Montag, 11. Mai 2020

Phasen der Propaganda

Propaganda ist erst einmal nur (politische) Werbung.

Werbung ist so alt wie der Handel und dessen Wirkungsphasen werden seit Ende des 19. Jahrhunderts mit dem AIDA-Modell beschrieben: "AIDA steht dabei als Akronym für die Begriffe Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung)."

Die Ursprünge der Propaganda finden sich wiederum bereits in der  Rhetorik des Aristoteles, wobei der Begriff  während des 30jährigen Krieges eingeführt wurde: Im Jahr 1622 gründet der Papst eine Einrichtung, die "Congregatio de propaganda fide". Sie wird für die Verbreitung oder Ausbreitung des Glaubens zuständig.

Erfolgreiche Propaganda läuft gewöhnlich drei Phasen ab:

  1. Fälschung
  2. Verfolgung
  3. Unterwerfung

In der ersten Phase wird Falsches mit Wahren vermischt und diejenigen, die die Wahrheit sagen, beschuldigt, im Irrtum oder schlicht Lügner zu sein (z.B. mit "Fake News").

In der zweiten Phase werden alle abweichenden Argumente verworfen und so einen Anschein von Einstimmigkeit geschaffen (z.B. mit "wissenschaftlicher Konsens"). Ab diesem Augenblick sind die Abweichler keine verrückten Quatschköpfe mehr, sondern werden zu Verrätern. 

In der dritten Phase werden die Menschen dazu gedrängt, symbolische Akte der Duldung (z.B. einen "Kotau") zu praktizieren.

Mittwoch, 6. Mai 2020

"Mauerfall" und "Wiedervereinigung" im Lichte der Numerologie

In diesem Jahr werden - 10. Corona-Welle hin oder Absage des Münchner Oktoberfestes her - die Feierlichkeiten zum 30. Republikgebur^^^Jahrestag der sog. "Wiedervereinigung" begangen. Und da die Welt endgültig irrational(*) geworden scheint, lohnt sich ein entsprechender Blick:

Wir hatten nun im Jahr 1961 den "Mauerbau"  und - nach der unkontrollierten Grenzöffnung 1989 - das "endgültige" Verschwinden der "Mauer" im Jahr 1990. Letzteres und auch die dem folgende "Wiedervereinigung" war vorherbestimmt!

Zahlen lügen nicht:

Ich beginne meinen Exkurs in die Numerologie mit einer simplen Quersummenbildung (q) des Tages der Sicherung der Staatsgrenze der DDR gegenüber Westberlin  (13.08.1961):

q(13081961) = 1+3+0+8+1+9+6+1 = 29

Als nächstes addiere ich die Jahreszahl 1961 mit der ermittelten Quersumme:

1961 + 29 = 1990

Überraschung: Die "Schuld" an der "Wende" hat somit weder Schabowski, Krenz, Gorbi, Kohl oder gar Bürgerbewegte, sondern die simple Mathematik^^^Numerologie!


Ok, damit mir die Überraschung nicht noch einmal passiert, denn bekanntlich erfolgt die Beschäftigung mit der Vergangenheit aus den Bedürfnissen der Gegenwart:

Count von Count, wann wird die "Wiedervereinigung" der 2 Staaten aufgelöst?!

Dazu berechne ich wie oben die Quersumme aus dem Jubiläumstag 03.10.1990 und multipliziere das Ergebnis mit der Anzahl der "vereinigten" Staaten: 

q(03101990) * 2 = (0+3+1+0+1+9+9+0) * 2 = 23 * 2 = 46

Als nächstes addiere ich die Jahreszahl 1990 mit der ermittelten Quersumme:

1990 + 46 = 2036

Nun gut, damit besteht für mich im Jahr 2036, wenn das Gebilde wieder auseinanderbricht, die Chance noch zu murmeln:

Hab'ich's doch gleich jesachd!

Hinweis:
(*) Zum Irrationalismus gehört auch:
  • Leugnung der Erkennbarkeit der Welt,
  • Leugnung der Existenz von Gesetzmäßigkeiten in der Welt,
  • "Glaube an dein Gefühl!",
  • Esoterik sowie
  • "Wahr ist, was alle glauben".
Zum Thema "der Irrationalismus als reaktionäre Antwort auf Probleme des Klassenkampfes" lies folgende Aussage: Deutsch­land "... bleibt das 'klassische' Land des Irrationalismus, der Boden, wo dieser sich am vielseitigsten und umfassendsten entfaltet hat und darum in der lehrreichsten Weise studiert werden kann, so wie Marx den Kapitalismus in England untersucht hat. Wir glauben: diese Tatsache gehört zu den schmachvollsten Seiten der deutschen Geschichte." Georg Lukács, 1952.

Freitag, 24. April 2020

Vom Vermummungsverbot zum Maskenzwang

"Gier" sorgt als Fundament der real existierenden menschlichen Gesellschaft dafür, daß es - kurzzeitige Transformationszeiten außen vor - niemals Mangel gibt:

Es gibt immer alles für den, der bereit und finanziell in der Lage(!) ist, den geforderten Preis zu zahlen. Das ist die "Unsichtbare Hand" des freien Marktes in Aktion!

Am Beispiel "Masken" kindgerecht erklärt:

Derzeit läßt es sich mit "Masken" dumm und dusselig verdienen. Also wollen "alle" mitverdienen und stürzen sich blind vor Gier auf das Marktsegment. So bastelt Gerüchten zufolge gerade eine renommierte Maschinenbaufirma an einer Maschine zur Maskenproduktion, die sie (natürlich) gewinnbringend an ein mittelständisches Automobilunternehmen verkaufen will. Grund: Auch dieses Familienunternehmen will angeblich demnächst "Masken" produzieren und ihre Eigentümer daraus Gewinne realisieren.

Es ist nicht schwer in die Zukunft zu schauen:

Am Anfang können die erhofften Traumprofite auch erzielt und dieser paradiesische Zustand eine Weile aufrecht erhalten werden. Dann bieten immer mehr Unternehmen immer mehr Masken an und der Preis beginnt ins Bodenlose zu fallen, vgl. Negativzinsen für unser Geld und Negativpreise für Öl!

Infolge bekommen wir eine pupsnormale Überproduktionskrise im Kapitalismus, Marktsegment "Masken".

Was passiert? Klar: Staatliche Rettungsschirme aus Steuermitteln werden gespannt, Abwrackprämien für gebrauchte Masken initiiert, Steuererleichterungen für die Unternehmen verkündet, verkrustete Strukturen konserviert, Geld aus dem Nichts geschaffen und an bedürftige Unternehmer verteilt.

Nebenbei blüht (wieder) der Protektionismus: Kauft nicht beim Chinesen! Macht die Grenzen auch für deren Billigmasken fest zu!

Der Preis für Masken (früher im Großeinkauf rd. 0,10 EUR) stabilisiert sich ab 1,00 EUR pro Stück und unser Familienunternehmen kann seine neuen Maschine gewinnbringend weiterlaufen lassen und in Shenzhen wechseln die nun arbeitslosen, bisher maskenproduzierenden Arbeiter zu Huawei bis ... es ist das alte Spiel.

Das ist Kapitalismus der funktioniert ... solange, bis zur Krisenbewältigung Kriege geführt oder Hausarreste ausgesprochen werden "müssen".

update (27.04.2020)

Zum Thema: "Kauft nicht beim Chinesen!" vermeldete die "taz" schon gestern: "Peking baut das Monopol aus - China versorgt die Welt inzwischen fast allein mit Coronamasken." Konkret weiter: "Schon vor der Krise hat China rund die Hälfte aller Schutzmasken weltweit produziert. Nun soll der Anteil laut einer Einschätzung von Morgan Stanley bei etwa 85 Prozent liegen. Schon früh erkannten viele chinesische Unternehmer das Potenzial – und reagierten, auch dank staatlicher Anreize, blitzschnell: Bis Ende Februar stießen 9.000 Firmen auf den Markt der Maskenproduzenten." (Link von mir gesetzt).

Das fehlt natürlich hierzulande: "staatlicher Anreize" *hüstel* Da war noch was, klar: "Der Kampf ums Geschäft wird hart geführt – die gelieferte Ware ist oft mangelhaft."

Wie schreibt die "taz" noch gleich darunter, überraschend ehrlich: "Wir schreiben aus Überzeugung", vgl.:
https://taz.de/Produktion-von-Atemschutzmasken/!5678558/

Freitag, 10. April 2020

Drei kleine Schweinchen - Corona-Version (Fortsetzung)

Wer kennt sie nicht, die Kindergeschichte von den drei kleinen Schweinchen resp. Ferkelchen?

Kurzfassung:

Zwei faule Schweine finden Zuflucht bei einem Fleißschwein und schlagen gemeinsam den Wolf zurück.

An der Corona-Version wird noch geschrieben:

Als der Weltwirtschaftswolf mit knurrenden Magen vor den Häusern stand, erließ das Fleißschwein ein Kontaktverbot und schloß die Grenzen des Schweinereichs fest zu. Ziel war es, den Vormarsch des Wolfes zu verlangsamen, in dem er die vereinzelten und in Schockstarre verharrenden Kleinschweine nacheinander verputzen konnte.

Dieses Vorgehen soll den Wolf nicht nur bereits sättigen, sondern dem Fleißschwein auch Zeit verschaffen, sich selbst besser auf den Wolf vorzubereiten.

Fortsetzung:
Da die Kleinen Schweinchen begannen - jeweils in ihren Häusern eingesperrt - mit ihren Pfoten zu scharren und vereinzelt quickend nachfragten, wo nun der Böse Wolf bliebe, der sie zu Millionen verputzen wolle, wandte sich das Fleißschwein - aus Anlaß des höchsten Festes der religiös gebundenen Schweinchen -  an seine Untertanen. 

Entgegen der allgemeinen Erwartung wurde der Hausarrest für die Kleinen Schweinchen nicht gelockert, sondern lediglich nicht verschärft. Eigentlich war gehofft worden, daß - da die Kleinen Schweinchen alles machten, was Mutti anordnete - diese belohnt würden, aber war wohl nichts.

Simpler Grund: Die freie, unabhängige, investigative Schweinepresse vermeldete, daß  rd. 70% der Kleinen Schweinchen für eine Beibehaltung des Hausarrestes seien und den Mauerbau befürworteten. Ausschlaggebend soll die Sicherung der Versorgung mit Klopapier gewesen sein sowie das Einfliegen von Sklavenschweinen zum Spargelstechen 

Die Aussicht auf das Weiße Gold stellte die kleinen Schweinchen, trotz Kurzarbeit und zunehmender Arbeitslosigkeit, in ihren einzelnen, armseligen Hütten vorerst zufrieden.

Weiter in der Handlung nach "The Masque of the Red Death". Ende (noch) offen.

Spanische Grippe

Ich fragte mich dieser Tage: »Vielleicht war bereits die "Spanischen Grippe" (Subtyp A/H1N1; 1918 - 1920) die Mutter aller Panikmache-Krankheiten?

Ein Indiz ist, daß die Todeszahlen der "Spanischen Grippe" nunmehr zwischen 25 Mio. und 50 100 Mio. Menschen angegeben werden. Man weiß es also nicht. Zufälligerweise war gerade der 1. Weltkrieg mit relativ gesicherten rd. 17 Mio. Opfern zu Ende und eine Welle von Revolutionen und Bürgerkriegen ging durch Europa.«

Hinweise auf die Antwort können Worthäufigkeiten in Literatur oder Zeitschriften geben.

Zu den statistischen, technischen und damit verbundenen Problemen siehe:

Da die Spanische Grippe - entgegen ihrem Namen - zuerst in den USA auftrat, hier die englischsprachigen Charts:

Da Google hier - entgegen seiner sonstigen Gewohnheit - empfindlich bei der Groß-/Kleinschreibung ist, habe ich die Treffer aufsummiert. Zum gebräuchlichen "spanish flue" gab es keine Treffer, was ggf. auf das Medium "Literatur" zurückzuführen ist. Beachte: Anzeige nur bis 2008!

Wir sehen nach den ersten Treffern für 1915 und dem Hype 1920 / 23 hielt sich die "Spanische Grippe" in der englischsprachigen Literatur bis Mitte der 1960er und dümpelte seit dem bis zum Ende des Meßzeitraums 2008 vor sich hin.

Nun die Ergebnisse des deutschsprachigen Raumes:


Wir erkennen einen vergleichbaren Verlauf (mit kriegsbedingten Einbruch 1944 / 45). überraschenderweise geht es in den 1990ern wieder "bergauf", insbesondere ab dem Jahr 2000. Dies korrespondiert vermutlich nicht zufällig mit den damaligen Hypes um Vogelgrippe und SARS im deutschsprachigen Raum.

Für den deutschsprachigen Raum existiert noch eine Auswertung von Zeitschriften, die bis zum Jahr 2018 reicht:

Hier zeigt sich zum einem der Unterschied zwischen Literatur für mehr oder weniger Fachleute und Zeitungsmeldungen für die Masse, aber auch zum anderen das steigende Interesse an der "Spanischen Grippe" ab 2015, was mit der Beschäftigung mit MERS-CoV ab 2012 erklärbar wäre. 

Ab 2019 / 20 ist nahe liegend ein extremer Anstieg zum erwarten, da derzeit alle Zeitungen mit "Corona" voll sind.

"Wer Angst sät, will Macht ausüben. Wer Emotionen steuern kann, hat ein wirkungsvolles politisches Instrument in der Hand." So die "Tagesschau", die richtiges schrieb und prompt mit dem Finger auf andere zeigte.

Sonntag, 29. März 2020

Drei kleine Schweinchen

Wer kennt sie nicht, die Kindergeschichte von den drei kleinen Schweinchen resp. Ferkelchen?

Kurzfassung:
Zwei faule Schweine finden Zuflucht bei einem Fleißschwein und gemeinsam verletzen sie den Wolf, der sich die Wunden leckend zurückzog oder alternativ beim Blasen platzte.

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_drei_kleinen_Schweinchen_%28M%C3%A4rchen%29
Drei kleine Ferkel von Sergej Michalkow (Autor) und Erich Gürtzig (Illustrator)
Zilli, Billi und Willi von Elizabeth Shaw 

Ergänzen nun die us-amerikanische NRA-Version:

Ein weißes Fleißschwein bewaffnete sich ausgiebig. Nachdem der Wolf loszog alle Schweine zu fressen, wollten die faulen, farbigen Schweine die Situation nutzen, um Hab und Gut des Fleißschweines zu plündern, seine Frau und Kinder niederzumetzeln und den Schäferhund zu vergewaltigen. Mit fester Hand schoß das Fleißschwein die Faulschweine nieder.

Natürlich hatte auch der Wolf sich mit AK-47 bewaffnet und nach schweren Feuergefechten blubberte er was von "friedlicher Koexistenz". Selbstverständlich fiel das texanische Fleißschwein auf den Wolf nicht rein und streckte ihn in einem günstigen Moment nieder, bevor er das konnte.

Anschließend lebten sie im Land der Freien, Tapferen und Fleißigen weiter und eine feste Mauer, die Trump-Wall, schützte sie. [Hymnische Hintergrundmusik] Unser Fleißschwein schaut gütig auf die verbliebenen Kinder der Faulschweine herab, wie sie seine Baumwolle pflücken, wie es war und immer sein wird. [Schlußblende].

An der Corona-Version wird noch geschrieben:

Als der Weltwirtschaftswolf mit knurrenden Magen vor den Häusern stand, erließ das Oberschwein ein Kontaktverbot. Ziel war es, den Vormarsch des Wolfes zu verlangsamen, in dem er die vereinzelten und in Schockstarre verharrenden Kleinschweine nacheinander verputzen konnte.

Dieses Vorgehen soll den Wolf nicht nur bereits sättigen, sondern dem Oberschwein auch Zeit verschaffen, sich selbst besser auf den Wolf vorzubereiten.

Weiter in der Handlung nach "The Masque of the Red Death". Ende (noch) offen.

Samstag, 14. März 2020

Tag der offenen Tür TRADI SANITZ am 29.02.2020 …







































 













 










 













 











 











Ja, so wie es diesen 29.Februar nicht oft gibt, so war auch dieses Treffen ein Besonderes! Das 10-jährige Jubiläum Tag der offenen Tür TRADI SANITZ! 

Ihr habt uns überrascht mit der Anzahl der Besucher und mit den tollen Ideen, über die ich noch berichte.                                           
Mein Anruf bei den Wetterverantwortlichen hat erstmals nicht geholfen - Regen!!! So etwas gab es noch nie in den letzten 10 Jahren. Leseraum, TRADI-Ausstellung, Flure, Garage und die Sitzecke im Garten waren sofort besetzt. Einen Dank an Günter Kazen, der einen Gartenpavillon mitbrachte und somit für zusätzlichen geschützten Platz sorgte. Und an Familie Moosbach, die „ganz nebenbei“ ein Video-Aufnahmeteam bildete. Überall bildeten sich Grüppchen und die Diskussionen begannen.                                                                                        
In der Garage fand ich noch eine Schreibmaschine und zwei große technische Na-Geräte. Ihr staunt immer so schön, wenn ich zu allen Exponaten lustige Geschichten erzählen kann. Zu diesen Funden werde ich erst noch die Geschichten suchen müssen. Dabei sind es die Berichte, die unser TRADI SANITZ leben lassen. So z.B. die Objektbeflaggung in der 43.FRBr der NVA in Sanitz und die Fahne, die am 02. Oktober 1990 um 24.00 Uhr durch die Bundeswehr eingeholt wurde. Beide liegen bei uns. Auch die Erinnerung an das Vollkornbrot in der Dose, das gern auf die Urlaubsreisen mitgenommen wurde. Die Komplekte in Originalverpackung von 1974, und da waren sich alle einig, sind auch heute noch genießbar. Selbst der Wanderpokal vom Verpflegungsdienst hat eine tolle Geschichte und würde heute noch ein gutes Bild mit den Friedenstauben auf der Feldküche als Auszeichnung abgeben. Detlef Merten oder doch besser „Resi Otto“ konnte in all den Jahren aus gesundheitlichen Gründen nie kommen. Er schickte Bilder und Berichte und gab nun seinem Kumpel den Auftrag, mal nach seinem Wehrdienstausweis zu forschen, den er dem TRADI überlassen hatte. Ein Griff und der Ausweis war parat… 
   
Wie in allen vorherigen 10 Jahren kamen neben „alten“ Bekannten auch neue Gesichter, z.T. mussten Altbekannte hinter kräftigen Bärten oder lockigen Haaren erst wieder neu „identifiziert“ werden. Fast 100 Teilnehmer waren angemeldet, auf Grund Grippe, Erkrankung und anderen Gründen mussten einige leider absagen - auf unserem kleinen Hof dann aber trotzdem noch 81 Gäste, ein Rekord! Wenn wir bedenken, dass aus 10 Bundesländern sowie aus Tschechien (der Hans Dieter Stange) die Besucher gekommen waren, dann sind wir hier in Sanitz doch so etwas wie ein Mittelpunkt.
Ihr macht uns schon stolz mit dem Vertrauen, all die Berichte und Dinge zu bewahren und für viele junge Menschen in Erinnerung zu behalten. Kommen doch über das Jahr verteilt Wandergruppen, Urlauber und - sehr wichtig - auch Schüler zum TRADI, die etwas über die Zeit des „Kalten Krieges“ erfahren wollen.
In der Sitzecke stellte Peter Kraus sein Buch über die S-200 vor. Daneben hatte Karl-Heinz Schmidt seine Modelle aufgebaut. Er nimmt auch an Meisterschaften des Modellbaues teil…Danke für diese Bereicherung unseres Treffens. Rainer Behrendt aus Wittstock hatte im vergangenen Jahr die Idee für ein T-Shirt mit dem Wappen der 43., nun eine neue Idee - für unseren allseits erfahrenen Kochlöffelhalter Fietsche Jahns brachte er eine Jacke und Kochmütze mit und beförderte Fietsche verdient zum 3*** Koch! Sofort wurde der Koch zu einem umschwärmten Foto-Objekt.
Dann zum Vortrag nach Wendfeld- an liebevoll gedeckten Tischen mit frischen Blumen bekam jeder seinen Lieblingsplatz sowie Kaffee und Kuchen in der Landpension Wendfeld.

Wir begrüßten offiziell den Abgeordneten des Landtages M-V Peter Ritter. Sein aktuelles Thema § 18a der Landesverfassung MV oder im Klartext … Demokratie. Es ist schon erschreckend, wie sehr die Demokratie in diesem Land missbraucht wird. Die Polizei muss Fußballchaoten bewachen und neben uns wachsen Hass und Terror. Ja, auch Bernd und mich hat dieser Hass getroffen: zwei Briefkästen wurden gesprengt und ich erhielt auch „Post“. Kein schönes Gefühl, aber mich kann man mit diesen Mitteln nicht einschüchtern. Danke auch an den Dr. Wolfgang Weiss, ebenfalls Mitglied des Landtages M-V, der hier aber als Ehemaliger der FRA 4334 sprach. Die Handhabung mit Munition waren in der NVA wie auch heute in der Bundeswehr streng geregelt. Leider kommt es heute aber zu großen Verstößen, wie die Zeitungen über Waffenfunde berichten. Der Vortrag war interessant, vielen Dank, Peter! Wünsche, Ideen und Vorschläge für das Treffen 2021 nehmen wir gerne entgegen und versuchen, diese zu berücksichtigen. Unser Projekt - „Gefördert durch die Ehrenamtsstiftung MV“. Bis zum nächsten Jahr alles Gute und bleibt gesund! Barbara