Sonntag, 16. März 2014

Menschenrechtsverletzungen der USA

... dokumentiert von der Volksrepublik China:

»BEIJING, Feb. 28 (Xinhua) -- The State Council Information Office of the People's Republic of China published a report titled "Human Rights Record of the United States in 2013" on Friday.

Following is the report's full text:

Human Rights Record of the United States in 2013

State Council Information Office of the People's Republic of China

Foreword

The State Department of the United States, which posed as "the world judge of human rights," made arbitrary attacks and irresponsible remarks on the human rights situation in almost 200 countries and regions again in its just-released Country Reports on Human Rights Practices for 2013. However, the U.S. carefully concealed and avoided mentioning its own human rights problems. In fact, there were still serious human rights problems in the U.S in 2013, with the situation in many fields even deteriorating ....«

Weiter unter:
http://news.xinhuanet.com/english/china/2014-02/28/c_133150579.htm

"Das Imperium schlägt zurück" :-D

Mauerfall einmal anders

Mauerfall einmal anders
von Wolfgang P u f f e

Man gestatte mir, eine kleine Begebenheit zu berichten, die mir in dem Zusammenhang "Grenzöffnung" wieder einfällt:
 
Bei der NVA hatten wir zwei Töpfe in der BA - Kammer (Bekleidung / Ausrüstung) im Unterkunftsbereich. Einen Topf mit eingebautem Heizelement unten drin (mit Schnuranschluss) und einen anderen, schmalen hohen Topf mit kräftigem Tauchsieder dazu. Im letzten Diensthalbjahr hatte einer von uns den Schlüssel für die heilige Kammer, und dadurch konnten wir EKs mitunter Abends noch eine warme Mahlzeit genießen.

Im Topf mit Heizelement wurde Butter zerlassen, dann in  Scheiben geschnittene Wiener / Bockwurst ("Bowu") und Zwiebeln angedünstet,  weitere Zutaten je nach Verfügbarkeit, sowie Ketchup (war in der Laden der Militärhandelsorganisation - MHO - kaum Mangelware) dazu. Im anderen Topf mit Tauchsieder wurden die Spagetti zubereitet.  Diese sackten so nach und nach im Topf runter und umgaben den Tauchsieder auf recht innige Weise. Man musste das Ganze in Bewegung halten sonst hätte man anschließend hässliche Arbeit mit dem Tauchsieder gehabt, da unsere Taten nicht auffliegen durften.

Das funktionierte auch bestens bis zum 9. November 1989. Die Soße war wie immer exzellent gelungen, die Spagetti "standen" noch im Topf und brauchen noch etwas Zeit. Plötzlich kam im Fernsehen irgendwas von Grenzöffnung. Alle rannten und glotzen im Fernsehraum, Zeitvergessen, bis es anfing sehr streng über den langen Flur zu riechen. Jede Rettung des "wertvollen" Tauchsieders kam zu spät. Am nächsten Morgen musste dieser beim Hauptfeldwebel als dienstuntauglich abgemeldet werden. Anschiss.
 
Einen Monat eher, und dieses "Besondere Vorkommnis" (BV) wäre meldepflichtig bis "in die höchsten Kreise der Nato" gewesen ;-)
 
So geschehen und berichtet bei den LaSK der NVA im MB III.

Donnerstag, 6. März 2014

Tag der Offenen Tür im TRADI SANITZ mit vielen Besuchern!































 













 













Vorbemerkung:
Am 27.Februar dieses Jahres erschien in der „Ostsee-Zeitung“, Ausgabe Rostock, ein kurzer Hinweis mit einem großen Foto zum Tag der offenen Tür TRADI SANITZ am 01.03.2014. Da zudem der diesjährige 01. März auf einen Sonnabend fiel, war der Besucherstrom sehr groß. Schade für diejenigen, die sich wegen Erkrankung oder anderen zwingenden Gründen wieder abmelden mussten. Aber, nächstes Jahr gibt es ja auch wieder einen 01. März …

Um es vorweg zu nehmen: ein gelungener Tag! Am Eingang standen Aufsteller mit den Postern zum TRADI SANITZ, zur Ausstellung „50 Jahre Garnisonsort Sanitz“, zum Buch & DVD 43.FRBr, zum Fotobuch & DVD Ausstellung, zu den taktisch-technischen Daten der S-125 NEWA usw… Dann folgte ein Verkaufsstand, dann drei Bilderrahmen mit Fotos & jeweils der Zahl 30. An der Garagentür der Hinweis zur selbständigen Nutzung des Multi-Media-Platzes sowie des TV-Gerätes mit DVD-Player zur Vorführung der DVD über die Ausstellung „50 Jahre Garnisonsort Sanitz“ im Jahre 2012. Im Grünen standen ein Dreibein mit einem daran hängenden 22 Ltr. Kessel und der Versorgungstisch mit Teller/Löffeln, Getränken/Brot/Pfannkuchen/Servietten und einem Mini-Kästchen mit KILLEPITSCH, einem Kräuterlikör.

Die Tür zum TRADI war weit geöffnet, ein extra Lesezimmer war ebenfalls eingerichtet. Dort konnte man Fotoalben, Chroniken, Bücher usw. sich in „Ruhe“ anschauen. Um 09.30 Uhr kam als erster Bodo aus Hennigsdorf. Eigentlich hätte er zu diesem Zeitpunkt Sportzeug mithaben müssen … Dann Rudi Krolop aus Sanitz. Und - ein TV-Aufnahmeteam des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Sie hatten am Donnerstagabend bei uns angerufen, sie hätten gehört und ob sie kommen könnten. Wir hatten „Ja“ gesagt und nun waren sie da. Aber darüber berichten wir noch extra …
 
Besucher aus Sanitz und Umgebung, aus Rostock, Graal-Müritz, aus Potsdam, aus Berlin, aus Retschow, aus Schleswig-Holstein, von der Gemeinschaft der 13er aus Parchim und zwei vom Militärhistorischen Verein Demen e.V., zu dem wir seit einiger Zeit gute und enge Kontakte haben. Wilfried Rühe brachten Ausgaben des aktuellen KANONIER mit, Burghard Keuthe russische Originaldokumente/Vorschriften für das TRADI. Hansi Radke von einem Besuch in SOTSCHI 1978 und Peter Riha Grussworte von der Regionalgruppe Rostock des im vergangenen Jahr neugegründeten Traditionsverbandes. Erstmalig war Michael Fohrenkam gekommen, für seine großzügige Spende ein nochmaliges Dankeschön! Auch Torsten Krziwon und Andreas Oppermann besuchten zum ersten Mal das TRADI und fühlten sich hier wohl. Bei den Sanitzern war es u.a. Wolfgang Hameister. Joachim Reibe, Hansi Radke, Christian Wilhelmy bei den ehemaligen Prangendorfern. Klaus Ischner hatte nach überstandener REHA den Weg nach Sanitz nicht gescheut. Auch Friedel Forkert aus Bad Doberan, aus Rostock u.a. Joachim Pauls, Ehepaar Mütschow, Jürgen Künzel, Lutz Kreuchauf, Hannes Urbaniak, Manfred Höhne, Peter Kraus oder Karl-Heinz Schmidt und Rudi Schubert. Auch viele Ehepartner waren mitgekommen. Ein ehemaliger Soldat, der unter Maj. Black gedient hatte.  Wir bitten um Nachsicht, wenn nicht alle erwähnt werden können ...

Den „Vogel“ aber hatte Gefr. d. R. Thomas Stippe abgeschossen, ein ehemaliger Angehöriger der „43.FRBr“, Standort Sanitz, Technische Abteilung , Zi. 110, Mechaniker 3 und Kraftfahrer (SIL 157) bei Wolchow. 51 Jahre alt, Ingenieur, verh., 4 Kinder. Dienstzeit: Mai 1984/ Nov. 1985. Vorgesetzte waren: als Zugführer Hptm. Konieczek, als KC Maj. Albert und als K-TA OSL Pett.

Eigens zum Tag der offenen Tür TRADI SANITZ am 01. März 2014 machte er sich am Freitagnachmittag nach Arbeitsschluss auf den langen Weg von Straubing in Richtung Norden, zusammen mit seinem „Jüngsten“! Er war es auch, der der Ideengeber zur Zahl 30 war: im Mai 1984 wurde er nach Sanitz zum Wehrdienst einberufen, das war die erste 30. Die zweite 30 markiert die Fertigstellung der Kaserne Prangendorf im Juni 1984 und die dritte 30 zeugt vom Jubiläum der Verleihung des Vaterländischen Verdienstordens in Gold an die 43.FRBr „Erich Weinert“ am 02. Oktober 1984.

Nach dem Erbseneintopf ging es gegen 11.45 Uhr nach Wendfeld, ins ehemalige TA Objekt. Mit Rundgang, Kaffee & Kuchen & Erzählen. Wie schrieb Klaus-Dieter Bock am folgenden Sonntagvormittag: „… Liebwerte B+B,   Danke für den gelungenen TRADI-Tag! Hoffentlich hat die „Kollekte“ gereicht? Schön, mal wieder mit vielen Kameraden zu sprechen. Höhepunkt für mich: TA Wendfeld erstmals nach 48 Jahren! Gehörter, mehrfacher Wunsch: wenn möglich, im nächsten Jahr einen Abstecher nach … „

Ja, ein klein wenig Überraschung muss sein. Und - bis zum nächsten Tag der offenen Tür TRADI SANITZ im Jahre 2015 kann noch viel geschehen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für Euren Besuch, hoffen, dass Ihr Euch wieder wie zu „Hause“ gefühlt habt und  auch genügend Gelegenheit zu Gesprächen & Erinnerungen hattet. Vielen Dank für Hannes ungebrochene Sammelleidenschaft und dass Ihr vor allem auch mitgemacht habt beim Spenden! Vielen Dank an Peter Kraus, der wie immer Brot & Kuchen sponserte! Vielen Dank für die mitgebrachten Dokumente & „Gaben“ für das TRADI! Alles Gute und viele Grüße aus Sanitz!

Samstag, 1. März 2014

Kanonier Nr. 64 erschienen

Die 64. Ausgabe des "Kanoniers" der Gemeinschaft der 13er ist pünktlich zum 1. März, dem Ehrentag der NVA, erschienen:
http://home.snafu.de/veith/Texte/Kanonier64.pdf

Spannend, informativ und aktuell:

- Sinn und Unsinn des Türkei-Einsatzes der Bundeswehr
- Erinnerung an die Dienstzeit (Fotos und Erinnerungen von Uffz. W. Rosenfeld)
- Die Kurzgeschichte "Gas" von Georg Ehrhardt
- Literaturhinweise:
* Im April 2014 erscheint das neue Buch von Bernd Biedermann und Wolfgang Kerner unter dem Titel "“Krieg am Himmel”". In dem Buch wird über die zahlreiche Luftprovokationen, Spionageflüge und Flugzeugentführungen in der Zeit des Kalten Krieges und darüber hinaus informiert.
* Martin Tesky "Die Flakartillerieschule (FAS) in Geltow 1956-1962", erschienen im Eigenverlag, bereits November 2011, A4, 40 Seiten.

Klitschko-E-Mails und der Blick hinter den Vorhang

Die gehackten und vom Blog "Hinter der Fichte" übersetzten und veröffentlichten E-Mails von Klitschko zeigen nicht nur, wie das "Geschäft" läuft, sondern deuten auch an, daß es hinter den Kulissen um die Pfründe geht. 

Hinter der Fichte: Die Klitschko-E-Mails: zeigen wie Klitschko für Geld sein Land an die NATO verriet ... Ich bin dem Präsidenten und allen litauischen Freunden sehr dankbar für diese starke Unterstützung. Ich werde alles was ich kann dafür tun, den Erwartungen meiner europäischen Partner zu entsprechen. Ihr Kollege ist angekommen und hat mit meinem Team angefangen zu arbeiten. Er ist ein echter Profi und ich denke seine Dienste werden notwendig sein gerade wenn das Land destabilisiert ist. Ich habe auch Ihre Leute von der Botschaft getroffen. Die übergebenen Informationen über Janukowitschs Pläne sind sehr wichtig für unsere gemeinsame Sache. Ich würde diese Art Informationen gerne permanent haben."

Da die Auseinandersetzung medial eskaliert, meine Meinung dazu: Trotz aller einseitigen "Berichterstattung" in BRD-Medien, wird die NATO wohl zusehen müssen und sich auf Boykott des "G8-Gipfels" beschränken. Interessant ist wie immer das Zentralorgan, daß "den Westen" völlig passiv erscheinen läßt, vgl.:
Spannend, wie schnell und diskussionslos aus "Charkow" ein "Charkiw" in den bundesdeutschen Medien geworden ist. Der eine oder andere Geschichtsinteressierte könnte sich sonst erinnern ... zudem, wie schnell vor Wochen in Kiew die polnischen Fahnen auftauchten, um gleich wieder zu verschwinden.

In der Zeitschrift "Compact" wurde in der aktuellen März-Ausgabe allerdings auch vor den innenpolitischen Ambitionen von UvD Leyen gewarnt, die dafür die Bundeswehr in alle Welt schicken würde.

Interne Links:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2008/09/die-ard-putin-und-der-kaukasus.html
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2008/09/kriegsverlauf-im-kaukasus.html
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2010/11/luftraum-georgien-und-eu.html

Dienstag, 11. Februar 2014

Erziehung im Kindergarten

Frauen aus dem Bereich Volksbildung, Erzieherinnen und Lehrerinnen, waren bevorzugte Partnerinnen von Berufssoldaten. Da inzwischen die dollsten Geschichten über die Indoktrination in "DDR- Kitas" geschwätzt wird, beim Töpfchenzwang beginnend, bin ich mal eben 500km gefahren und habe nun ein 288seitiges Buch vor mir liegen mit dem Titel: 

"Programm für die Bildungs- und Erziehungsarbeit im Kindergarten" (1985)

 
Das Programm trat am 1. September 1985 in Kraft und "Der Minister für Volksbildung M. Honecker" zeichnete sich verantwortlich. Es galt für Kinder ab den 3. vollendeten Lebensjahr für jeweils 3 Jahre. Es gab seit den 1960ern mindestens zwei Vorläufer, einer von 1977. Vorher mußte sich jede Erzieherin allein durchwursteln.

Für heutzutage siehe:
http://www.gew.de/Bildungsplaene.html
http://www.kindergartenpaedagogik.de/1951.html

Inhaltsverzeichnis des Programms:
* Die Hauptaufgaben der Bildung und Erziehung im Kindergarten (3 Seiten)
* Jüngere Gruppe (70 Seiten)
* Mittlere Gruppe (92 Seiten)
* Ältere Gruppe (97 Seiten)
* Literaturverzeichnis (1 Seite)
* Kinderliteratur (8 Seiten)
* Anhang (Kindergartenordnung)

Übrigens hieß zu meiner Zeit hieß die "Jüngere Gruppe" noch "diskriminierend" "Kleine Gruppe" und die "Ältere Gruppe" "Große Gruppe".

Der Inhalt für jede der drei Kindergartengruppen war grundsätzlich wie folgt strukturiert, hier am Beispiel der Jüngeren Gruppe:
* Ziele und Aufgaben der Erziehung der Kinder  (3 Seiten)
* Gestaltung des Lebens im Kindergarten (8 Seiten)
* Spiel (7 Seiten)
* Arbeit (3 Seiten)
* Beschäftigung (2 Seiten)
* Zu den inhaltlichen Aufgaben der Sachgebiete (1 Seite)
* Muttersprache und Kinderliteratur (11 Seiten)
* Bekanntmachung mit dem gesellschaftlichen Leben (7 Seiten)
* Bekanntmachung mit der Natur (8 Seiten)
* Bildnerisch-praktische und konstruktive Tätigkeiten und betrachten von Bildkunstwerken (5 Seiten)
* Musik (5 Seiten)

In der Jüngeren Gruppe war bspw. innerhalb von zwei Wochen folgende Inhalte vorgesehen:
* Muttersprache und Kinderliteratur 2x
* Bekanntmachung mit dem gesellschaftlichen Leben 1x
* Bekanntmachung mit der Natur 1x
* Sport 2x
* Bildnerisch-praktische und konstruktive Tätigkeiten und betrachten von Bildkunstwerken 3x
* Musik 1x

Die Dauer der Beschäftigung betrug jeweils "bis 15 Minuten", Sport "20 - 30 Minuten".

Und jetzt kommt das "Furchtbare": Von den ca. 170 Minuten Beschäftigung innerhalb von zwei Wochen waren knapp 10% "Bekanntmachung mit dem gesellschaftlichen Leben" ... was per se nichts schlechtes ist.

Bleiben wir bei der Jüngeren Gruppe. Die Kinder sollten u.a. lernen:
- Name des Heimatortes, ihre Wohnanschrift und die Adresse des Kindergartens
- lernen sich im Ort zu orientieren und wichtige Sehenswürdigkeiten kennen
- die Erzieherinnen weisen darauf hin, daß "dies alles durch fleißige Arbeit ihrer Eltern und anderer Werktätigen möglich wird".
- die Kinder lernen kennen: Werktätige, den ABV, Feuerwehr
- sie wissen, daß sie in der DDR leben und Berlin die Hauptstadt ist, das schließt die Fahne und Erich Honecker mit ein.
- den Kindern ist an Beispielen verständlich gemacht werden, daß in der DDR gut für die Kinder gesorgt wird und das nicht in allen Ländern so üblich ist.
- sie begehen den Republikgeburtstag feierlich
- sollen erste Vorstellungen entwickeln, welche anderen Städte und Dörfer zur DDR gehören.

Zudem war angewiesen: Die Kinder lernen noch etwas "Von der Arbeit der Werktätigen", so welche Aufgaben die Köchin und der Hausmeister im Kindergarten haben, sollen Bauarbeitern zuschauen und sind anzuregen, Aufgaben im Haushalt der Familie zu übernehmen. Da dies geschützt werden muß, sollen die Kinder "über Bilder und Erzählungen erfahren, daß die Soldaten der nationalen Volksarmee stark, mutig, klug, geschickt und immer einsatzbereit sein müssen, viel Sport treiben und sich im Schießen üben." Es sei "Stolz" zu entwickeln, soweit Familienangehörige in den bewaffneten Organen dienen oder dienten.

"Von der Freundschaft mit der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Ländern" handelt eine halbe Seite, wonach die Kinder "Matrjoschka, Buratino und Mischka als Spielzeug" kennenlernen und erfahren, daß der Kindertag auch in anderen Ländern begangen wird.

Dann soll noch kurz "ihr Wunsch" geweckt werden, Kindern zu helfen, die "in Armut und Elend" leben. Dann kommt im "Programm" eine Seite Verkehrserziehung.

Mein FAZIT
Für jemanden, der nicht sofort beim  Wort "Sozialismus" die Haßkappe überzieht, für den ist das "Programm für die Bildungs- und Erziehungsarbeit im Kindergarten" wohl noch heute eine wertvolle Handreichung für Erziehung und Bildung.

Problematisch war an dem Programm m.E. lediglich, daß es mit beginnender Krisenzeit herauskam und die gesteckten Ziele kaum noch umsetzbar waren. So konnte zu dem Zeitpunkt kaum noch "Stolz" auf die NVA entwickelt werden.
 
So wird in Bezug auf DDR - Jugendliche im Heft 35 aus der Reihe "hefte zur ddr-geschichte" berichtet: "Eine positive Wirkung der ideologischen Arbeit im Sinne der Sicherheits- und Militärpolitik der SED zeigte sich bis in die 80er Jahre hinein auch in einer weitgehenden Akzeptanz des von der Partei propagierten Feindbildes." Jedoch: "Die Wirkung der ideologischen Arbeit im Sinne einer Identifizierung der Armeeangehörigen mit der Politik der SED nahm seit Mitte der 80er rapide ab." Also im Zuge der allgemeinen Krisenerscheinungen.
 
So antworteten im Rahmen "soziologische Erhebungen" der DDR-Jugendforschung auf die Frage: "Ziel der BRD-Politik ist es, den Sozialismus in der DDR zu beseitigen", mit ja:
1981 = 75 %
1985 = 66 %
1986 = 57 %
1987 = 50 %
1988 = 37 %   :-D
 
Auf die Frage: "Die Bundeswehr ist eine aggressive Armee", antworteten mit ja:
1981 = 77 %
1988 = 26 % :-D
 
Womit "eine ebenso deutliche Regression der Verteidigungsbereitschaft einherging."
 
Quelle der Umfragen und letzten Zitate: Das Heft 35 aus der Reihe "hefte zur ddr-geschichte", von Gerhard Merkel / Wolfgang Wünsche. Dort wird sich bezogen auf P. Förster: "Die deutsche Frage im Bewußtsein der Bevölkerung in beiden Teilen Deutschlands. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen. Einstellungen junger Menschen in der DDR" in: Materialien der Enquete-Kommission, Bd. V/2. Dieser Autor hatte wiederum "soziologische Erhebungen" der DDR-Jugendforschung ausgewertet und hoffentlich nicht "stille Post" gespielt.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Tag der offenen Tür TRADI SANITZ - wieder am 01. März 2014!



Vorbemerkung:

Seit 2010 gibt es den "Tag der offenen Tür" des neu aufgebauten Traditionszimmers des Fla-Raketenregiments 18/der 43.Fla-Raketenbrigade "Erich Weinert", kurz TRADI SANITZ genannt. Damals noch am 02. Oktober aus der "Taufe" gehoben, danach immer am 01. März der nachfolgenden Jahre. So wird es auch noch eine ziemliche Weile bleiben, auch mit dem Datum. Schon allein deshalb, weil sich keiner der Ehemaligen einen Knoten ins Taschentuch knüpfen muss ... Hinzugefügt werden muss, dass natürlich- nach vorheriger Anmeldung- jeder Besucher auch zu einem anderen Datum jederzeit herzlich willkommen ist!

Hintergrund der Sammlung von Dokumenten, Fotos, Technikteilen, Uniformen usw. war die Idee zu einer Ausstellung "50 Jahre Garnisonsort Sanitz", die wir in enger & vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Bundeswehr vor Ort, der FlaRakGrp 21, organisiert und durchgeführt haben und die am 01. September 2012 feierlich eröffnet wurde. Wer dabei war, kann es bestätigen-eine Ausstellung, die inhaltlich als auch emotional ansprach und ein voller Erfolg war. Sanitz & seine Soldaten-28 Jahre NVA, sprich FRR-18/43.FRBr "Erich Weinert" und 22 Jahre FlaRak der Bundeswehr, hier seit 01. Juli 2004 die FlaRakGrp 21. Übrigens, Nachfolger des ersten und ältesten FlaRak-Batallions der Bundeswehr überhaupt, des Flugabwehrraketenbatallions 21, aufgestellt am 01. April 1959 in Fort Bliss, Texas/USA.

Wir hoffen, dass die Zusammenarbeit auch mit dem neuen Kommandeur der FlaRakGrp 21 Sanitz ab Ende 2013 fortgeführt werden wird, denn nicht für jeden muss 23 Jahre nach der Wende unbedingt Normalität im Umgang mit der Geschichte, Umgang mit der NVA, bedeuten. Es gibt auch andere Meinungen, wie "... die NVA gehört nicht mit zum Traditionsverständnis der Bundeswehr ...". Wir werden den Verantwortlichen ansprechen und sehen, ob die bisherige gute & vertrauensvolle Zusammenarbeit weiter geht ...

Es hat sich rumgesprochen, das TRADI SANITZ. Manche sehen sich nach vielen Jahre das erste Mal wieder, sie kommen aus verschiedenen Orten angereist, sind unterschiedlichen Alters (ehemalige Dienstgrade bleiben außen vor) und freuen sich vor allem auf eines: sich zu sehen und miteinander zu erzählen.  Inzwischen kommt auch Post an mit der Anschrift TRADI SANITZ, Schwarzer Weg 1, 18190 Sanitz.  Nur Dank der bisherigen Unterstützung einschließlich Spenden von Ehemaligen, konnte dieses TRADI zu dem werden, was es inzwischen ist: ein Treffpunkt! Wir freuen uns, wenn Ihr weitere Dokumente/Fotos/Technikteile/Erinnerungsberichte mitbringt ... Das Buch & DVD über die 43.FRBr sowie das Fotobuch & die DVD über die Ausstellung 2012 werden wir natürlich parat haben und anbieten.


Und wir freuen uns auf Euren Besuch am 01. März 2014. Am 01. März, Beginn 10.00 Uhr, nach dem Treffen im TRADI , Schwarzer Weg 1, 18190 Sanitz, und dem für diesen Tag üblichen Erbseneintopf werden wir gegen ca. 11.30 Uhr einen „Abstecher“ nach Wendfeld ins ehemalige TA-Objekt machen, mit Rundgang und anschließendem Kaffee & Kuchen. Wie gehabt im vorigen Jahr. Falls Ihr Interesse habt und kommen wollt, würde ich Euch bitten, ein „Rauchzeichen“ bis ca. 10.02. 2014 zu geben, damit wir alles planen und vorbereiten können, auch wegen der Räumlichkeiten in Wendfeld und Hinweisen zu Parkmöglichkeiten in unserer Straße bzw. auf dem Parkplatz bei NORMA an der Hauptstraße B 110 im Ort, in unmittelbarer Nähe gelegen. Es ist ja ein Sonnabend, natürlich spielt das Wetter auch eine Rolle dabei mit, wenn der Winter möglicherweise bis März reingeht … Bis dann!