Freitag, 5. Januar 2024

Nachruf zum Ableben von GM a.D. Kurt Kronig


 

   


Am 28.12.2023 verstarb nach Krankheit der langjährige Chef der Fla-Raketentruppen im Kommando LSK/LV der NVA unser Genosse, Freund und langjährige Weggefährte Generalmajor a. D. Kurt Kronig im Alter von 90 Jahren. Am 11.04.1933 in Nisky/Oberlausitz geboren, Vater Schreiner, machte er von 1948 bis 1951 eine Lehre als Elektromonteur und anschließend ein Studium an der Ing.- Schule in Chemnitz. Sein Eintritt bei der Kasernierten Volkspolizei (KVP) erfolgte am 01.04.1953. Es war der Beginn eines militärischen Werdegangs, der am 01.10.1990 mit dem Ende der DDR und der NVA sein Ende fand. Nach dem Tod seiner Ehefrau Ingrid im Jahre 2015 lebte Kurt im Bereich betreutes Wohnen im Paul-Schäfer- Haus in Neuenhagen, einem Altenwohn-und Pflegeheim. Er hinterlässt drei Töchter mit deren Familien, auf deren Werdegang er sehr stolz war.

Zum Verlauf: Kurt Kronig begann am 04.01.1953 bei der Kasernierten Volkspolizei in den Dienststellen Augustusbad und Kamenz als Soldat und Offz.-Schüler. Es folgte ab April 1955 der Einsatz als Stationsleiter mit dem Dienstgrad Unterleutnant in der Dienststelle 4 Kamenz, dort ab 01.03.1956 dann Leutnant und KC im Nachrichten-und Flugsicherungsbataillon der inzwischen gegründeten NVA. 1957 erfolgte die Versetzung ins Kdo. LSK/LV nach Strausberg, Bereich Funktechnische Truppen. Für vier Monate absolvierter 1958 einen Sprachkurs in Russisch, zur Vorbereitung des Lehrgangs Fla-Raketen-Komplexe, den er im Juni 1959 in Ulan-Ude am Baikalsee erfolgreich abschloss. Dann kam der Einsatz im erweiterten Sekretariat beim Chef der LSK/LV, einem Führungsorgan in direkter Unterstellung zum Stellvertreter des Ministers und Chef der LSK/LV, später in „Abteilung Luftschutz“ umbenannt und für den Aufbau der neuen Waffengattung Fla-Raketentruppen verantwortlich war. Aus der „Abteilung Luftschutz“ im Kommando der LSK/LV entstand letztlich das Führungsorgan der Waffengattung FRT, der Bereich „Stellvertreter   Chefs der LSK/LV für Fla-Raketentruppen“. Jahre 1962 wurde Kurt Kronig zum Hauptmann befördert und begann als Offiziers-Hörer ein Studium an der Ingenieurschule für Post-und Fernmeldewesen in Leipzig. Von 1964 bis 1971 war er im Bereich FRID beim Stellv. Chef LSK/LV für Fla-Raketentruppen in den Funktionen Ltr. U-Abteilung Instandsetzung und dann Ltr. FRID tätig, Dienstgrad Oberstleutnant. 

Von 1971 bis 1974 folgte ein Studium an der Funktechnischen Hochschule für Ingenieure der Luftverteidigung in Kiew. Nach Rückkehr wird Kurt Kronig Stellv. des Chefs der LSK/LV für Fla-Raketentruppen und Ltr. Ausbildung FRT, am 01.03.1975 zum Oberst ernannt. Der militärische Werdegang erreicht 1981 eine weitere Stufe mit der Ernennung zum Chef der Fla-Raketentruppen und der Beförderung zum Generalmajor am 07.10.1982. Mit der Wende und dem vorgesehenen Anschluss der DDR an die BRD ab 03.10.1990 ist sie dann zu Ende.   Am 28.09.1990 erhielt Kurt Kronig, wie alle Berufssoldaten und Generale über 55 Jahre, die Nachricht zur Entlassung zum 30.09.1990. Den übrigen 24 jüngeren Generalen wurde dann am 01.10.1990 um 16.00 Uhr ihre fristlose Entlassung mitgeteilt.   

Kurt Kronig war bodenständig, hörte zu und war interessiert an Gesprächen mit Soldaten seiner Waffengattung. Seine freundliche und offene Art haben wir mehrfach bei Treffen erleben dürfen. Soweit seine Gesundheit es zuließ, war er unter den Teilnehmern zum Tag der offenen Tür in Sanitz. Ehemalige Soldaten aus den Abteilungen lauschten seinen Ausführungen. In seiner bescheidenen Art war er Zuhörer und Gesprächspartner auf Augenhöhe. Sehr interessierten ihn die Treffen der Ehemaligen in Parchim und Sanitz. Dort waren die ehemaligen Weggefährten, deren berufliche Perspektive nach dem 03.Oktober 1990 der seinen glich.

Peter Ganß schreibt: „Mit Generalmajor Kurt Kronig ist einer unserer besten Generäle der LSK/LV von uns gegangen. Ich habe ihn als Fla-Raketen-Fachmann und vor allem auch als Menschen im Umgang mit uns, seinen Fla-Raketen-Soldaten, sehr geschätzt. Seine Fach- und Menschenkenntnis machten ihn bei der Entwicklung unserer FRBr. „Erich Weinert“ zu einem Vorbild.  Auch persönlich lernte ich ihn so gut kennen, der auch mal mich als Leiter der Politabteilung um einen Rat bat. In guten Gesprächen mit ihm kam das auch zum Ausdruck. Mit ihm verbindet sich auch deshalb eine hohe Wertschätzung seiner Person durch die Angehörigen unserer Fla-Raketen-Truppen der NVA und der Stolz auf unsere geschichtlichen Leistungen zur Sicherung einer hohen Gefechtsbereitschaft unserer FRT und des Friedens in Europa. So wird er bei mir und meinen Raketenkameraden immer in guter Erinnerung bleiben. Danke, Kurt Kronig!“

Ehemalige Angehörige der Nationalen Volksarmee werden seinen Namen in positivem Gedenken erwähnen. Lieber Kurt, das TRADI SANITZ hat Dir einen Ehrenplatz gegeben, wir werden Dich und Deine Leistungen nicht vergessen!

Barbara & Bernd

Dezember 2023

 

 




 

Erinnerungen an Generalmajor der NVA a.D. Kurt Kronig

 

Am 11. April vergangenen Jahres feierte GM d. NVA a.D. Kurt Kronig im Kreise vertrauter Kampfgefährten seinen 90. Geburtstag. Mit seinem Tod am 28.12.2023 waren die an diesem Tage übermittelten

Wünsche für eine dem Alter angemessene Gesundheit plötzlich wertlos.

Was uns bleibt, ist die vielfältige Erinnerung an einen aufrichtigen Menschen, der im Range eines Generalmajors an der Spitze der Fla-Raketentruppen der NVA der DDR stand.

 

Ich kenne Kurt Kronig aus gemeinsamem Dienst im Kommando LSK/LV seit 1962.

Die folgenden Jahre stellten uns, in Führungsfunktionen der Fla-Raketen-Truppen, vor eine Vielzahl von Herausforderungen, die wir in selbstverständlicher und vertrauensvoller Gemeinsamkeit erfüllten.

Unsere Wege trennten sich im Jahr 1974, als er die Gesamtverantwortung für die Ausbildung der Fla-Raketen-Truppen übernahm. Für mich begann ein nicht weniger anspruchsvoller Dienst, dessen Ausgangspunkt -während des Vietnamkrieges - mein Einsatz als Militärattaché bei der Botschaft der DDR in Vietnam war.

 

Erst nach 1990 führte uns am 06.09.1995 eine Einladung der Bundeswehr in das ehemalige Militärarchiv der DDR in Potsdam erneut zusammen. Kurt Kronig und ich waren zu dieser Zeit wieder in unseren einst erlernten Berufen tätig. Wir hatten wieder festen Boden unter den Füßen.

 

Jeder von uns betrieb zu dieser Zeit seine eigene Traditionspflege. Unsere Verbundenheit und unser Stolz auf die Fla-Raketentruppen führten uns am 29.09.2012 zur Teilnahme an der Konferenz zum

50. Jahrestag der Fla-Raketentruppen in das uns vertraute Objekt des FRR-13 in Parchim.

Am 01.03.2013 folgte ein Besuch im TRADI SANITZ, wo so manche Erinnerung an unvergessene Mitstreiter aus der 43. Fla-Raketenbrigade wieder geweckt wurde.

 

Kurt Kronig hatte in Neuenhagen bei Berlin, nach dem Ableben seiner Ehefrau, eine Wohnung im

„Betreuten Wohnen“ bezogen. Im Juni 2016 besuchte ich ihn in seiner Wohnung und wurde selbst,

 durch seine Vermittlung, im April 2018 Mitbewohner dieser Einrichtung.

 

Bis zu seinem tragischen Unglücksfall war unser tägliches Ritual das gemeinsame Mittagessen.

In vielen unterhaltsamen Stunden wurde Erlebtes und Aktuelles diskutiert.

Wir nahmen regelmäßig an Treffen ehemaliger Generale und Offiziere aus dem Kommando LSK/LV teil. Darunter die von OSL a.D. Hannes Bretschneider (†) organisierten halbjährlichen Treffen von

Führungskräften der LSK/LV.

 

Kurt Kronig pflegte mit besonderer Wertschätzung direkte persönliche Kontakte mit einer Vielzahl ehemaliger Mitarbeiter, mit Freunden und Bekannten. Er führte mit Bedacht und Akribie seine Adressen- und Geburtstagliste. Er vergaß Niemanden der ihm nahestand.

Groß waren die Enttäuschung und das Mitgefühl, wenn plötzlich ein Todesfall bekannt wurde.

 

Wir waren alle erschüttert von seiner Todesnachricht.

 

Gemeinsam mit seiner Familie werden wir am 9. Februar 2024 von ihm Abschied nehmen und uns die Erinnerung an ihn, unseren Generalmajor der NVA a.D. Kurt Kronig, bewahren.

 

Hans-Joachim John

Oberst der NVA a.D.

 

Neuenhagen bei Berlin, 08.01.2024

 












 

                                 im TRADI SANITZ


                                 Barbara überreicht das Buch 43.FRBr an Kurt Kronig

 

                                 Hannes Urbaniak im Gespräch mit Kurt Kronig

 


                                Kurt Kronig (mitte) beim Treffen 2013 in Sanitz

 

Montag, 3. Juli 2023

Iron Dome

Die BRD prüfte ab März 2022 den Einsatz der israelischen Wunderwaffe "Iron Dome", mit einem interessanten Detail:


"Die Radargeräte sind der »Bild am Sonntag« zufolge so leistungsstark, dass der Schutzschirm auch Polen, Rumänien oder das Baltikum abdecken könnte. Die Länder müssten sich dann »Arrow 3«-Raketen kaufen, das Radarbild würde Deutschland liefern."

Kurz: Auch die Ukraine könnte die BRD mit abdecken, "nur" die Raketen müßten die ukrainischen Streitkräfte (AFU) selbst starten (siehe unten Punkt 3).

Ach, ja, ein System würde 2.000.000.000 EUR kosten (SPON).

Kurz: Geschäfte, die sich die Rafael Advanced Defense Systems Ltd. ungern entgehen läßt. Die Gründe nicht an die Ukraine direkt zu liefern, aus israelischer Sicht:
https://www.israelheute.com/erfahren/warum-israel-den-iron-dome-nicht-an-die-ukraine-liefern-sollte/

  1. Das System fällt auf jeden Fall in russische und damit iranische Hände.
  2. Mangel an Abwehrraketen.
  3. Lieferdauer und Ausbildungsdauer der AFU.
  4. Rußland könnte aus Syrien abziehen (!) und das Land dem Iran überlassen.

Während die Gründe 1. bis 3. auch für Panzer etc. gelten, scheint Punkt 4 bisher der Entscheidende für Israel zu sein. Jedenfalls wolle man die Raketen derzeit noch nicht an die Ukraine liefern (Stand: 03.07.2023).

"Einem Bericht von Reuters vom 20. April [2023] zufolge haben israelische und deutsche Regierungsvertreter in dieser Woche Gespräche über den möglichen Verkauf des israelischen Raketenabwehrsystems Arrow 3 aufgenommen.

"Die fortgeschrittenen Verhandlungen wurden diese Woche in Deutschland aufgenommen, mit dem Ziel, ein detailliertes Abkommen für die Lieferung des israelischen Arrow 3 Systems an das deutsche
Verteidigungsministerium zu entwerfen", heißt es in einer vom israelischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Erklärung."
https://thecradle.co/article-view/23891/israel-in-talks-with-germany-for-long-range-missiles-sale
(Übersetzung mit DeepL.com)

Nun  ist es so weit: "Bund kauft „Arrow 3“-Luftabwehr " (FR, 29.06.2023). Standorte: "der Fliegerhorst Holzdorf (Schönewalde) auf der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie Schleswig-Holstein und Bayern." 

"Ab Ende 2025 soll Arrow 3 dann einen wesentlichen Beitrag zum neuen „European Sky Shield“ leisten und so das Nato-Gebiet schützen. Das Waffensystem verfügt über eine Reichweite von 2.400 Kilometern und kann feindliche Lang- und Mittelstreckenraketen in bis zu 100 Kilometer Höhe abfangen und außerhalb der Erdatmosphäre durch einen direkten Treffer (Hit-to-Kill) zerstören." (Oranienburger Generalanzeiger vom 01.07.2023).

Das klingt weniger nach Luftabwehr als nach Raketenabwehr (SDI) für eine "folgenlose" Erstschlagsfähigkeit der USA.

Interne Links:


Samstag, 13. Mai 2023

Tag der offenen Tür TRADI SANITZ am 06.05.2023


 



 

Tag der offenen Tür TRADI SANITZ

Wir können auch „Klassentreffen“ sagen, kein Problem…Sturm am Vortag und angesagter Regen an diesem Sonnabend, den 06. Mai. Vorsichtshalber dann am frühen Morgen noch einen Pavillon aufgebaut, einen Schirm zum Unterstellen aufgemacht, die Essenausgabe in der überdachten Sitzecke vorbereitet. Wir hatten Glück – es nieselte und hörte dann auf, an anderen Orten hat es lt. Aussage von Besuchern mächtig geregnet.

„Parteiarbeit“ auf einem Klassentreffen mit den Teilnehmern im Alter von 5 bis 92 Jahren? Ort war auch noch das TRADI SANITZ, einem Ort mit einer eher etwas militärisch verbundenen Tradition. Ja, es ging um die Ukraine und den Krieg mit Russland. Nicht wenige hatten in der UdSSR studiert, haben dort Freunde und nun diese nicht leichte Diskussion. Ich habe täglich mit Leuten aus der Ukraine zu tun. Kinder, die mit einem Schlag Oma, Opa auch Tanten und Onkel, viele Freunde verlassen mussten. Ein fremdes Land, eine andere Sprache. Ich kann mich nur an die Reste der Trümmer des 2. Weltkrieges erinnern, habe zum Glück nie den Krieg erleben müssen. Aber diese Kinderaugen haben ihn gesehen.

In welcher Partei bist Du? Die Mehrheit der umstehenden Personen lachte. Würdet ihr Barbara eine andere Partei oder einen Austritt aus DIE LINKE abnehmen?  Wem oder was nützt ein Austritt? Dann sitze ich mit allen Problemen alleine da und sollte auch nicht meckern. So konnte ich meine klare Haltung zu vielen strittigen Fragen vorbringen.                                                                                                              

 Über 40 Personen waren gekommen, u.a. auch zwei Familien. Immer wieder neue Gesichter oder auch durch Bart und Jahre stark veränderte. Die Erbsensuppe reichte und kam gut an. Unsere Freunde aus Demen wünschten sich Kopien von unseren Postern Dislozierung und Waffensysteme der 43.FRBr, andere fragten nach Büchern und viele wollten nur erzählen. Gegen 11.30 Uhr Abfahrt in die Landpension nach Wendfeld zum Vortrag, der diesmal von Michael Schmidt gehalten wurde.

Michael Schmidt, Diplom-Journalist, ehemals Redakteur für Publizistik beim Deutschen Fernsehfunk in Berlin- Adlershof, seit 1992 Redakteur beim NDR und Chef vom Dienst TV-Studio des NDR M-V in Schwerin. Wir kennen uns seit einigen Jahren, wir waren u.a. auch zusammen mit einem Fernsehteam des NDR in Stevnsfort/ Dänemark zum KOLDKRIGS-Museum, einem ehemaligen Stützpunkt der NATO. Heute begegnen wir uns bei Treffen der Kameraden von VVN Bund der Antifaschisten e.V. Wir erlebten beim Vortrag mit ihm einen Film, den er mit seinem Team von 2004 bis 2012 vor Ort in Murmansk in der Saida-Bucht drehte. Hier befindet sich der weltgrößte atomare Schrottplatz für Atom-U- Boote. Einmalig! Ja, einmalig die Bilder vom Einsatz der Mitarbeiter des ehemaliger Kernkraftwerkes Nord Lubmin, auch einmalig, dass ein deutsches Fernsehteam drehen durfte und einmalig, dass russische Atom-U-Boote in dieser Anzahl der Verschrottung zugeführt wurden. Ein interessanter Vortrag – so die übereinstimmende Meinung der Teilnehmer in Wendfeld.

Fietsche Jahns und Günter Kazen unterstützten uns bei der Vorbereitung des Treffens, da Bernd ja noch mit seinem Oberschenkelhalsbruch laborierte. Die passende Bekleidung für das Küchenteam kam in guter Tradition aus Wittstock von Rainer Behrendt, der auch bei der Essenausgabe half. Vielen Dank für Eure Blumen und Überraschungen! Auch für Erinnerungen - Rudi Krolop trennte sich von seinem großen Schatz, den Fotoalben vom Armeesport-Verein, in denen der damals bekannte Erich-Weinert-Straßenlauf über viele Jahre dokumentiert wurde. Neue und alte Geschichten wurden erzählt und immer wieder der Blick auf den Krieg in der Ukraine. Sind es doch die Männer, die in den Jahren des kalten Krieges in Europa die modernsten und schlagkräftigsten Waffen hatten und bedienen konnten.    

Noch heute meinen Dank, dass ihr den Einsatz der Raketen in unserer Heimat verhindert habt.

Bis zum nächsten Klassentreffen im Mai 2024 alles Gute!

Barbara

 

 


 




Montag, 24. Oktober 2022

Tag der offenen Tür TRADI SANITZ am 21.05.2022

 


Liebe Freunde, jetzt, wo alle den Heimathafen wieder erreicht haben und die ersten Fotos und Erinnerungen bei uns anlanden, nun auch meine Dankesworte für das gelungene Treffen 21.05. mit vielen Gesprächen. Nach drei Monaten Sonne und Trockenheit im Norden kam die Ankündigung vom Sturmtief, Regen und Kälte. Alles, aber bitte nicht den Sonnabend verregnen! So schickte ich noch am Vorabend in drei Sprachen ein „Warngebet“ los und erbat für den Vormittag Trockenheit. Sichtlich nervös wollte ich auch die Zeit von 10.00 – 12.00 Uhr im Außenbereich schnell und trocken erleben. Geschafft!!! Auch die Parkmöglichkeiten in unserer Straße, eigentlich nicht vorhanden, wurden genutzt und unsere Mitbewohner im Schwarzen Weg waren mit diesen „Parksündern“ einverstanden.

Gleich zu Beginn die große Überraschung: Wolfram Kolbe hatte aus dem Nachlass von Walter Raßbach, dem letzten K-FRA 4322 in Barth, die Fahne der Abteilung nach seinem Tod erworben und Bernd Rohloff dann die Übersendung an das TRADI SANITZ initiiert. So konnten wir neben unserer Fahne der 43. Fla-Raketenbrigade nun auch die Barther stellen. Ein sehr gutes Gefühl. Ich bedanke mich nochmals bei allen, die den langen Weg dieser Traditionsfahne begleitet haben!                   

Gespräche an allen Ecken, das große „Klassentreffen“ hatte begonnen. Ein Grüppchen sicherte sich den Platz am Unterstand, denn die Wolken näherten sich. Die reifere Jugend zog es in die Garage, in der Bernd die DVD „10 Jahre TRADI SANITZ“ abspielte, einige Poster hingen und der Tisch mit den Büchern stand. Die etwas jüngere Gruppe zog es in die Sitzecke im Garten, wohl wissend, dass hier der Tisch für die Essenausgabe vorbereitet war. Die Speisenkarte war sehr übersichtlich. Es gab, wie bei vielen Veranstaltungen der NVA üblich, Erbsensuppe. Fietsche schwang die Schöpfkelle und freute sich, wenn ein Nachschlag verlangt wurde. 12.00Uhr, der Regen kam! War ja auch so bestellt. In gewohnter Art fuhren wir dann nach Wendfeld, um dort bei Kaffee und Kuchenstückchen zu plaudern und einem Buchvortrag zu lauschen, auf den sich Dr. Wilfried Schmidt vorbereitet hatte. Er hatte mit dem Buch-Autor Arndt Matthias Heigl bei dessen letzten Buchlesung Kontakt. Eine heimtückische Krankheit zwang Arndt leider dann, seine Reisen aufzugeben. Das Buch „Die Augen des Habichts“ sprach jedem ehemaligen Uniformträger der Fla- Raketen aus dem Herzen. Nicht nur die ehemaligen Soldaten, auch die anwesenden Ehefrauen fanden sich in den Beschreibungen wieder. Am 24. Mai 2022 kam der Anruf aus Dresden, dass Arndt Matthias Heigl den Kampf verloren hat.

Lieber Arndt, liebe Kathrin und Familie, wir bedanken uns für dieses wunderbare Buch, in dem Ihr an Hand Eures Lebens das Leben so vieler Familien in der Nationalen Volksarmee beschrieben habt. Ein Leben im Kampf um die Erhaltung des Friedens in unserer so wundervollen Heimat. Sie, liebe Kathrin, werden merken, dass Trauer die Fortsetzung der Liebe ist. Liebe, die Sie empfangen und über viele Jahre auch zurückgeben durften. Ich wünsche Ihnen gute Erinnerungen an unwiderruflich Vergangenes. Im Namen der Freunde des TRADI SANITZ! 

Wir danken


für Euer Kommen zum Tag der offenen Tür in Sanitz. Danke für die Blumen und Geschenke, für Eure Spenden und die Fotos, für die guten Wünsche! Bleibt gesund und bis zum Treffen 2023 alles Gute!  Bernd und Barbara

 

Samstag, 21. August 2021

Buch „Garnisonsort Sanitz - Geschichten aus 28 Jahren NVA“ ist fertig!

 





Wir hatten uns entschlossen, eine Lücke in den bisher erschienenen Chroniken zu Sanitz schließen zu wollen – über 28 Jahre NVA-Garnisonsort Sanitz. Wir haben es nun geschafft! Ein Dankeschön an alle Autoren für die Zuarbeit an Beiträgen und Fotos, an Rainer Held für das Engagement bei der Gestaltung! Ohne Eure Erlebnisse wäre es nicht möglich gewesen, sowohl objektiv als auch emotional über Geschichte und Geschichten aus 28 Jahren NVA in Sanitz zu berichten!

Es war nicht ganz einfach, nach so viel Jahren! So sind einige Zeitzeugen, insbesondere aus der Gemeinde, inzwischen leider schon verstorben, sind erkrankt oder Erinnerungen verblasst. Auch Dokumente zur Kaserne selbst, Brigadetagebücher von Betrieben und vieles andere gibt es nicht mehr. Die Gründung der Garnison, ihre Bedeutung für die Entwicklung unserer Gemeinde sowie die 28 Jahre bis zum Zeitpunkt, wo sich der NVA-Garnisonsort im Wandel der Geschichte befindet, werden im vorliegendem Buch als Zeitdokument hautnah dargestellt. Und vervollständigt damit auch die vorliegenden Chroniken unseres Ortes. 

Das Hardcover-Buch mit bunten Innenseiten ist über das TRADI SANITZ Tel. Nr. 038209-799 mit AB für 19,95 € erhältlich oder bestellbar zzgl. 2,45 € Versandkosten. Auch bei unseren nächsten geplanten Treffen Tag der offenen Tür TRADI SANITZ am 26.02.2022 ist es im Angebot. Alles Gute und bleibt gesund! Bernd

 

 

 

Donnerstag, 11. Februar 2021

Verlängerung des Lockdowns

 



"Die Maßnahmen werden so lange bleiben, wie sich die Bedingungen nicht geändert haben, die zu ihrer Einführung geführt haben. Sie werden in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind." - Erich Honecker am 19. Januar 1989 (fast).