Am 10. September 2012 faßte ich die Lage in Syrien in einem Forum so zusammen:
»Offenbar ist es der syrischen Armee gelungen, die Grenzen wieder
weitgehend für die "Freiheitskämpfer" zu schließen und sie somit vom
Nachschub an Menschen und Material abzuschneiden. Folglich scheinen die
"Freiheitskämpfer" immer mehr an Boden zu verlieren, die Schaffung einer
zusammenhängenden "befreiten Zone" ist gescheitert. Den
"Freiheitskämpfern" scheint die Kraft auszugehen, militärische
Operationen durchzuführen und sie beschränken sich zunehmend auf reine
Terrorakte. Die Säuberungsaktionen der syrischen Armee gehen weiter.«
Heute lasen wir von einen Anschlag in Damaskus, immerhin gegen ein militärisches Objekt: »Vor der
Kommandozentrale der syrischen Streitkräfte in Damaskus sind am Mittwoch
kurz hintereinander zwei Bomben explodiert. Das Gebäude geriet in
Brand. Die staatlichen Medien gaben bekannt, dass kein Offizier verletzt
worden sei« (FAZ).
Der Londoner Imbißbudenbesitzer meldet zwar zudem, daß im "Inneren des Generalstabsgebäudes in Damaskus ... sich Soldaten und Rebellen anschließend heftige Kämpfe geliefert" hätten, eine Bestätigung fehlt meines Wissens. Dafür werden »Gerüchte über einen Putschversuch aus dem innersten Zirkel des Assad-Regimes« gestreut (Tagesspiegel).
Der Londoner Imbißbudenbesitzer meldet zwar zudem, daß im "Inneren des Generalstabsgebäudes in Damaskus ... sich Soldaten und Rebellen anschließend heftige Kämpfe geliefert" hätten, eine Bestätigung fehlt meines Wissens. Dafür werden »Gerüchte über einen Putschversuch aus dem innersten Zirkel des Assad-Regimes« gestreut (Tagesspiegel).
Wenigstens kein neues Massaker in auffälliger Zeitnähe zu einer gerade
laufenden UN-Vollversammlung. Jedoch: »Zum Auftakt der Vollversammlung der
Vereinten Nationen (UN) hat US-Präsident Barack Obama den Sturz des
Assad-Regimes in Syrien gefordert.« Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
sekundiert und »rief den UN-Sicherheitsrat zum Eingreifen auf« (MoPo). Frankreich gleich hinterher: »Die UN sollten die Opposition massiv
unterstützen, forderte Hollande, ... Die Führung in Damaskus müsse
wissen, "dass wir nicht weiter stillhalten". Frankreich würde ... "... eine
provisorische Regierung ... sofort anerkennen, wenn sie sich denn
bildet"« (DW). "Leider" können die "Freiheitskämpfer" noch immer kein zusammenhängendes Territorium halten. Dazu paßt allerdings die propagandistische Meldung von heute, »dass die Freie Syrische Armee nun ihr Hauptquartier aus der Türkei nach Syrien verlegen wolle« (dp). Wie jetzt?! Ich denke die sind bereits seit 4 Tagen dort ... war wohl nix.
Und die ganz Kleinen nutzen die Lage und machen sich auch gleich bei den Großen beliebt:
»Der Emir von Qatar, Scheich Hamad bin Chalifa al Thani, hatte am
Dienstag vor der UN-Vollversammlung ein militärisches Eingreifen der
arabischen Staaten in Syrien gefordert. Welche Staaten die Soldaten
dafür stellen sollten, ließ er offen. Das Golfemirat Qatar hat nur eine
sehr kleine Armee« (FAZ).
Die Aussage des Emir,
es "gebe dafür einen Präzedenzfall", unter Verweis "auf die
Intervention arabischer Streitkräfte im Libanon Mitte der 1970er Jahre"
entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie und Verlogenheit. Die Invasion
erfolgte damals durch Syrien bzw. Israel, was dann zur bis heute andauernden
UNIFIL-Mission der UNO führte.
update (27.09.2012)
Die oben angeführten Ausführungen des Emir scheinen Früchte zu tragen: »Nun haben die Vereinten Nationen der Arabischen Liga eine wichtigere Vermittlerrolle in der Region zugewiesen (SPON). Die gleiche Liga, die schon den Weg für die Aggression gegen Libyen frei gemacht hat.
Das "fehlen" eines Massakers scheint auch dem bereits erwähnten Londoner Imbißbudenbesitzer aufgefallen zu sein, SPON meldet: »Mehr als 305 Menschen seien binnen 24 Stunden getötet worden« und deutet vielsagend an: »Gezählt worden seien dabei nur namentlich bekannte Opfer.«
Springes "Welt" schildet derweil freimütig, unter der bedauernd klingenden Überschrift: »Die letzte Zuckungen des syrischen Widerstands«, die Einzelheiten des o.g. Terroranschlages des "Widerstandes": »Ein weißer Kleinbus fährt auf einer dicht befahrenen Schnellstraße auf die rechte Seite. Er reduziert das Tempo und bevor er vor dem Armeehauptquartier der Luftwaffe zum Stehen kommt, drückt der Selbstmordattentäter den Zünder. Der Wagen wird in tausend Stücke gerissen. Das zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera von einem gegenüber liegenden Gebäude.
update (27.09.2012)
Die oben angeführten Ausführungen des Emir scheinen Früchte zu tragen: »Nun haben die Vereinten Nationen der Arabischen Liga eine wichtigere Vermittlerrolle in der Region zugewiesen (SPON). Die gleiche Liga, die schon den Weg für die Aggression gegen Libyen frei gemacht hat.
Das "fehlen" eines Massakers scheint auch dem bereits erwähnten Londoner Imbißbudenbesitzer aufgefallen zu sein, SPON meldet: »Mehr als 305 Menschen seien binnen 24 Stunden getötet worden« und deutet vielsagend an: »Gezählt worden seien dabei nur namentlich bekannte Opfer.«
Springes "Welt" schildet derweil freimütig, unter der bedauernd klingenden Überschrift: »Die letzte Zuckungen des syrischen Widerstands«, die Einzelheiten des o.g. Terroranschlages des "Widerstandes": »Ein weißer Kleinbus fährt auf einer dicht befahrenen Schnellstraße auf die rechte Seite. Er reduziert das Tempo und bevor er vor dem Armeehauptquartier der Luftwaffe zum Stehen kommt, drückt der Selbstmordattentäter den Zünder. Der Wagen wird in tausend Stücke gerissen. Das zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera von einem gegenüber liegenden Gebäude.
Laut Aussagen
der syrischen Regierung starben die vier Wachen am Eingangsportal und
weitere 14 Soldaten sollen verletzt sein. Nach der Autobombe folgte eine
zweite Explosion aus dem Innern des Geländes.«
Hinweis: Verlinkungen regelmäßig von mir.

