alles in Russisch und nach nach dem Motto " … Jeder hat zumindest 5 Jahre in der Schule Russisch gelernt ". Da hörte es dann aber bereits schon bei " Ustanowka " auf. Ein technisches Allerweltswort. Übrigens, die deutschsprachige Literatur hat man zumindest bis zu meinem Ausscheiden 1983 nichtin den Griff bekommen. Auch wenn die Truppenoffiziere tüchtige Zuarbeit geleistet haben. In Pinnow haben wir dicke Hefte, diktiert von den Ausbildern, vollgeschrieben. Das war Material aus ihrem Lehrgang in Ulan – Ude in der Sowjetunion. Die Ausbildung an der Technik wurde im Schichtsystem durchgeführt, da eine ganze Klasse keinen Platz in den engen Koffern hatte.

Letztendlich haben das Ziel alle geschafft - ein Lob an unsere Ausbilder, die sich bemüht haben und ihren Schülern manchmal sicherlich nur zwei Lektionen voraus waren. Noch ein Wort zu Pinnow. Ein kleines Dorf mit Nachbargemeinde war das Ausgangsgebiet. Für Sold. / Uffz. Bedeutete es “ Tote Hose “ - nichts los. Nur hin und wieder Tanz, es ging aber kaum jemand hin. Es galt der alte Spruch der Dorfjugend : in unserem Stall treten wir die Hühner selber …

Für die Mannschaften gab es eine Kantine mit Stehtischen. Mitten im Raum war ein Verschlag mit Maschendraht. Da stand dann ein “ Kalfaktor “ und verkaufte Bier und Bockwurst. Damals gab es noch Bier in der Kaserne, man mußte also nicht extra Ausgang nehmen, um sein Bierchen zu trinken. Die Frage war auch – zu welcher Gaststätte, wenn es denn eine gab. Kino war im Speisesaal – nicht gerade sehr gemütlich. Wir Offz. - Schüler hatten es da ein wenig besser. Ein kleines gemütliches Casino hat uns so manche Mark abgenommen. Oder wir sind nach Angermünde in den legendären " BH " gefahren – den “ Berliner Hof “ . Ein Tanzlokal, wie sie damals allerortens bestanden. Die Älteren werden sich erinnern. Da ging es manchmal hoch her und einige Schöne haben dann dort auch ihren Gatterich eingefangen. Im Herbst 1961 war die Ausbildung beendet, nun stand die Ernennung zum Unterleutnant an. Damals war es der erste Offiziersdienstgrad. Prüfung war ja schon. Aber … Es mußte natürlich eine Prüfung zum Abschluß und Bestehenüber des Lehrgangs geben, keine Frage. Nun kam folgendes dazu : die Wachtmeister jedoch wurden auch ernannt und nach dem allgemein geltenden Gleichheitsprinzip hieß es dann - alle nochmal die Offiziersprüfung ablegen ! So haben wir Offz. - Schüler gleich zweimal den " Unterleutnant " gemacht. Nach Adam Riese – ein Stern undnoch ein Stern gleich zwei " Stern ". Wäre eigentlich Leutnant … Aber, denkste, war NVA. Wenn ich mich richtig erinnere, fand so eine Art Vorernennung auf dem Sportplatz vor der Kaserne statt. Es war kalt und regnerisch . Die feierliche Ernennung war dann aber in Geltow.
Wir haben zur Feier des Tages einen abgebissen nach dem Motto - “ Es säuft der Mensch, es
säuft der Bär, am meisten säuft die Luftabwehr “...
Wir waren damals alle junge Männer Anfang 20. Zum Schluß haben sie noch dem Schulkommandeur die Mütze geklaut und sowas von verbeult hängen lassen, die der Ärmste dann tatsächlich auch noch aufgesetzt hat. Aber, unvollstellbar : ein Oberstleutnant ohne Mütze ...

Nach Abschluß der Ausbildung wurde das Personal für die Abteilungen zusammengestellt. Ich sollte in die 1. Fla-Raketenabteilung des FRR - 18 nach Abtshagen. Noch waren wir aber in Pinnow,Herbst 1961.

Der Fla-Raketenkomplex sollte übernommen werden. Wann? Also lungerten wir in Pinnow herum. Dann Aufbruch nach Stallberg, zum Fla – Raketenregiment 17, also dem FRR - 17. Weil die Feuerstellung in Abtshagen noch nicht fertig war, fand die Übernahme in Stallberg statt. Der DWINA-Komplex in Kabinenvariante. Aber die sowjetischen Instrukteure haben uns alles geduldig erklärt. Haben sie eigentlich immer gemacht bei neuer Technik oder Modernisierung. Einsatzbereit, gut - Übernahme. Eine Episode : nach Abschluß der Übernahme brachte ein Instrukteur einen 20 Liter Kanister in die Stromverteilerkabine RMA. Die Halterungen waren an der Wand angebracht und unser guter Uffz. hat immer gefragt, was da denn noch fehle. Die Antwort von sowjetischer Seite : " Budjet..Budjet ". Wird schon noch. Nun gut, Kanister befestigt und " Do swidanija ". Unser Unteroffizier war natürlich neugierig, den Kanister abgenommen – er war leer. Als er ihn aufgemacht hatte, war anschließend eine gute Wolke Alkohohl in der Luft. Nachher erfuhren wir, das dieser Primasprit zum Reinigen der HF - Verbindungen vorgesehen war. Der Winter in Stallberg war kalt und was hilft dann den Freunden aus der Sowjetunion, richtig … Ich habe nachher noch einige Komplexe übernommen, aber einen derartigen Kanister gab es nicht mehr. Eigentlich schade !

Anfang 1962 haben wir dann nach Hinrichshagen verlegt, weil Abtshagen immer noch nicht fertig war. Wir standen mit dem Eisenbahntransport, dem noch viele folgen sollten, auf dem Pasewalker Bahnhof. Die Startrampen waren mit Planen bedeckt. Zwischen den Gleisen liefen Eisenbahner umher. Da hörte ich wie einer sagte: " Du, jetzt haben sie sogar schon Kanonen mit viereckigen Rohren ..." - Fortsetzung folgt.


Dienstag, 25. Mai 2010

Diplom-Urkunde der OHS Kamenz aus 1991 gesucht

Am 26. Juli 1991 erhielten 3 Damen und 69 Herren ihre Diplomurkunde übergeben. Ein Diplom einer ostdeutschen Offiziershochschule für einen technischen Hochschulabschluss mit dem Kopf und Siegel der Bundeswehr. Der Abschluss ist zivil voll anerkannt, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Sachsen jedem Absolventen bestätigte.

Für das geplanten Buch »Geschichte und Geschichten der Offiziershochschule der LSK/LV "Franz Mehring"« der Arbeitsgruppe Geschichte der Offiziershochschule der LSK/LV "Franz Mehring" wird noch eine solche Diplomurkunde gesucht, am besten gescannt, aber letzlich egal in welcher Form!

Entgegennehmen würde den Scan / die Kopie Dr. Herbert Bellanger:

Dr. Herbert Bellanger,
Haberkornstraße 16,
01917 Kamenz
Telefon: 03578 / 3090959, Fax: 03578 / 303913
E-Mail: hbellanger@t-online.de

Montag, 24. Mai 2010

FRA-133

Burghard von den "13ern" hat mir Fotos von der Fla-Raketen-Abteilung 133 des Fla-Raketenregimentes 13 mit erläuternden Texten geschickt. Der Fotograf sollte nicht genannt werden. Auch wenn die Fotos oft weder künstlerischen Anforderungen genügen, noch den hohen Idealen der NVA Ausdruck geben ;-) können wir uns glücklich schätzen, dass diese Bilder aufbewahrt und zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurden: