Donnerstag, 28. Juni 2012

Krieg gegen Köpfe

1999

»In den frühen Morgenstunden des 23. April 1999 bombardierten Flugzeuge der Nato den Hauptsitz und die Studios der serbischen Radio- und Fernsehgesellschaft (Radio Televisija Sribje, RTS) im Zentrum Belgrads. Rund 120 Zivilisten arbeiteten zum Zeitpunkt des Angriffs im Gebäude. Mindestens 16 von ihnen wurden getötet und 16 weitere verletzt, die Nachrichtensendung wurde durch den Beschuss unterbrochen.« (AG Friedensforschung)

Der jugoslawische Informationsminister Aleksandar Vucic hatte per Fax von CNN eine Einladung zur Live-Schaltung für die Larry-King-Show für die Nacht des Bombenangriffs erhalten. »Laut Fisk wurde Vucic informiert, daß das Interview um 2.30 Uhr stattfinde und er um zwei Uhr in der Maske erscheinen solle. Vucic sei, so Fisk, dem Angriff um 2.06 Uhr nur entgangen, weil er sich verspätet hatte.« (Schattenblick)

»"Seit gestern abend ist die Berichterstattung über die NATO-Angriffe eingeschränkt. Bilder von getöteten Zivilisten und verwüsteten Wohnhäusern", so meldete die ARD-Tagesschau am 27. Mai, "werden künftig nicht mehr zu sehen sein. Auf Druck der NATO-Länder wurden die Sendungen des serbischen Fernsehens über Satellit vom europäischen Satellitenkonsortium eingestellt."« (NATO-Tribunal)

2011

»Am 30. Juli 2011 bombardierte die NATO unter anderem den libyschen Fernsehsender Al-Jamahiriyar und tötete die anwesenden Journalisten. Die NATO erklärte damals ungeniert, sie hätte den Fernsehsender bombardieren müssen, denn er hätte „Terrorsendungen“ ausgestrahlt.« (HdF; Tagesschau)

2012

Am 2. Juni 2012 wurden die Satelliten Nilesat und Arabsat für das syrische Staatsfernsehen gesperrt. Unweit der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde am 27. Juni 2012 der Fernsehsender Al-Ikhbaryia von Freiheitskämpfern / Terroristen / Banditen / Bewaffneter Opposition (zutreffendes bitte unterstreichen) überfallen. Die Sicherheitskräfte, Techniker und drei Journalisten des Fernsehsenders wurden getötet. Die Anlage wurde durch Sprengsätze völlig zerstört. (Hinter der Fichte; Reuters)

Kommentare:

  1. Eutelsat und das britische Unternehmen Arqiva hatten in der Vergangenheit die Übertragung von 19 iranischen Programmen über den Satelliten Hotbird abgeschaltet.

    Nun wird gejammert^^^behauptet:

    »Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat Syrien und Iran vorgeworfen, die Ausstrahlung internationaler Programme im Nahen Osten zu beeinträchtigen. Die jüngsten Signalstörungen der Sender "Deutsche Welle", "BBC", "France24" und "Voice of America" seien ein "Angriff auf die Unabhängigkeit der Medien".« :-D
    http://derstandard.at/1350259084239/EBU-wirft-Iran-und-Syrien-Signalstoerungen-vor

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  2. Die USA verhängten "neue Sanktionen gegen staatliche Rundfunkunternehmen und deren Verantwortliche, die nach Ansicht von Washington die iranische Opposition zensieren.Unter anderem wurde das US-Vermögen der iranischen Rundfunkanstalt IRIB eingefroren."
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/atomprogramm-usa-verhaengen-neue-iran-sanktionen-a-881906.html

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  3. PolitikKrim-Streit: Ukraine schaltet russisches Fernsehen „aus Sicherheitsgründen“ ab
    »Nach Angaben des ukrainischen Nationalrates für Fernsehen und Rundfunk hat bereits rund die Hälfte der Kabelanbieter landesweit die Übertragung von fünf zentralen russischen Sendern gestoppt. Die Behörde fordert die komplette Abschaltung noch bis Dienstagabend.

    Das Abschalten der russischen Sender sei für die Informationssicherheit nötig und entspräche der Entscheidung des ukrainischen Sicherheitsrats „über Sofortmaßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit, Souveränität und territorialer Einheit der Ukraine“, hieß es. Russland kritisiert die Entscheidung als Verstoß gegen die Redefreiheit.«
    http://de.ria.ru/politics/20140311/268016847.html

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    1. »Das russische Ministerium für Kommunikation hat das Gebiet in der Ukraine ermittelt, von wo aus versucht worden war, funkelektronische Kampfmittel gegen einen russischen Fernsehsatelliten einzusetzen.

      Das versuchte Störmanöver gegen russische Sende-Satelliten bedeute einen Verstoß gegen die Satzung des Internationalen Fernmeldevereins vom 22. Dezember 1992, hieß es.

      Laut früheren Berichten wurde von westukrainischem Territorium aus ein Angriff mit funkelektronischen Kampfmitteln auf russische TV-Satelliten versucht.«
      http://de.ria.ru/politics/20140315/268039268.html

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