Montag, 5. Januar 2015

Kameradentreffen JG-15

Hallo Kameraden des ehemaligen JAG 15

Hiermit möchte ich alle Kameraden des ehemaligen JAG 15 daran erinnern, dass unser 8. Kameradentreffen im Mai 2015 auf dem Flugplatz Rothenburg OL statt finden wird. Alle ehemaligen Kameraden der 1. und 2. technischen Staffel die in der Zeit von 1960 bis 1965 im JAG 15 gedient haben, sind dazu herzlich eingeladen. Selbst verständlich können auch Kameraden daran teilnehmen, die zu einer anderen Zeit hier gedient haben. Wir alle sind an einem regen Gedankenaustausch interessiert.

Das 8. Kameradentreffen ist auf dem Flugplatz Rothenburg OL am 29. Mai 2015 um 14.00 Uhr im Museumsgelände. Nach der Begrüßung aller Teilnehmer ist wieder eine Besichtigung der Technik vorgesehen. Danach geht es in die Flugplatzgaststätte zum Kaffee trinken. Ab 19.00 Uhr klingt der Tag traditionsgemäß im Rothenburger Ratskeller in einer kameradschaftlichen Runde aus.

Alle Kameraden die schon am Freitag anreisen treffen sich um 16.00 Uhr in der Gaststätte „Preußischer Hof“ oder um 19.00 Uhr im Ratskeller.

Wer eine Unterkunft sucht, kann sich unter der Tel. Nr.  03 58 91-38 145 im Martinshof, bzw. unter Tel. Nr. 03 58 91- 3 51 45 im Preußischen Hof melden.

Das Hotel „Zur Krone“ ist geschlossen !!!

Bei evtl. Rückfragen kann man sich bei mir melden unter der Telefon Nr. von Hans-Jürgen Bösche
Tel. Nr. 03944-63 124
E-Mail: h-jboesche@arcor.de

Wer an unserem Treffen teilnehmen möchte, bitte ich um eine kurze Mitteilung, damit die Teilnehmerzahl eingeschätzt werden kann.

Bis zum Treffen grüßt euer ehemaliger Kamerad
 

Hans- Jürgen Bösche

Freitag, 2. Januar 2015

Fahnenflucht - Bundeswehr

Das Thema "Fahnenflucht" (Desertation) beschäftigt mich schon länger, vgl.:
http://home.snafu.de/veith/deserteu.htm

Neben den Definitionsschwierigkeiten bei der Abgrenzung zwischen "Fahnenflucht" und "unerlaubte Entfernung" (Bundeswehr: "Eigenmächtige Abwesenheit") dominiert die Unfähigkeit bundesdeutscher Autoren die Fahnenflucht auf NVA und Grenztruppen einzuschränken. So werden nicht selten "Uniformträger", wie Angehörige der Reichsbahn aber auch bloße Reservisten der NVA in die bundesdeutschen Statistiken einberechnet.

Andersherum sind Angaben zur Bundeswehr selten und eingrenzend. Wenigstens zusätzliche Angaben zum Bundesgrenzschutz (Bundespolizei) wären für Vergleiche angemessen. Aber wer will schon vergleichen?

Während noch in der Bundestagsdrucksache 14/5857 vom 03. April 2001 selbst den Parlamentariern des Deutschen Bundestages die Antwort verweigert wurde, gibt es zwischenzeitlich zumindest für die Bundeswehr und die Jahre 2009 bis 2012 offizielle Zahlen ... natürlich nur soweit sie von den "zuständigen Strafverfolgungsbehörden" im Rahmen der "MiStra" gemeldet wurden. Ein Problempunkt kann bereits die Nr. 19 dieser Anordnung sein, denn die Mitteilungspflicht für die Verfahrenseinstellungen ist teilweise eine Soll-Vorschrift, d.h. die Behörde hat für die Meldung in "untypischen Fällen" einen Ermessensspielraum.


Gemeldete Verurteilungen und Verfahrenseinstellungen gegen Angehörige der Bundeswehr in den Jahren:
2009 = 35 (Eigenmächtige Abwesenheit = 324)
2010 = 26 (Eigenmächtige Abwesenheit = 379)
2011 = 27 (Eigenmächtige Abwesenheit = 325)

Keine Wehrpflichtigen mehr:
2012 = 13 (Eigenmächtige Abwesenheit = 180)

Für die 1980er Jahre wurden über 50 Fahnenflüchtige pro Jahr geschätzt ... bei den aktuellen Angaben ist zudem zu berücksichtigen, daß Deserteure nur vor Gericht stehen können, wenn man diesen habhaft wird. Hier wäre noch spannend, wie viele Fahndungen laufen.
 
Link:

Sonntag, 28. Dezember 2014

MH-17 und Propaganda

Obwohl die Kiewer Machthaber schon 20 Minuten nach dem Verschwinden von Flug MH-17 "wußten", daß die Separatisten / Terroristen / Widerstandskämpfer (Zutreffendes bitte unterstreichen) mit Unterstützung der Russischen Föderation das Flugzeug abgeschossen hätten, und die USA anschließend von Beweisen tönten, wissen wir nach über einem halben Jahr immer noch "nichts".

Die Zeit der Propaganda.

Im Vergleich zu früher hat die russische Propaganda richtig Fahrt aufgenommen und ist stellenweise der "westlichen" überlegen. Das liegt m.E. bereits am der Stil:

Westliche Propaganda operiert mit Tatsachenbehauptungen, die leicht widerlegbar sind oder Beweise erfordern, die regelmäßig nicht erbracht werden. Rußland dagegen lanciert Einzelmeinungen, "private" Stellungnahmen ... viel schwerer zu entlarven.

Die Wahrheit?
 
Bereits als ich im Sommer las, daß Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder - ausgerechnet - im staatlichen AAIB Großbritanniens untersucht werden, war mir klar, das wird nichts mehr. Ein schlechter Witz war die "Untersuchung" der Wrackteile anhand von Internetfotos.

Es wird sich natürlich eine Meinung durchsetzen und Eingang in die Geschichtsbücher finden. Die Meinung, die mit Macht "alternativlos" durchgesetzt wird. Es ist daher m.E. (weiterhin) wichtig, die anderen Varianten zu dokumentieren.

Wie im Kalten Krieg.

Ich hatte ebenfalls geglaubt, daß solche Kriegshetze vorbei ist: Rußland ist auch nur ein kapitalistischer Staat und in der Ukraine balgen sich lediglich die Clans der Oligarchen um die Pfründe, während diese in Rußland politisch klein gehalten werden und in den USA und EU-Staaten "demokratische" Spielregeln gefunden haben.

Aber ein Staat / Staatenverbund steht eben der wirtschaftlichen und politischen Expansion des Anderen im Wege. EU- und NATO-Erweiterung geht nur gegen Rußland. Hier ist es Rußland, welches sich verteidigt.

Es bleibt jeden vernünftig denkenden Mitteleuropäer wohl nur die Chance für ein Gleichgewicht der Kräfte einzutreten, ja, wie weiland im Kalten Krieg, leider. Naive Menschen könnten noch denken, ein schneller Sieg "ihrer" Seite könnte den Konflikt lösen und dann würde endlich der ewige Weltfrieden ausbrechen. Hat aber schon bei den alten Römern nicht geklappt.

Viele denken natürlich nicht, sondern plappern nach: Gestern für das "Selbstbestimmungsrecht der Völker", heute für die "territoriale Integrität" ... und wissen meist gar nicht, worum es geht und wollen es nicht wissen.


»Ein Krieg, der nicht enden kann, formt das inländische Leben dauerhaft. Eine Strategie, die überall zum Engagement zwingt, erschöpft ein Land. Kein Imperium kann das Gebot der permanenten, nicht zu gewinnenden Kriege überleben.« Stratfor.com (15.01.2013)

Weiterführender Link:
http://www.voltairenet.org/article183388.html

MH17-Abschuß: Zeuge sagt aus - Es war Hauptmann Woloschin

Hinter der Fichte meldet: MH17-Abschuß: Zeuge sagt aus - Es war Hauptmann Woloschin: »Es war nur eine Frage der Zeit, jetzt sind die Lügen der Ukraine aufgeflogen. Nun endlich packt ein Zeuge aus: Die Ukraine schoss MH17 ab. Die Armee setzt die verbotenen Streubomben und Aerosolbomben ein. Sie bombardierten Lugansk und Donezk aus der Luft.
.
.
.
An dem Tag kam der Pilot zurück ohne die Raketen. Möglich, dass er sie aus Angst über den Abschuss der beiden andern Kampfflugzeuge oder aus Rache auf die Boeing abfeuerte. Ich weiß nicht, ob er wusste, dass es eine Boeing war oder nicht.
.
.
.
Als der Pilot nach der Landung aus dem Jet ausstieg, sagte er „Das falsche Flugzeug.“ Das wiederholte er am Abend auf die Frage eines anderen Piloten. „Das Flugzeug war zur falschen Zeit am falschen Ort.“
Die Einheit von Woloshin ist in der Stadt Nikolajew, Ukraine stationiert. Sie war Dnipropetrowsk zugeteilt, vorher Chugujew bei Charkow.
.
.
.
Die Ukraine hat gemeldet, die beiden Kampfjets wären am 16. Juli abgeschossen worden, das ist nicht wahr, es war jener 17. Juli.«

Übersetzung/Zusammenfassung: Hinter derFichte.
Interview in Russisch auf YouTube.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Szenario: MH-17 und Su-25

Bereits am 2. August 2014 hat Ralf Rudolph, Oberst der NVA, das BUK-System erläutert und ein Szenario entwickelt, was von einem Versehen der ukrainischen Streitkräfte ausgeht. Schließlich hatten ukrainische Militärs bereits im Jahr 2001 "Sibir-Flug 1812" mit 78 Opfern versehentlich abgeschossen.

Der Artikel wurde auf der Website des Traditionsverbandes Nationale Volksarmee e.V. veröffentlicht. Hier ein Auszug:

»Am 17. Juli soll das 156. ukrainische Regiment der Truppenluftabwehr den Auftrag erhalten haben, mit einer Buk-Feuerabteilung eine Übung zum Schutz des Vorgehens von Truppen der Nationalgarde und der ukrainischen Armee im Raum Donezk durchzuführen. Im Trainingsmodus sollte der gesamte Ablauf vom Erfassen des Zieles bis zu Start der Rakete trainiert werden.
 
Ein realer Start der Rakete war jedoch nicht vorgesehen. Zur Zieldarstellung wurden vom 229. Geschwader der taktischen Fliegerkräfte der Landstreitkräfte in Nikolajew bei Dnepropetrowsk zwei Su-25 gestartet. Mit Einfliegen einer der Su-25 in den Erfassungsbereich des Radarsystems Kupol wurde sie unter Kontrolle genommen und begleitet. Ihre Koordinaten wurden an ein Raketenstartfahrzeug übermittelt. Zufällig kreuzten sich die Flugrouten der Boeing 777 und der Su-25 in unterschiedlichen Höhen. Das Radargerät des Raketenstartfahrzeuges ist jedoch so ausgelegt, dass immer der intensiver reflektierte Radarstrahl (im Betrieb des Regimes „enger Strahl“) genutzt wird und das Radarsystem sich automatisch auf das größere Ziel umstellt. Wegen der immensen Größenunterschiede beider Flugzeuge wurden die Raketen somit ab dem Moment des Kreuzens der Flugrouten auf die Boeing gerichtet. Warum der nicht vorgesehene Raketenstart erfolgte, sollen nun Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes aufklären, die noch am Abend des Unglückstages gegen 9.30 Uhr den Chef und die Besatzung des ukrainischen Buk-Startfahrzeuges in Gewahrsam nahmen. Außerdem wurde mittlerweile bekannt, dass der Jägerleitoffizier, der am 17. Juli auf dem Tower des Militärflugplatzes Nikolajew Dienst tat, spurlos verschwunden ist.

Solange das Radar die ukrainische Su-25 verfolgte, registrierte das System durch die  „Freund-Feind Kennanlage“, dass es sich um eine eigene Maschine handelte. Damit war automatisch der Start von Raketen blockiert. In dem Moment jedoch, als das Radar durch Überlagerung der Flugrouten die Boeing verfolgte, blieb das Antwortsignal aus, weil die malaysische Maschine keine solche Anlage hatte. Ein Start der Rakete könnte erfolgt sein, wenn schon vorher der Startknopf zu Trainingszwecken gedrückt worden war.«
 
Vergleiche:

Sonntag, 14. Dezember 2014

Friedenswinter - Berlin 13.12.2014

Am 13. Dezember 2014 fand in Berlin eine Friedensdemonstration statt, von der ich zufällig erfahren habe und an der zwischen 2.500 und 3.500 Menschen teilnahmen. Und so sah das Anfangs vor dem Berliner Hauptbahnhof aus:

Die Gruppe sah auf dem Bahnhofsvorplatz mit Blick auf das Bundeskanzleramt noch ziemlich verloren aus, aber ich mußte mich außen herum kämpfen, stets von Ordnern und der Polizei ermahnt, nicht auf die Fahrbahn zu treten. Endlich, ein Blick auf die Redner und einige Satzfetzen von diesen erhaschend:

Natürlich wurde auch ich "beobachtet" ;-)
 
Hier nun das "berühmte" Gauck-Plakat. Warum der oder die Macher ausgerechnet eine NVA-Uniform verwendeten? Vielleicht standen bei einer ggf. "passenderen" Uniform strafrechtliche Bedenken im Vordergrund?


So sah das Gewühl von der anderen Seite aus. Zum Glück "Gewühl", denn das Wetter war ziemlich frisch und ungemütlich.

Endlich formierte sich der Demonstrationszug in Richtung Bundespräsidialamt. Derweil wurden von der ersten Reihe ein Sprechchor geübt ("Gauck, der nichts taugt, außer nur zum Kriegsklamauck"; mp3), sehr zur Freude der Medien. Wobei, die Logos von Funk und Fernsehen waren nicht auszumachen. Neben mir diktierte ein vermutlich italienischer Journalist mehrfach etwas in sein Mobiltelefon.
 
Und dann ging es los. Hinter obigen Spruchband kam passend zum "Pioniergeburtstag" zuerst ein Block unter Fahnen der GEW, danach einige Rote Fahnen und dann "alle anderen".
 
Vorbei ging es am Gefängnis Moabit, wo vermutlich verschiedene Interessengruppen sich gern wechselseitig sehen würden:
 
Angekommen am Schloß Bellevue befand ich mich plötzlich und zufällig in einer mit unbekannten Gruppe von Schuh-Werfern. Wobei folgende Person zwar medienwirksam posierte, ich aber nicht weiß, ob er überhaupt den Rasen mit einem Schuh eindeckte:

So sahen dann fliegende Schuhe aus. Da einige haarscharf an Polizisten hinter dem Absperrgitter vorbeigingen, wurde eine attraktive Polizisten aus der Menge gefragt, was sie davon halte. Sie meinte recht cool, solange mich keiner trifft ...


Wieder ertönte Sprechchöre, diesesmal "Gauck an die Front!" (mp3). Den Fahnen nach, war eine erstaunliche "Vielfalt" friedlich nebeneinander: Friedensbewegte, Russen, Ukrainer, Kommunisten und vor allem: Ganz gewöhnliches "Bürgertum" beim "Nachmittagsspaziergang". Das Durchschnittsalter würde ich auf 40 Jahre schätzen. Einem Jungen von ca. 6 Jahren, dem es erkennbar langweilig und kalt war, wurde von seinem Vater erklärt, daß diese Demo wichtig wäre und er ihm so etwas unbedingt zeigen müsse.
 
 

Ach ja, eine einsame Fahne der "Linken" wehte auch. Nun, hoffentlich muß der oder die Teilnehmer nun nicht mit Parteiausschluß rechnen ;-)

Noch vor dem Ende der Veranstaltung zerstreuten sich die Teilnehmer langsam, da sie und ich kaum etwas vom "Podium" verstanden. Erst in einiger Entfernung und noch am sowjetischen Ehrenmal konnte ich die Redner verstehen. Die Veranstalter sollten an ihrer Technik arbeiten!

In der Kneipe meines Vertrauens wärmte ich mich anschließend beim mexikanischen Bier und amerikanischen Rind. Dabei grübelte ich über den armen Auswerter der Polizei, der nun mittels Bilderkennungssoftware die Aufnahmen aus den Videokameras der Polizei auswertet und die Erkenntnisse mit den Datenspuren der Demonstranten vergleicht. Meine eigene Datenspur ist erschreckend: Nach der Demo gegoolt (Fehler 1), Bahnverbindung online herausgesucht (Fehler 2), am überwachten Zielbahnhof ausgestiegen (Fehler 3) und nicht zuletzt Handy dabei gehabt (Fehler 4) ... und jetzt noch dieser Blogeintrag! Wenn mir demnächst mein Personalausweis entzogen wird, weiß ich wenigstens "warum" ;-)
 
Interne Links:

Samstag, 6. Dezember 2014

Der Russe ist Schuld!


Der Untersuchung der MH-17 Katastrophe kann abgeschlossen werden. Das US-Repräsentantenhaus hat unmißverständlich in seiner "Resolution 758"  abschließend für Recht erkannt: »... Malaysia Airlines Flight 17, a civilian airliner, was destroyed by a missile fired by Russian-backed separatist forces in eastern Ukraine, resulting in the loss of 298 innocent lives;« Auf Deutsch:

»... der Malaysia Airlines-Flug 17, ein Zivilflugzeug, wurde von einer Rakete der durch Russland unterstützten separatistischen Kräfte im Osten der Ukraine zerstört, was den Verlust von 298 unschuldige Leben zur Folge hatte;«

Ok, das könnte man als bloße (Krieg-) Propaganda, so wie Ron Paul, abtun, wenn die USA für Europa nichts o gefährlich wären, s.a.:
http://n8waechter.info/2014/12/unverantwortlich-us-kongress-erklaert-krieg-gegen-russland/
http://de.ria.ru/politics/20141205/270151651.html
https://www.congress.gov/bill/113th-congress/house-resolution/758/text